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Zwei Weltkriegsbomben in Wiesbaden erfolgreich gesprengt
Regional · 22.09.2026 21:45

Zwei Weltkriegsbomben in Wiesbaden erfolgreich gesprengt

Kurz: In Wiesbaden-Erbenheim wurden zwei US-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt. Die Sperrungen der B455 konnten am Dienstagabend aufgehoben werde

Was geschehen ist: Kontrollierte Sprengung in Erbenheim

Am Dienstagabend endete ein Großeinsatz in Wiesbaden-Erbenheim mit Erfolg. Auf dem sogenannten Ostfeld wurden zwei Bomben aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs kontrolliert durch den Kampfmittelräumdienst gesprengt. Die beiden Sprengkörper, die jeweils ein Gewicht von 125 Kilogramm aufwiesen, stellten eine potenzielle Gefahr dar, die ein sofortiges Handeln der Behörden erforderte. Der Einsatz, der am Abend seinen Höhepunkt fand, konnte gegen 21.30 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden. Die Stadt Wiesbaden bestätigte kurz darauf, dass die Sprengungen planmäßig verlaufen seien und keine weitere unmittelbare Gefahr mehr von den Fundstücken ausgehe. Infolge dieser Maßnahme konnten sämtliche Sicherheitsvorkehrungen, die zuvor für den Schutz der Bevölkerung und der Infrastruktur getroffen worden waren, wieder aufgehoben werden. Dies betraf insbesondere die großräumigen Absperrungen im Umfeld des Fundortes, die den Verkehr in der Region für die Dauer der Entschärbeiten maßgeblich beeinflusst hatten. Die Situation vor Ort beruhigte sich unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten, sodass die betroffenen Verkehrswege wieder für den allgemeinen Verkehr freigegeben werden konnten.

Die Einzelheiten des Einsatzes

Die Entdeckung der beiden US-amerikanischen Bomben ereignete sich am Dienstag im Zuge planmäßiger Sondierungsarbeiten. Diese fanden auf dem Gelände des Ostfelds statt, einem Areal, das als künftiger Standort für das Bundeskriminalamt (BKA) vorgesehen ist. Nach dem Fund der Kampfmittel wurden umgehend die zuständigen Sicherheitsbehörden alarmiert. Vor Ort koordinierten Einsatzkräfte des Ordnungsamtes, der Feuerwehr, der Polizei sowie verschiedener Hilfsorganisationen gemeinsam mit dem Kampfmittelräumdienst die notwendigen Maßnahmen. Um die Sprengung sicher durchführen zu können, wurde ein Sicherheitsradius von etwa 300 Metern um die Fundstelle definiert. Innerhalb dieses Bereichs mussten die Anwohner ihre Häuser verlassen. Da es sich um ein eher dünn besiedeltes Gebiet handelt, waren lediglich etwas mehr als ein Dutzend Personen von dieser Evakuierungsmaßnahme betroffen. Parallel dazu wurde die Berliner Straße, die als B455 bekannt ist, zwischen der Abfahrt Siedlung Hochfeld und dem Siegfriedring für den Fahrzeugverkehr vollständig gesperrt. Erst nach der erfolgreichen Detonation gegen 21.30 Uhr konnten diese Straßensperrungen wieder aufgehoben werden.

