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44 Spieler: Jürgen Klopp überrascht mit erstem DFB-Kader
Sport · 17.09.2026 10:24

44 Spieler: Jürgen Klopp überrascht mit erstem DFB-Kader

Kurz: Jürgen Klopp hat seinen ersten DFB-Kader präsentiert: Mit 44 Spielern geht der neue Bundestrainer in die ersten vier Partien der Nations League.

Ein Paukenschlag zum Amtsantritt: Klopps XXL-Kader

Jürgen Klopp hat bei seiner ersten Nominierung als Bundestrainer für Aufsehen gesorgt. Insgesamt 44 Spieler wurden für die ersten vier Begegnungen in der Nations League berufen, was eine beachtliche Breite im Aufgebot offenbart. Der Kader, der am 17. September 2026 in der Frankfurter DFB-Zentrale vorgestellt wurde, ist in zwei Blöcke unterteilt. Diese Entscheidung unterstreicht den experimentellen Charakter der ersten Länderspielphase unter der neuen sportlichen Leitung. Die Nationalmannschaft trifft sich am 21. September 2026 in Herzogenaurach, um sich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Dabei wird das Team nicht in einer festen Formation agieren, sondern durch die Aufteilung in zwei Gruppen eine hohe Fluktuation aufweisen. Lediglich Torhüter Finn Dahmen vom FC Augsburg findet sich auf beiden Listen wieder, was ihn zu einer zentralen Konstante in dieser Übergangsphase macht. Klopp betonte, dass es sich nicht um eine klassische A- oder B-Mannschaft handele, sondern um eine strategische Maßnahme, um den Spielern nach einer intensiven Zeit gerecht zu werden.

Die Details: Namen, Vereine und die Struktur des Aufgebots

Das Aufgebot ist gespickt mit bekannten Gesichtern und neuen Akteuren. Joshua Kimmich bleibt Kapitän, während Nico Schlotterbeck nach einer Verletzungspause zurückkehrt. Überraschend ist die Nominierung von Nick Woltemade, der aktuell bei Juventus Turin unter Vertrag steht, während Deniz Undav keine Berücksichtigung fand. Mika Baur, der 22-jährige Mittelfeldspieler von Celtic Glasgow, gehört ebenso zum Kader wie die Talente Bambasé Conté von der TSG Hoffenheim und Felix Keidel vom SV Elversberg. Die erste Liste umfasst 24 Akteure für die Partien gegen die Niederlande am 24. September und Griechenland am 27. September. Die zweite Liste für die Spiele gegen Serbien am 1. Oktober und das Rückspiel gegen Griechenland in Thessaloniki enthält 21 Namen. Torhüter Marc-André ter Stegen, der nun bei Ajax Amsterdam spielt, wurde von Klopp explizit als Nummer eins für den Moment bestätigt. Insgesamt zwölf Spieler, darunter Akteure wie Yannik Engelhardt, Philipp Treu, Max Rosenfelder und Derry Scherhant, wurden erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert, was den Umbruch unterstreicht.

Hintergrund: Der Weg zum neuen Bundestrainer-Aufgebot

Die Nominierung erfolgt nach einem für den DFB turbulenten Sommer. Das Ausscheiden im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft gegen Paraguay unter dem vorherigen Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte weitreichende Konsequenzen. Klopp übernimmt eine Mannschaft, die sich in einer Phase der Neuorientierung befindet. Die lange Abstellungsperiode der Spieler wird von Klopp genutzt, um verletzungsanfällige oder nach Verletzungen zurückkehrende Spieler wie Jamal Musiala, Serge Gnabry und Nico Schlotterbeck gezielt zu betreuen. Da einige Vereine in dieser Zeit Trainingspausen einlegen, bietet das DFB-Quartier in Herzogenaurach die Möglichkeit, die körperliche Verfassung der Profis unter professioneller Aufsicht zu stabilisieren. Die Entscheidung, den Kader nach den ersten beiden Partien nahezu komplett auszutauschen, ist eine direkte Reaktion auf die hohen Belastungen im modernen Fußball und den Wunsch des Trainers, eine breite Basis an Spielern auf internationalem Niveau zu sichten und in seine Spielphilosophie zu integrieren.

