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Lilien-Präsident Markus Pfitzner: "Es fehlen noch ein, zwei wichtige Puzzleteile"
Regional · 24.07.2026 19:18

Lilien-Präsident Markus Pfitzner: "Es fehlen noch ein, zwei wichtige Puzzleteile"

Kurz: Darmstadt 98 befindet sich in einem umfangreichen Umbruch. Präsident Markus Pfitzner spricht über die Transferstrategie und die Suche nach neuen Offensivkräften

Ein Umbruch mit System

Der SV Darmstadt 98 durchläuft in der aktuellen Transferphase eine Phase des radikalen Wandels. Mit dem Abgang von Sergio Lopez verzeichnete der Verein bereits den neunten Spielerabgang in diesem Sommer. Besonders ins Gewicht fallen dabei die Verkäufe von Isac Lidberg, Fraser Hornby und Killian Corredor, die allesamt als Stammkräfte galten. Was für Außenstehende wie eine überraschende Zäsur wirkt, ist intern ein geplanter Prozess.

Laut Vereinspräsident Markus Pfitzner war diese Entwicklung absehbar. Bereits im letzten Drittel der vorangegangenen Spielzeit habe sich abgezeichnet, dass der Verein neue Stützpfeiler für die Mannschaft finden müsse. Der Umbruch kam für die Verantwortlichen daher keineswegs unerwartet.

Strategische Neuausrichtung im Kader

Die sportliche Leitung, bestehend aus Trainer Florian Kohfeldt und Geschäftsführer Paul Fernie, hat den Prozess von langer Hand vorbereitet. Pfitzner beschreibt die Strategie als zweistufigen Prozess: Zunächst galt es, Spieler erfolgreich zu transferieren, um anschließend mit den generierten Mitteln gezielt in neue Qualität zu investieren. Trotz bereits acht externer Neuzugänge ist die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen.

Besonderes Augenmerk liegt derzeit auf der Offensive. Der Verein sucht aktiv nach Verstärkungen für den Sturm, idealerweise sollen zwei neue Angreifer kurzfristig verpflichtet werden. Zu konkreten Namen, wie etwa dem gehandelten Südkoreaner Lee Ho-jae, äußerte sich die Vereinsführung nicht. Pfitzner betonte jedoch, dass man sich bei der Auswahl der neuen Akteure bewusst Zeit nehme, um die Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Finanzieller Spielraum und Vereinsidentität

Durch die Verkäufe der Leistungsträger Lidberg, Hornby und Corredor verfügt der Zweitligist über ein für seine Verhältnisse beachtliches Budget. Dennoch stellt der Präsident klar, dass finanzielle Mittel nicht zu einer Abkehr von der bewährten Philosophie führen werden. „Darmstadt 98 wird weiter Darmstadt-98-Sachen machen“, so Pfitzner. Dies impliziert eine besonnene Transferpolitik, bei der die Identität des Vereins gewahrt bleiben soll.

Die Metapher des Puzzles zieht sich durch die gesamte Planung des Präsidenten: Erst wenn alle Teile – insbesondere die noch fehlenden Offensivoptionen – an ihrem Platz sind, werde das Gesamtbild stimmig sein. Trotz der personellen Fluktuation herrscht im Verein Zuversicht, zum Saisonstart eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz zu bringen.

Ausblick auf die kommende Spielzeit

Über konkrete sportliche Zielsetzungen für die neue Saison hält sich die Führungsebene zum jetzigen Zeitpunkt noch zurück. Vielmehr liegt der Fokus auf der internen Entwicklung. Pfitzner definiert eine erfolgreiche Saison über weiche Faktoren: Die Mannschaft soll als geschlossene Gemeinschaft auftreten, attraktiven Fußball zeigen und die enge Bindung zu den Fans festigen, die den Verein in der Vergangenheit ausgezeichnet hat. Ziel ist es, an die positive Entwicklung der Spielzeit 2025/26 anzuknüpfen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/nachtansicht-der-strassenszene-in-der-innenstadt-von-hamburg-30716070/ · Foto: Frank Rietsch
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-lilien-praesident-markus-pfitzner-es-fehlen-noch-ein-zwei-wichtige-puzzleteile-102.html