Erfolgreicher Härtetest unter ungewöhnlichen Bedingungen
Eintracht Frankfurt bleibt in der aktuellen Vorbereitungsphase in der Erfolgsspur. In einem ungewöhnlichen Testspiel-Format, das über eine Gesamtdistanz von 120 Minuten ausgetragen wurde, setzte sich die Eintracht gegen den englischen Erstliga-Aufsteiger Hull City mit 2:0 durch. Vor rund 2.500 Zuschauern im Sportpark Dreieich unterstrichen die Frankfurter ihre derzeitige Defensivstärke: Auch im vierten Testspiel der laufenden Vorbereitung blieb das Team ohne Gegentor.
Taktische Experimente und personelle Einblicke
Trainer Adi Hütter nutzte die Partie, um seinem Kader umfassende Spielpraxis zu verschaffen. Während die erste Elf die ersten 60 Minuten bestritt, kam nach dem Seitenwechsel eine vollständig neue Formation zum Einsatz. Dabei standen vor allem die Neuzugänge und Rückkehrer im Fokus der Beobachtung.
Raphael Onyedika feierte sein Debüt im defensiven Mittelfeld. Der Neuzugang zeigte eine solide Leistung, auch wenn er sich noch an das neue Umfeld gewöhnen muss; neben physisch starken Zweikampfszenen unterlief ihm ein auffälliger Abspielfehler. Auch Arthur Theate, der nach seinem WM-Urlaub zum Kader stieß, präsentierte sich in der zweiten Spielhälfte in einer überzeugenden Verfassung. Dies ist besonders vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass der Verein den Innenverteidiger laut Berichten in den kommenden Wochen abgeben möchte.
Spielverlauf: Effizienz führt zum Erfolg
Die Eintracht agierte über die gesamte Distanz als das spielbestimmende Team, ließ jedoch in der ersten Hälfte einige Gelegenheiten ungenutzt. Jonathan Burkardt, Ritsu Doan und Younes Ebnoutalib verpassten zunächst den Führungstreffer. Auf der Gegenseite hatten die Frankfurter Glück, dass ein Foulspiel von Julian Etse im Strafraum ungeahndet blieb und den Engländern ein möglicher Elfmeter verwehrt wurde.
Der Knoten platzte schließlich in der 56. Minute: Ein präziser weiter Abschlag von Torhüter Kaua Santos leitete den Treffer ein, den Jonathan Burkardt zur Führung verwertete. Nach der Pause und dem kompletten personellen Umbruch sorgte Youngster Love Arrhov in der 71. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck für den 2:0-Endstand. Auch der Angreifer Elye Wahi, dessen Zukunft bei der Eintracht ebenfalls als offen gilt, erhielt in der Schlussphase noch Einsatzzeit.
Ausblick auf die weitere Vorbereitung
Nicht alle Akteure konnten am Samstag mitwirken. Nnamdi Collins fehlte weiterhin aufgrund einer Blessur. Die Neuzugänge Noel Aseko und Otavio absolvierten lediglich individuelle Einheiten, um ihren Trainingsrückstand aufzuholen. Besonders bei Otavio gibt es jedoch positive Nachrichten: Nachdem die Spielgenehmigung für den brasilianischen Innenverteidiger nun vorliegt, ist ein Einsatz im kommenden Testspiel gegen den FSV Frankfurt am Mittwoch geplant.
Die Eintracht zeigt sich damit gut gerüstet für die kommenden Aufgaben. Die Kombination aus einer stabilen Defensive und der Fähigkeit, auch bei personellen Wechseln den Spielfluss aufrechtzuerhalten, bildet das Fundament für die bisher makellose Bilanz in dieser Vorbereitungsphase.