Was geschehen ist – die Kernmeldung ausführlich
Die Geschichte von Matthew Rhys und Keri Russell ist eine jener Erzählungen, die Hollywood so liebt: Zwei Co-Stars finden während der Dreharbeiten zueinander und werden zu einem festen Paar. Doch hinter der glänzenden Fassade des mittlerweile seit zwölf Jahren bestehenden Verhältnisses verbirgt sich eine komplexere Realität, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. In einem aktuellen Interview-Podcast der »New York Times« gab der 51-jährige Schauspieler Matthew Rhys nun seltene Einblicke in die Anfänge seiner Beziehung zu Keri Russell. Auf die direkte Frage der Journalistin Lulu Garcia-Navarro, was ihm durch den Kopf gegangen sei, als er merkte, dass er sich am Set der gemeinsamen Erfolgsserie »The Americans« in seine Kollegin verliebte, antwortete Rhys mit einer entwaffnenden Ehrlichkeit: »Oh nein«. Diese knappe, aber vielsagende Reaktion verdeutlicht, dass der Beginn ihrer Romanze keineswegs unbeschwert war. Rhys betonte, dass er sich keinesfalls leichtfertig auf diese Verbindung eingelassen habe. Die Situation war damals von äußeren Umständen geprägt, die eine unbeschwerte Liebe erschwerten, doch letztlich, so beschreibt es der Schauspieler heute, sei das Gefühl so stark gewesen, dass er nicht dagegen ankämpfen konnte. Er bezeichnet den Verlauf der Dinge rückblickend als vorbestimmt, als etwas, das schlichtweg geschehen musste.
Die Einzelheiten der Beziehung
Die Anfänge der Verbindung zwischen den beiden Schauspielern lassen sich zeitlich gut einordnen. Erste Berichte über eine mögliche Beziehung zwischen Rhys und Russell tauchten Ende 2013 auf. Zu diesem Zeitpunkt war Keri Russell, heute 50 Jahre alt, zwar bereits von ihrem langjährigen Partner Shane Deary getrennt, jedoch offiziell noch verheiratet. Die familiäre Situation war zudem durch die Anwesenheit ihrer beiden Kinder, der 2012 geborenen Tochter Willa und des fünf Jahre älteren Sohnes River, geprägt. Diese privaten Umstände machten die Situation für den damals beginnenden Prozess des Kennenlernens kompliziert. Das Paar hielt seine Beziehung zunächst strikt aus der Öffentlichkeit heraus, bis sie im April 2014 erstmals gemeinsam bei einer Date-Night in New York City gesichtet wurden. Im Januar 2016 folgte dann die öffentliche Bekanntgabe, dass die beiden ein gemeinsames Kind erwarten. Ihr Sohn Sam Evans kam schließlich im Mai 2016 zur Welt. Seit 2014 gelten sie offiziell als Paar und haben sich in der Branche als festes Gespann etabliert, das sowohl privat als auch beruflich eine Einheit bildet.
Hintergrund und bisheriger Verlauf
Die berufliche Basis ihrer Beziehung war die gefeierte Serie »The Americans«, in der beide die Hauptrollen übernahmen. Über sechs Staffeln hinweg verkörperten sie ein Spion-Paar, eine Rolle, die sie eng miteinander verknüpfte. Die Serie endete im Jahr 2018, doch die gemeinsame Zeit vor der Kamera prägte ihre öffentliche Wahrnehmung nachhaltig. Während ihrer Zusammenarbeit festigte sich nicht nur ihre private Bindung, sondern auch ihr Status als sogenanntes »Emmy-Power Couple«. Matthew Rhys konnte für seine schauspielerische Leistung in der letzten Staffel der Serie im Jahr 2018 einen Emmy entgegennehmen. Keri Russell hingegen blieb diese Auszeichnung trotz zahlreicher Nominierungen – konkret in den Jahren 2016, 2017 und 2018 – während ihrer Zeit bei »The Americans« verwehrt. Die Dynamik zwischen den beiden, die sich durch die gemeinsame Arbeit am Set entwickelte, war von Anfang an durch die Herausforderung geprägt, Privates und Berufliches in einem hochprofessionellen Umfeld zu trennen, während die Weltöffentlichkeit ihre Entwicklung genau beobachtete.
