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Georg Steinhauser wechselt zu Red-Bull-Bora-hansgrohe
Sport · 13.08.2026 14:39

Georg Steinhauser wechselt zu Red-Bull-Bora-hansgrohe

Kurz: Der deutsche Radprofi Georg Steinhauser wechselt zur kommenden Saison zum Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe und unterschreibt einen Mehrjahresvertrag.

Ein bedeutender Wechsel im deutschen Radsport

Der deutsche Radsport-Hoffnungsträger Georg Steinhauser steht vor einem wegweisenden Karriereschritt. Wie der im bayerischen Raubling ansässige Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe am 13. August 2026 offiziell bekannt gab, wird der 24-Jährige ab der kommenden Saison das Trikot des deutschen Top-Teams tragen. Steinhauser hat sich dazu entschlossen, seinen bisherigen Arbeitgeber, das amerikanische Team EF Education-EasyPost, nach einer fünfjährigen Zusammenarbeit zu verlassen. Der Transfer markiert einen bedeutenden Wechsel für den Athleten, der in der aktuellen Radsportszene als eines der größten Talente gilt. Mit der Unterzeichnung eines Vertrages, der auf mehrere Jahre ausgelegt ist, unterstreicht sowohl der Rennstall als auch der Fahrer das langfristige Vertrauen in die gemeinsame sportliche Zukunft. Die Nachricht über den Wechsel wurde mit großem Interesse in der Sportwelt aufgenommen, da Steinhauser in den vergangenen Monaten durch konstante Leistungen auf internationalem Parkett auf sich aufmerksam gemacht hat. Der Wechsel zu einem deutschen Team mit internationaler Ausrichtung verspricht für den jungen Profi eine neue Stufe seiner sportlichen Entwicklung, bei der er seine bisherigen Erfolge weiter ausbauen möchte.

Die sportliche Bilanz und die Details des Transfers

Georg Steinhauser blickt auf eine beeindruckende Entwicklung zurück, die nun in diesem Wechsel gipfelt. Besonders hervorzuheben ist sein Abschneiden bei der prestigeträchtigen Rundfahrt Paris-Nizza im März 2026. Dort überraschte der 24-Jährige die Konkurrenz mit einem dritten Platz in der Gesamtwertung und sicherte sich zudem das Weiße Trikot als bester Jungprofi, was den bis dato größten Erfolg seiner Karriere darstellte. Ein weiterer Meilenstein in seiner Laufbahn war der Etappensieg beim Giro d’Italia 2024, bei dem er nach einem beeindruckenden Solo-Ritt zeitweise sogar das Bergtrikot tragen durfte. In diesem Jahr gab Steinhauser zudem sein Debüt bei der legendären Tour de France, was seine Reife als Rundfahrer unterstreicht. Zak Dempster, der „Chief of Sports“ bei Red Bull-Bora-hansgrohe, äußerte sich sehr positiv über die Neuverpflichtung. Er betonte, dass Steinhauser sich seine bisherigen Erfolge hart erarbeitet habe und dass das Team fest davon überzeugt sei, dass das volle Potenzial des Fahrers noch längst nicht ausgeschöpft ist. Die sportliche Leitung des Teams sieht in ihm eine wertvolle Verstärkung für die kommenden Jahre.

Der Weg zum neuen Team und die familiäre Prägung

Der Wechsel zu Red Bull-Bora-hansgrohe ist für Steinhauser auch eine Rückkehr zu vertrauten Strukturen. Bei seinem neuen Arbeitgeber trifft er auf Florian Lipowitz, mit dem er bereits vor Beginn seiner Profikarriere in einem gemeinsamen Team unterwegs war. Diese bestehende Verbindung könnte die Integration in das neue Umfeld erheblich erleichtern. Steinhauser selbst äußerte sich begeistert über den Wechsel und betonte, dass er bereits als junger Fahrer ein großer Fan des Teams gewesen sei. Besonders beeindruckt habe ihn die Art und Weise, wie die Mannschaft ein Ziel nach dem anderen erreicht habe. Für ihn sei der Wechsel zu einer deutschen Equipe mit einem derart professionellen und zugleich internationalen Ansatz die ideale Plattform, um den nächsten Schritt in seiner Karriere zu vollziehen. Der Radsport liegt dem 24-Jährigen im Blut: Er ist der Sohn des ehemaligen Radprofis Tobias Steinhauser und der Neffe von Jan Ullrich. Seine familiäre Verbindung zum Radsport ist eng, da sein Vater der Bruder von Ullrichs Ex-Frau Sara ist. Diese familiäre Prägung hat seinen Weg in den Profisport maßgeblich beeinflusst.

Einordnung der sportlichen Ambitionen

Einzuordnen ist dieser Transfer als klares Bekenntnis des Rennstalls Red Bull-Bora-hansgrohe, junge deutsche Talente gezielt zu fördern und an das Team zu binden. Den Berichten zufolge passt Steinhausers offensiver Fahrstil hervorragend zur Philosophie des Teams. Der Fahrer selbst hat bereits klargestellt, dass er mit seiner aggressiven Fahrweise zum Erfolg der Mannschaft beitragen möchte, sich jedoch gleichzeitig vollkommen bewusst darüber ist, wie wichtig eine disziplinierte Helferrolle im professionellen Radsport ist. Diese Kombination aus eigenem Ehrgeiz und der Bereitschaft, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen, macht ihn für die sportliche Leitung besonders wertvoll. Die Entscheidung für den Wechsel nach fünf Jahren bei EF Education-EasyPost zeigt zudem, dass Steinhauser nach neuen Impulsen sucht, um seine Entwicklung voranzutreiben. Die internationale Ausrichtung von Red Bull-Bora-hansgrohe bietet ihm dabei das notwendige Umfeld, um sich auch bei den größten Rundfahrten der Welt gegen die Weltspitze zu behaupten und seine bisherigen Erfolge bei Paris-Nizza und dem Giro d’Italia als Basis für weitere Siege zu nutzen.

Ausblick und offene Fragen

Für die kommende Saison steht nun die Integration in das neue Teamgefüge im Vordergrund. Während der Wechsel offiziell bestätigt ist, bleibt abzuwarten, welche spezifischen Rollen Steinhauser bei den großen Rundfahrten des kommenden Jahres einnehmen wird. Der Quelltext macht keine Angaben dazu, ob er als designierter Kapitän für bestimmte Etappenrennen vorgesehen ist oder ob er zunächst als Edelhelfer für die etablierten Stars des Teams fungieren wird. Auch über die genaue Dauer des Mehrjahresvertrags schweigt sich die offizielle Mitteilung aus, ebenso wie über die finanziellen Details des Transfers. Ebenfalls offen bleibt, welche konkreten sportlichen Ziele das Team für die erste gemeinsame Saison mit Steinhauser ausgegeben hat. Es ist davon auszugehen, dass die Saisonvorbereitung und die ersten gemeinsamen Trainingslager im Winter wichtige Aufschlüsse darüber geben werden, wie sich der Neuzugang in die Hierarchie des Rennstalls einfügt. Die Fans dürfen gespannt sein, ob Steinhauser an seine bisherigen Leistungen anknüpfen kann und welche Rolle er in der neuen Struktur bei Red Bull-Bora-hansgrohe spielen wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/dreckig-winter-zaun-stuhle-6495076/ · Foto: KoolShooters
Quelle: https://www.sportschau.de/radsport/steinhauser-wechselt-zu-red-bull-bora-hansgrohe,radsport-steinhauser-red-bull-100.html