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Yemisi Mabry - mit Wucht und Freude zur ersten deutschen EM-Medaille?
Technik · 09.08.2026 15:10

Yemisi Mabry - mit Wucht und Freude zur ersten deutschen EM-Medaille?

Kurz: Olympiasiegerin Yemisi Mabry startet bei der Leichtathletik-EM in Birmingham. Kann die Mannheimerin ihre Erfolgsgeschichte mit einer Medaille krönen?

Ein Auftakt nach Maß im Alexander Stadium

Wenn die Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham beginnen, richtet sich der Fokus des deutschen Teams früh auf eine der prominentesten Athletinnen: Yemisi Mabry. Die 27-jährige Olympiasiegerin im Kugelstoßen eröffnet den Wettbewerb am Montagvormittag. Für die Mannheimerin ist das Alexander Stadium mit seiner Kapazität von 18.000 Zuschauern die ideale Bühne. Mabry betont regelmäßig, wie sehr sie eine lautstarke Kulisse beflügelt. Ihr Ziel für den ersten Wettkampftag ist klar definiert: Sie möchte sich direkt im ersten Versuch für das abendliche Finale qualifizieren, um sich anschließend mit einem Power-Nap und einem Cappuccino optimal auf den Medaillenkampf vorzubereiten.

Auf dem Weg zur nächsten Medaille

Nachdem Mabry vor zwei Jahren in Paris unter ihrem Mädchennamen Ogunleye mit einer Weite von 20 Metern überraschend Gold gewann, hat sich ihr Status in der Weltspitze gefestigt. Auch wenn sie bei den Weltmeisterschaften in Tokio mit dem sechsten Platz hinter den Erwartungen einiger Beobachter zurückblieb, bewertet sie ihre Leistung selbstbewusst als Zugehörigkeit zur Weltelite. Mit einer Saisonbestleistung von 19,93 Metern geht sie als eine der Favoritinnen in den Ring. Die Qualifikationsnorm für das Finale wird in einem Bereich zwischen 18,50 und 18,60 Metern erwartet.

Persönliche Stärke und mentale Einstellung

Die Karriere der Athletin ist nicht nur von sportlichen Erfolgen geprägt, sondern auch von einer bemerkenswerten persönlichen Widerstandsfähigkeit. In einer ZDF-Dokumentation thematisierte sie ihre Kindheit, in der sie mit Mobbing und rassistischen Erfahrungen konfrontiert wurde. Zudem musste sie im Laufe ihrer sportlichen Laufbahn schwere Knieverletzungen überwinden. Diese Erfahrungen haben sie zu einer „Überwinderin“ geformt, die aus Fehlern lernt und stets wieder aufsteht. Ihr christlicher Glaube spielt dabei eine zentrale Rolle und dient ihr als Kraftquelle für ihre Auftritte auf der internationalen Bühne.

Gospel und Lebensfreude als Markenzeichen

Bekannt wurde Mabry nicht nur durch ihre sportliche Wucht, sondern auch durch ihre ansteckende Fröhlichkeit. Bereits während ihrer Wettkämpfe nutzt sie Gospelmusik, um sich mental einzustimmen. Diese musikalische Leidenschaft trug sie nach ihrem Olympiasieg sogar in die Pressekonferenzen und Interviews. Diese authentische Art macht sie zu einer besonderen Erscheinung im internationalen Leichtathletik-Zirkus.

Das Duell mit der Konkurrenz

Obwohl Mabry zu den Favoritinnen zählt, sieht sie die Hauptlast der Erwartungen bei der Niederländerin Jessica Schilder. Schilder führt die diesjährige Bestenliste mit einer Weite von 21,09 Metern an. Die beiden Athletinnen verbindet ein respektvolles Verhältnis; Schilder äußerte sich bereits erfreut über das bevorstehende Duell und betonte, dass sie sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornen wollen. Für Mabry, die erst Ende März den American-Football-Profi Tyler Mabry heiratete, steht bei der EM vor allem die Kombination aus Lockerheit und sportlichem Ehrgeiz im Vordergrund. Sollte die Atmosphäre im Stadion so elektrisierend sein, wie sie es sich wünscht, stehen die Chancen gut, dass sie die erste deutsche Medaille bei diesen Titelkämpfen sichern kann.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-im-schwarzen-hemd-das-einen-weissen-gebrochenen-monitor-halt-3602636/ · Foto: Marcelo Chagas
Quelle: https://www.sportschau.de/leichtathletik/em/yemisi-mabry-mit-wucht-und-freude-zur-ersten-deutschen-em-medaille,la-em-2026-birmingham-mabry-100.html