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Schlagzeilen · 23.09.2026 20:34

Iran wehrt sich vor UN gegen Trump-Drohungen

Kurz: Bei der UN-Generaldebatte in New York hat Irans Präsident Peseschkian Trumps Drohungen zurückgewiesen, während zeitgleich erste Gespräche stattfanden.

Was geschehen ist – die Kernmeldung ausführlich

Im Rahmen der UN-Generaldebatte in New York ist es zu einem deutlichen Schlagabtausch zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten gekommen. Der iranische Präsident Massud Peseschkian nutzte seine Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen, um die internationale Ordnung als ein System der „Gewalttätigen“ zu kritisieren. Dabei wies er die Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump entschieden zurück. Peseschkian betonte, dass der Iran niemals vor den Forderungen der USA in die Knie gehen werde. Er stellte klar, dass sein Land nicht als Terrorist agiere, sondern sich selbst als Opfer von Terrorismus verstehe. Die Rede markierte einen neuen Höhepunkt in der diplomatischen Konfrontation, wobei der US-Vertreter während des Vortrags von Peseschkian demonstrativ den Saal verließ. Trotz der harten Worte auf der großen Bühne fanden am Rande der Generaldebatte erstmals seit Monaten wieder direkte Verhandlungen zwischen Vertretern der beiden Konfliktparteien statt. Dieser Austausch, der laut US-Angaben etwa drei Stunden dauerte, wird von beiden Seiten unterschiedlich bewertet, deutet jedoch auf einen vorsichtigen Versuch hin, den festgefahrenen Konflikt auf diplomatischer Ebene zu adressieren, während die militärischen Spannungen in der Region, etwa in der Straße von Hormus, unvermindert anhalten.

Die Einzelheiten – Zahlen, Namen, Orte und Zitate

Die Ereignisse in New York am 23. September 2026 waren von einer Mischung aus scharfer Rhetorik und diskreten Verhandlungen geprägt. US-Präsident Donald Trump hatte bereits am Vortag zum Auftakt der Generaldebatte zwei Optionen für den Iran skizziert: Entweder ein Abkommen, das dem Land wirtschaftliche Stärke ermöglichen würde, oder die vollständige Vernichtung der Islamischen Republik. Peseschkian konterte in seiner Rede am 23. September mit der Ablehnung der „Sprache der Gewalt“. Er forderte, dass militärische Macht nicht an die Stelle der Legitimität treten dürfe und Sanktionen nicht die Diplomatie ersetzen sollten. Ein zentraler Punkt der Auseinandersetzung bleibt das Atomprogramm: Peseschkian bekräftigte, dass der Iran keine Atomwaffen anstrebe, aber an der zivilen Nutzung der Kernenergie festhalten werde. Die USA hatten die Zerstörung des iranischen Atompotenzials als einen der Hauptgründe für ihren Angriff Ende Februar genannt. Die Verhandlungen am Rande der UN wurden von US-Seite durch Steve Witkoff und Jared Kushner geführt. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi war ebenfalls in New York präsent und traf sich unter anderem mit dem deutschen Außenminister Johann Wadephul. Laut der „New York Times“ fungieren Katar und Pakistan als Vermittler in diesem Prozess.

Hintergrund – Vorgeschichte und bisheriger Verlauf

Der aktuelle Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat sich seit Beginn des Jahres massiv verschärft. Ende Februar begannen die USA mit militärischen Angriffen auf den Iran, wobei sie als offizielles Ziel die Unterbindung des iranischen Atomwaffenprogramms angaben. Seitdem ist die Region von ständigen Eskalationen geprägt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Straße von Hormus, einer strategisch lebenswichtigen Wasserstraße. Die iranische Revolutionsgarde meldete am 6. September Angriffe auf mehrere US-Tanker, was den Druck auf die internationalen Schifffahrtswege weiter erhöhte. Bereits im August war die Region durch die Auswirkungen des sechsmonatigen Krieges stark gezeichnet. US-Präsident Trump und der israelische Premierminister Netanjahu hatten ursprünglich auf einen schnellen militärischen Durchmarsch gesetzt, was sich jedoch als langwieriger und komplexer erwies. Die diplomatische Lage ist zudem durch gegenseitige Anschuldigungen belastet; beide Seiten behaupten regelmäßig, die Gegenseite habe um Gespräche gebettelt, was eine objektive Einschätzung der Gesprächsbereitschaft erschwert. Der aktuelle Austausch in New York ist der erste direkte Kontakt seit Monaten und findet in einem Umfeld statt, in dem sowohl militärische Blockaden als auch wirtschaftliche Sanktionen den Alltag bestimmen.