Hintergrund und bisheriger Verlauf

Dass auf dem Ostfeld in Wiesbaden-Erbenheim Kampfmittel gefunden wurden, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Untersuchungen. Da das Areal für den Neubau des Bundeskriminalamtes genutzt werden soll, sind umfassende Sondierungen des Bodens zwingend erforderlich, um Bauarbeiter und spätere Nutzer vor unentdeckten Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg zu schützen. Die nun gefundenen 125-Kilogramm-Bomben aus US-amerikanischer Produktion sind typische Hinterlassenschaften der massiven Luftangriffe während des Krieges. Solche Funde sind in deutschen Städten, die strategisch bedeutsam waren, auch Jahrzehnte nach Kriegsende keine Seltenheit. Die Stadt Wiesbaden hat in den vergangenen Jahren immer wieder ähnliche Einsätze bewältigen müssen, wenn bei Bauvorhaben oder gezielten Suchen auf Blindgänger gestoßen wurde. Der aktuelle Einsatz am Dienstag verlief dabei nach dem bewährten Protokoll: Fund, Sicherung durch Experten, Evakuierung der unmittelbaren Umgebung und anschließende kontrollierte Unschädlichmachung durch Sprengung oder Entschärfung. Die reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden und Hilfsorganisationen ermöglichte es, die Beeinträchtigungen für die Öffentlichkeit auf ein Minimum zu beschränken.

Die Beteiligten vor Ort

Die Bewältigung der Gefahrenlage erforderte das koordinierte Zusammenspiel verschiedener Akteure. Federführend war der Kampfmittelräumdienst, der die technische Verantwortung für die Sprengung trug und die Bomben sicher zur Detonation brachte. Unterstützt wurden die Experten durch die Stadt Wiesbaden, die über das Ordnungsamt die notwendigen behördlichen Anordnungen traf. Die Feuerwehr und die Polizei waren vor Ort präsent, um die Absperrungen zu überwachen und die Evakuierung der betroffenen Bewohner sicherzustellen. Zudem waren verschiedene Hilfsorganisationen in den Einsatz eingebunden, um die betroffenen Anwohner während der Zeit ihrer Abwesenheit zu betreuen. Die Kommunikation mit der Öffentlichkeit erfolgte über die städtischen Stellen, die zeitnah über den Fortschritt der Arbeiten informierten. Auch das Bundeskriminalamt als zukünftiger Nutzer des Areals ist indirekt betroffen, da die Sondierungsarbeiten auf dem Baugelände für den geplanten Neubau durchgeführt wurden. Die Anwohner im betroffenen Radius von 300 Metern mussten ihre Wohnungen kurzzeitig verlassen, zeigten sich jedoch kooperativ, sodass die Räumung zügig abgeschlossen werden konnte.

Einordnung und offene Fragen

Einzuordnen ist der Vorfall als ein routinemäßiger, wenn auch sicherheitskritischer Vorgang bei Bauvorhaben auf ehemaligen kriegsgeschichtlichen Flächen. Den Berichten zufolge verlief der Einsatz ohne Zwischenfälle, was für die hohe Professionalität der beteiligten Einsatzkräfte spricht. Die Tatsache, dass das Ostfeld für ein so bedeutendes Projekt wie den Neubau des Bundeskriminalamtes vorgesehen ist, unterstreicht die Notwendigkeit der akribischen Sondierung. Dennoch bleiben einige Aspekte offen. So geht aus dem Quelltext nicht hervor, wie lange die Sondierungsarbeiten auf dem gesamten Areal noch andauern werden und ob mit weiteren Funden in der Zukunft zu rechnen ist. Auch zur genauen Herkunft der Bomben und deren Zustand vor der Sprengung gibt es keine detaillierten Angaben, außer dass es sich um US-amerikanische Fabrikate handelte. Ebenso ist nicht dokumentiert, ob durch die Sprengung selbst Schäden an der umliegenden Infrastruktur entstanden sind, wobei die erfolgreiche Durchführung des Einsatzes darauf hindeutet, dass die Sicherheitsmaßnahmen ausreichend dimensioniert waren. Es bleibt abzuwarten, ob die Bauarbeiten nun wie geplant fortgesetzt werden können oder ob weitere Sicherheitsüberprüfungen auf dem Gelände notwendig sind.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/kriegszerstorte-gebaudefassade-in-homs-syrien-36756018/ · Foto: mori dad
Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/zwei-weltkriegsbomben-in-wiesbaden-erfolgreich-gesprengt-v2,weltkriegsbombe-erbenheim-evakuierung-100.html