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SpaceX-Raketenstufe kracht in den Mond: Erste Aufnahmen des Einschlagskraters
Politik · 08.08.2026 17:53

SpaceX-Raketenstufe kracht in den Mond: Erste Aufnahmen des Einschlagskraters

Kurz: Die südkoreanische Mondsonde Danuri hat erstmals den Einschlagskrater einer Falcon-9-Raketenstufe auf dem Mond dokumentiert. Ein Blick auf die wissenschaftliche

Ein ungewollter Zusammenstoß auf dem Erdtrabanten

Ein spektakuläres Ereignis in der Mondumlaufbahn hat die Aufmerksamkeit der internationalen Raumfahrtgemeinschaft auf sich gezogen. Eine ausgediente zweite Stufe einer Falcon-9-Rakete von SpaceX ist auf der Mondoberfläche eingeschlagen. Während die erste Stufe der Rakete nach dem Start am 15. Januar 2025 vom Kennedy Space Center in Florida planmäßig zur Erde zurückkehrte, verblieb die Oberstufe im Orbit. Die Kollision markiert das Ende einer ungewöhnlichen Flugbahn, die durch einen Mangel an verbleibender Leistung für ein kontrolliertes Entsorgungsmanöver verursacht wurde.

Technische Hintergründe des Vorfalls

Die Rakete war ursprünglich gestartet, um zwei kommerzielle Mondlander zu befördern. Zwar konnten die Lander wie vorgesehen ausgesetzt werden, doch erreichte lediglich einer der beiden sein Ziel. Laut SpaceX ist eine kontrollierte Entsorgung der zweiten Stufe nach dem Absetzen der Nutzlast nicht immer realisierbar. Das Unternehmen betonte, dass die Leistungsfähigkeit des Raumfahrzeugs primär darauf ausgerichtet sei, die Nutzlast präzise in die Umlaufbahn zu bringen. Dass eine Stufe nach dem Einsatz auf dem Mond landet, ist nach Unternehmensangaben jedoch ein seltener Ausnahmefall.

Danuri liefert wertvolle Bilddaten

Die südkoreanische Mondsonde Danuri, betrieben von der KASA (Korean Space Administration), spielte bei der Dokumentation des Einschlags eine entscheidende Rolle. Die Sonde überflog die Einschlagstelle kurz vor dem Aufprall, der mit einer Geschwindigkeit von 8700 Kilometern pro Stunde erfolgte. Die Behörde begann etwa eine halbe Stunde vor dem Ereignis mit der Beobachtung und steuerte die Flugbahn der Sonde mehrfach über den Zielort.

Insgesamt acht Aufnahmen, die sowohl den Zustand vor als auch nach dem Einschlag zeigen, wurden bereits auf der Plattform X veröffentlicht. Diese Bilder bieten Forschern die Möglichkeit, Veränderungen der lokalen Topografie zu untersuchen und die Ausbreitung von Trümmerteilen nachzuvollziehen. Die Daten sind laut KASA als wichtiges Forschungsmaterial für internationale Gemeinschaftsprojekte vorgesehen.

Schwierige Beobachtung des Einschlags

Die direkte Beobachtung des Aufpralls selbst stellte sich als äußerst komplex heraus. Zwar gelang es Forschern der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile mithilfe des Very Large Telescope, die entstandene Staubwolke zu erfassen, doch klare Aufnahmen des eigentlichen Einschlags blieben aus. Die Astrophysikerin Sara Webb von der Swinburne University of Technology in Melbourne bestätigte gegenüber dem Guardian, dass trotz des Einsatzes zahlreicher Teleskope keine eindeutigen Bilder oder Videos des Aufprallmoments gewonnen werden konnten.

Nächste Schritte in der Forschung

Die wissenschaftliche Auswertung des Vorfalls ist noch nicht abgeschlossen. In den kommenden Tagen wird der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) der US-amerikanischen NASA die Einschlagstelle überfliegen und hochauflösende Aufnahmen anfertigen. Die Kombination aus den Daten der südkoreanischen Sonde Danuri und den kommenden LRO-Beobachtungen soll eine umfassende Analyse des Einschlags ermöglichen. Diese Kooperation unterstreicht das Interesse der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft an der Untersuchung solcher Ereignisse, um sowohl die Auswirkungen auf die Mondoberfläche besser zu verstehen als auch Erkenntnisse über das Verhalten von Weltraumschrott in der Nähe des Mondes zu gewinnen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/vollmond-167762/ · Foto: Sebastian Voortman
Quelle: https://www.heise.de/news/Suedkoreanische-Mondsonde-liefert-Bilder-vom-Falcon-Einschlagskrater-11404018.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag