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VW-Rivale Stellantis verdreifacht operativen Gewinn
Schlagzeilen · 30.07.2026 10:48

VW-Rivale Stellantis verdreifacht operativen Gewinn

Kurz: Der Autokonzern Stellantis zeigt Anzeichen einer Erholung. Trotz schwieriger Marktbedingungen konnte der Mutterkonzern von Opel sein operatives Ergebnis deutlic

Aufwärtstrend in einem herausfordernden Marktumfeld

Der Automobilhersteller Stellantis, zu dem Marken wie Opel, Peugeot, Fiat, Citroen und Chrysler gehören, verzeichnet eine deutliche Erholung. Nach einer Phase wirtschaftlicher Schwierigkeiten konnte der Konzern für das zweite Quartal 2026 positive Signale senden. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) kletterte auf 773 Millionen Euro, was einer Marge von 1,8 Prozent entspricht. Damit übertraf das Unternehmen den Wert des Vorjahreszeitraums, in dem noch ein Einbruch von 213 Millionen Euro verzeichnet worden war, um mehr als das Dreifache.

Auch beim Umsatz zeigt sich ein Aufwärtstrend: Dieser stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich kehrte der Konzern damit in die Gewinnzone zurück und erwirtschaftete einen Überschuss von 293 Millionen Euro, nachdem im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch ein Verlust von fast 1,9 Milliarden Euro zu Buche gestanden hatte. Trotz dieser positiven Entwicklung blieben die Ergebnisse hinter den Erwartungen einiger Analysten zurück.

Nordamerika als Wachstumsmotor

Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung ist das Geschäft in Nordamerika. Dort konnte Stellantis den Absatz das vierte Quartal in Folge steigern. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 verzeichnete der Konzern in dieser Region ein Absatzplus von sechs Prozent. Diese positive Dynamik in den USA bildet ein wichtiges Gegengewicht zu den Herausforderungen in anderen Weltregionen.

Regionale Unterschiede und strategische Neuausrichtung

Während der nordamerikanische Markt als Stütze fungiert, bleibt die Situation in Europa und Asien angespannt. In Europa operiert der Konzern weiterhin in der Verlustzone. In der Region Asien-Pazifik musste Stellantis deutliche Rückgänge hinnehmen; der Absatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 29 Prozent, obwohl die Lieferungen im Juni 2026 einen Höchststand für das erste Halbjahr erreichten.

Um die Präsenz auf dem chinesischen Markt langfristig zu sichern, hat Stellantis eine strategische Partnerschaft mit der Dongfeng Motor Corporation (DFM) geschlossen. Ziel der Kooperation ist die gemeinsame Entwicklung und Produktion von Peugeot- und Jeep-Modellen. Die Fertigung der ersten Fahrzeuge in einem Werk in Wuhan ist bereits für das kommende Jahr geplant.

Ausblick und Unternehmensstrategie

Stellantis-Chef Antonio Filosa äußerte sich zuversichtlich hinsichtlich der weiteren Umsetzung der Unternehmensstrategie „FaSTLAne 2030“. Er betonte, dass die geplanten Produkteinführungen für das laufende Jahr planmäßig verlaufen. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds, in dem auch andere große Autobauer mit Umsatzeinbrüchen und notwendigen Sparmaßnahmen kämpfen, hält das Management an den Prognosen für das Gesamtjahr fest.

Die Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2026 umfasst ein Nettoumsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich sowie eine bereinigte operative Gewinnmarge im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Mit dem im Mai vorgestellten langfristigen Geschäftsplan versucht der Konzern, die Verkaufszahlen nachhaltig zu stabilisieren und die Krise hinter sich zu lassen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/neues-rathaus-hannover-22813505/ · Foto: Daniel Lengies
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/stellantis-opel-gewinnplus-100.html