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Eintracht Frankfurt Frauen starten in Island nächste Europa-Mission
Regional · 22.09.2026 18:20

Eintracht Frankfurt Frauen starten in Island nächste Europa-Mission

Kurz: Nach dem verpassten Champions-League-Einzug richten die Eintracht Frankfurt Frauen ihren Fokus auf den Europa Cup. In Island wartet nun die erste Hürde.

Ein neuer Anlauf auf europäischer Bühne

Nachdem der Traum von der Teilnahme an der diesjährigen Champions League für die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt vorzeitig geplatzt ist, richtet sich der Blick des Bundesligisten nun entschlossen auf den Europa Cup. Die Enttäuschung über das Verpassen der Königsklasse wurde intern aufgearbeitet, sodass sich das Team voll und ganz auf die neue Herausforderung konzentrieren kann. Die Spielerinnen und das Trainerteam haben sich zum Ziel gesetzt, an die Leistungen der vergangenen Spielzeit anzuknüpfen oder diese im Idealfall sogar noch zu übertreffen. Der Startschuss für diese europäische Mission fällt am kommenden Mittwoch in Island, wo die Eintracht in der zweiten Qualifikationsrunde gefordert ist. Die Mannschaft reist mit dem klaren Vorsatz an, den Grundstein für das Erreichen der nächsten Runde zu legen und sich international erneut als feste Größe zu etablieren. Trotz der verpassten Qualifikation für den prestigeträchtigsten Wettbewerb des europäischen Fußballs herrscht im Lager der Frankfurterinnen eine positive Grundstimmung, die von dem Willen geprägt ist, sich im Europa Cup nachhaltig zu beweisen.

Die Rahmenbedingungen der Qualifikationsrunde

Die sportliche Auseinandersetzung führt die Frankfurterinnen zum isländischen Tabellenführer Hafnarfjördur. Das Hinspiel findet am Mittwoch um 19 Uhr auf isländischem Boden statt. Für die Eintracht ist dies ein wegweisendes Duell, da der Gegner als eingespielte und physisch starke Einheit gilt. Cheftrainer Niko Arnautis hat sein Team intensiv auf die Besonderheiten dieser Partie vorbereitet. Das Rückspiel, das vor heimischer Kulisse in Frankfurt ausgetragen wird, ist für den 30. September terminiert. Arnautis, der mit 46 Jahren über reichlich Erfahrung verfügt, betonte im Vorfeld, dass man das Spielgeschehen von Beginn an kontrollieren und dominieren wolle. Personell sieht die Situation für das Trainerteam erfreulich aus, da fast der gesamte Kader zur Verfügung steht. Einzige Ausnahme bildet Hayley Raso, die aufgrund einer Gelb-Roten Karte, die sie sich noch in der Champions-League-Qualifikation gegen Paris Saint-Germain eingehandelt hatte, für das Hinspiel gesperrt ist. Abgesehen von diesem Ausfall kann der Übungsleiter jedoch aus dem Vollen schöpfen, was die taktischen Optionen für die Begegnung in Island deutlich erweitert.

Rückblick und sportliche Ambitionen

Die Erwartungshaltung bei Eintracht Frankfurt ist nach der starken Vorsaison, in der das Team erst im Halbfinale des Wettbewerbs ausschied, spürbar gewachsen. Diese Erfahrung dient nun als Maßstab für den aktuellen Kader. Trainer Arnautis unterstrich, dass die Mannschaft das Potenzial habe, mindestens das Niveau des Vorjahres zu erreichen oder gar zu übertreffen. Der Prozess der Aufarbeitung nach dem Scheitern in der Champions-League-Qualifikation scheint abgeschlossen zu sein; die Spielerinnen haben den Fokus erfolgreich auf die neuen Aufgaben im Europa Cup verlagert. Die Verantwortlichen wissen um die Dynamik des Wettbewerbs und wie schnell man durch konzentrierte Leistungen weit kommen kann. Diese Zuversicht speist sich aus der Qualität des Kaders und der mannschaftlichen Geschlossenheit, die bereits in der Vergangenheit unter Beweis gestellt wurde. Den Berichten zufolge ist die Stimmung im Team trotz der anfänglichen Enttäuschung über das verpasste Saisonziel im europäischen Bereich nun wieder voll auf Sieg ausgerichtet.

Einordnung der Ausgangslage

Einzuordnen ist die aktuelle Situation der Eintracht als eine Art Neuanfang auf internationaler Ebene. Zwar ist der Europa Cup sportlich anders zu bewerten als die Champions League, doch bietet er für die Frankfurterinnen eine wichtige Bühne, um sich weiterzuentwickeln. Die Warnung von Arnautis vor dem isländischen Gegner ist dabei als professionelle Vorsicht zu verstehen, um das Team vor einer Unterschätzung des Kontrahenten zu bewahren. Dass man sich trotz der Enttäuschung über das Aus in der Königsklasse nun so fokussiert zeigt, spricht für die mentale Stärke des Kaders. Die Zielsetzung, mindestens das Halbfinale erneut zu erreichen, unterstreicht den Anspruch des Vereins, sich dauerhaft in der europäischen Spitze zu etablieren. Den Aussagen des Trainers zufolge ist das Team bereit, die spielerische Dominanz, die man aus der Bundesliga kennt, auch auf die internationale Bühne zu übertragen, um den Einzug in die nächste Runde aus eigener Kraft zu sichern.

Offene Fragen und der Ausblick

Obwohl die sportliche Marschroute klar definiert ist, bleiben einige Aspekte vor dem Anpfiff in Island noch unbeantwortet. So ist beispielsweise unklar, wie genau die taktische Aufstellung ohne die gesperrte Hayley Raso aussehen wird und welche Spielerin diese Lücke in der Offensive füllen soll. Auch über die tatsächliche Spielstärke des isländischen Tabellenführers Hafnarfjördur, der in der heimischen Liga dominiert, gibt es nur begrenzte Informationen, was die Partie zu einer gewissen Wundertüte macht. Die kommenden Tage werden zeigen, wie die Eintracht die klimatischen und spielerischen Bedingungen vor Ort adaptiert. Nach dem Hinspiel am Mittwoch wird der Fokus unmittelbar auf die Vorbereitung für das Rückspiel am 30. September in Frankfurt gerichtet. Erst nach diesem zweiten Vergleich wird feststehen, ob die Eintracht ihre europäische Mission erfolgreich fortsetzen kann. Die Fans dürfen gespannt sein, ob die Frankfurterinnen ihrer Favoritenrolle gerecht werden und den Grundstein für eine weitere erfolgreiche Europapokal-Saison legen können.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/historische-frankfurter-strasse-mit-bruckenarchitektur-30304729/ · Foto: Arlind D
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-eintracht-frankfurt-frauen-starten-in-island-naechste-europa-mission-102.html