Die Beteiligten und ihre Rollen
Im Zentrum dieser Betrachtung stehen zweifellos Matthew Rhys und Keri Russell selbst. Während Rhys in dem Podcast-Interview sehr offen über seine damaligen emotionalen Zweifel sprach, bleibt Keri Russell in der aktuellen Berichterstattung eher in der Rolle derjenigen, die durch ihre beruflichen Erfolge und die gemeinsame Familiengeschichte mit Rhys verbunden ist. Als weitere Akteurin ist die Journalistin Lulu Garcia-Navarro zu nennen, die als Interviewerin im Podcast der »New York Times« die kritischen Fragen stellte und damit die Reflexionen des 51-Jährigen erst ermöglichte. Auch die Kinder der beiden, Willa, River und der gemeinsame Sohn Sam Evans, sind als Teil des familiären Gefüges betroffen, auch wenn sie selbst nicht aktiv in den Medien auftreten. Institutionell sind zudem die Produktionsfirmen und Streaming-Dienste wie Apple TV und Netflix relevant, da sie die Plattformen für die aktuellen Projekte der beiden Schauspieler bereitstellen, die wiederum die Grundlage für die diesjährigen Emmy-Nominierungen bilden.
Einordnung der Situation
Einzuordnen ist das Geständnis von Matthew Rhys als ein Moment der menschlichen Ehrlichkeit in einer Branche, die oft von perfekt inszenierten Partnerschaften lebt. Dass Rhys zugibt, den Beginn der Beziehung hinterfragt zu haben, unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der er die damalige Situation bewertete. Den Berichten zufolge ist es bemerkenswert, dass trotz der langen gemeinsamen Zeit und der intensiven beruflichen Zusammenarbeit keine Konkurrenz zwischen den beiden besteht. Rhys betonte explizit, dass sie sehr unterschiedliche Menschen seien, deren Einstellung zur Schauspielerei sich grundlegend unterscheide. Diese Differenzierung ist wichtig, um zu verstehen, warum das Paar trotz gemeinsamer Emmy-Nominierungen in verschiedenen Kategorien oder für unterschiedliche Projekte nicht als Rivalen wahrgenommen wird. Die gegenseitige Unterstützung, etwa wenn Rhys äußert, er würde fluchen, falls Russell bei den kommenden Emmys erneut leer ausgehen sollte, zeigt eine tiefe Verbundenheit, die über den beruflichen Erfolg hinausgeht und die Dynamik ihrer langjährigen Partnerschaft unterstreicht.
Offene Fragen und Lücken
Der vorliegende Quelltext lässt einige Fragen unbeantwortet, die für ein vollständiges Bild der Situation von Interesse wären. So bleibt beispielsweise unklar, wie genau die Kinder der beiden mit der öffentlichen Aufmerksamkeit umgehen oder wie die private Arbeitsteilung im Alltag eines so prominenten Schauspielerpaares aussieht. Auch die Details der Trennung von Keri Russell und ihrem damaligen Ehemann Shane Deary werden nur am Rande erwähnt, ohne dass die Hintergründe oder die Auswirkungen auf die Kinder weiter beleuchtet werden. Ebenso wenig erfährt der Leser, wie die beiden Schauspieler heute, Jahre nach dem Ende von »The Americans«, ihre gemeinsame Zeit am Set aus einer rein künstlerischen Perspektive bewerten, jenseits der persönlichen Verliebtheit. Auch bleibt offen, ob es konkrete Pläne für eine erneute Zusammenarbeit vor der Kamera gibt, abgesehen von der allgemeinen Aussage von Rhys, dass er jederzeit wieder mit ihr arbeiten würde.
Wie es weitergeht
Der Blick richtet sich nun auf die kommenden Ereignisse im September, wenn die diesjährigen Emmys verliehen werden. Für das Paar ist dies ein besonderer Moment, da beide für verschiedene Projekte nominiert sind. Matthew Rhys geht mit drei Nominierungen für die Apple-TV-Serie »Widow’s Bay« sowie die Thrillerserie »The Beast in Me« ins Rennen. Keri Russell ist für ihre Rolle in der Netflix-Serie »Diplomatische Beziehungen« gleich zweimal nominiert, sowohl als Hauptdarstellerin als auch als Executive Produzentin. Die Spannung ist groß, insbesondere da Russell bisher noch keinen Emmy gewinnen konnte, obwohl sie bereits achtmal nominiert wurde. Während »Widow’s Bay« bereits um eine zweite Staffel verlängert wurde und als Favorit gilt, bleibt abzuwarten, ob die diesjährige Preisverleihung einen weiteren Meilenstein in der Karriere der beiden Schauspieler markieren wird. Die Termine für die Preisverleihung im September sind somit der nächste wichtige Fixpunkt für das Paar.