Die Beteiligten: Wer ist dabei und wer fehlt?

Die personelle Zusammensetzung zeigt deutliche Verschiebungen im Vergleich zur WM-Zeit. Neben den Rücktritten von Manuel Neuer und Antonio Rüdiger fehlen verletzungsbedingt Leon Goretzka, Angelo Stiller und Assan Ouédraogo. Auch Spieler wie Oliver Baumann, Leroy Sané, Pascal Groß und Jamie Leweling wurden nicht nominiert. Auffällig ist die starke Präsenz des SC Freiburg, der trotz des Verzichts auf Matthias Ginter vier Spieler stellt. Die Vereine sind international breit gestreut: Von Besiktas Istanbul über den FC Brentford bis hin zum FC Barcelona sind deutsche Nationalspieler in ganz Europa verteilt. Klopp betonte, dass die Entscheidung für ter Stegen im Tor eine Momentaufnahme sei, die jedoch für den Start in die Nations League Bestand habe. Die Kommunikation zwischen dem Bundestrainer und den Vereinen spielt eine zentrale Rolle, da die Spieler während der zweiwöchigen Phase intensiv betreut werden sollen, um ihre Fitness für die anstehende Saison zu gewährleisten.

Einordnung: Was die Nominierung bedeutet

Den Berichten zufolge ist die Nominierung als klares Signal für einen Neuanfang zu werten. Die hohe Anzahl an Neulingen und die bewusste Rotation zeigen, dass Klopp keine Zeit verlieren will, um den gesamten Pool an verfügbaren Talenten zu bewerten. Einzuordnen ist das so, dass der Bundestrainer den Konkurrenzkampf massiv verschärfen möchte. Dass Spieler wie Nick Woltemade trotz eines Formtiefs nominiert wurden, deutet darauf hin, dass Klopp ein besonderes Vertrauen in bestimmte Profile hat oder taktische Überlegungen verfolgt, die über die aktuelle Vereinsform hinausgehen. Die Entscheidung, Musiala, Gnabry und Schlotterbeck für den gesamten Zeitraum zu halten, unterstreicht zudem die medizinische und athletische Komponente seiner Arbeit. Es geht nicht nur um das Ergebnis der nächsten vier Spiele, sondern um die langfristige Formung eines Kaders, der den Anforderungen des internationalen Fußballs gewachsen ist. Die Struktur der Kaderliste deutet darauf hin, dass die Nations League als Testfeld für taktische Varianten und personelle Experimente genutzt wird.

Offene Fragen: Was bleibt ungeklärt?

Obwohl die Nominierung sehr detailliert erscheint, bleiben einige Fragen offen. Der Quelltext macht keine Angaben dazu, welche spezifischen Kriterien für die Auswahl der Spieler für die zweite Liste ausschlaggebend waren, abgesehen von der allgemeinen Belastungssteuerung. Es bleibt zudem unklar, wie die taktische Ausrichtung unter Klopp konkret aussehen wird, da der Fokus in der Pressekonferenz primär auf der Kaderzusammenstellung und der medizinischen Betreuung lag. Auch über die langfristige Rolle der Spieler, die nach den ersten beiden Spielen aus dem Kader ausscheiden, gibt es keine expliziten Informationen. Ob diese Spieler bei weiteren Nominierungen wieder in den Fokus rücken oder ob dies eine einmalige Chance zur Sichtung war, lässt der Bericht offen. Ebenso bleibt die Frage unbeantwortet, wie die Vereine auf die lange Abstellungsperiode reagieren, insbesondere wenn Spieler, die auf der zweiten Liste stehen, erst später zum Team stoßen. Die genaue Gewichtung der sportlichen Leistung versus des langfristigen Potenzials bei der Auswahl der 44 Spieler bleibt eine Interpretationsebene, die der Text nicht abschließend klärt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-spielen-sport-stehen-18821571/ · Foto: Omar Tube
Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/nationalmannschaft/44-spieler-juergen-klopp-ueberrascht-mit-erstem-dfb-kader,dfb-klopp-kader-104.html