Die Beteiligten – Personen und Institutionen

Die Akteure in diesem diplomatischen und militärischen Tauziehen sind vielfältig. Auf iranischer Seite steht Präsident Massud Peseschkian, der die Linie der Islamischen Republik vor der Weltöffentlichkeit vertritt, unterstützt durch Außenminister Abbas Araghtschi, der die konkreten Forderungen für die Öffnung der Straße von Hormus kommunizierte. Auf US-Seite führt Präsident Donald Trump die Politik an, wobei sein Unterhändler Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner die operativen Gespräche leiten. Die Rolle der Vermittler nehmen nach Berichten der „New York Times“ Katar und Pakistan ein. Auf europäischer Ebene tritt der deutsche Außenminister Johann Wadephul als Vertreter der Bundesregierung und des E3-Formats (Deutschland, Frankreich, Großbritannien) auf. Er forderte den Iran bei einem Treffen mit Araghtschi auf, sich konstruktiv an Verhandlungen zu beteiligen und den „Würgegriff“ in der Straße von Hormus zu lösen. Die iranische Revolutionsgarde bleibt als militärischer Akteur in der Region präsent und sorgt durch ihre Aktionen in der Straße von Hormus für direkte Konfrontationen mit US-Interessen.

Einordnung – Was das bedeutet

Einzuordnen ist das Geschehen als ein hochkomplexes Spiel um Macht und Legitimität. Den Berichten zufolge ist die Rhetorik vor der UN-Vollversammlung primär an das jeweilige heimische Publikum sowie die internationale Gemeinschaft gerichtet, um Stärke zu demonstrieren. Dass es trotz der scharfen Worte von Trump über die „Vernichtung“ des Iran zu dreistündigen Verhandlungen kam, deutet darauf hin, dass die diplomatischen Kanäle trotz der militärischen Auseinandersetzung nicht vollständig abgebrochen sind. Die Forderungen des Irans – Aufhebung der Seeblockade, Auszahlung eingefrorener Vermögenswerte und Ende des Krieges – sind als Maximalforderungen zu verstehen, die den Verhandlungsspielraum abstecken. Die Teilnahme der USA an diesen Gesprächen, selbst wenn sie über Vermittler wie Katar und Pakistan laufen, zeigt, dass Washington trotz der militärischen Überlegenheit nach einem Ausweg aus der festgefahrenen Situation sucht. Die deutsche Forderung nach einer „glaubhaften“ Teilnahme an Verhandlungen spiegelt die Sorge der europäischen Staaten wider, dass eine unkontrollierte Eskalation im Golf gravierende Folgen für die globale Stabilität und Energieversorgung haben könnte.

Offene Fragen – Was der Quelltext nicht beantwortet

Der vorliegende Quelltext lässt eine Reihe von Fragen offen, die für das Verständnis der weiteren Entwicklung entscheidend wären. So bleibt völlig unklar, welche konkreten inhaltlichen Fortschritte bei den dreistündigen Verhandlungen in New York erzielt wurden, da beide Seiten keine Details veröffentlichten. Auch die Behauptungen über die „Bettelei“ um Gespräche lassen sich nicht unabhängig verifizieren, was den tatsächlichen Willen beider Parteien zu einem echten Kompromiss verschleiert. Unbeantwortet bleibt zudem, wie die USA auf die iranischen Bedingungen zur Öffnung der Straße von Hormus – insbesondere die Forderung nach einer Aufhebung der Seeblockade – reagieren werden. Es gibt keine Informationen darüber, ob die USA bereit sind, ihre militärische Präsenz oder ihre wirtschaftlichen Sanktionen als Gegenleistung für eine Deeskalation in der Straße von Hormus zu lockern. Ebenso ist unklar, wie groß der tatsächliche Einfluss der Vermittler Katar und Pakistan auf die beiden Konfliktparteien ist und ob diese Staaten über ein Mandat für weitergehende Verhandlungen verfügen oder lediglich als Kommunikationskanal dienen.

Wie es weitergeht – Angekündigte Schritte

Die diplomatischen Bemühungen sollen in den kommenden Tagen und Wochen fortgesetzt werden. Laut dem US-Unterhändler Steve Witkoff werden die Vermittler ihre Arbeit fortsetzen, in der Hoffnung, dass die Gesprächsrunde konstruktiv bleibt. Es gibt zudem Spekulationen über ein direktes Treffen der Präsidenten der USA und des Irans, das ein iranischer Parlamentsabgeordneter für wahrscheinlich hielt, für das es jedoch bisher keine offizielle Bestätigung oder einen Termin gibt. Die internationale Gemeinschaft, insbesondere das E3-Format, hat ihre Bereitschaft erklärt, die Vermittlungsbemühungen weiter zu unterstützen. Ein konkreter Zeitplan für weitere Verhandlungsrunden wurde im Quelltext nicht genannt. Die Situation bleibt somit volatil, wobei die nächsten Schritte maßgeblich davon abhängen werden, ob die informellen Gespräche in New York zu einem offiziellen Verhandlungsmandat führen oder ob die militärischen Spannungen in der Straße von Hormus erneut die Oberhand gewinnen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/peseschkian-rede-un-100.html