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Google Maps kann bald Essen bestellen: Welche Einschränkungen es noch gibt
Technik · 10.08.2026 09:58

Google Maps kann bald Essen bestellen: Welche Einschränkungen es noch gibt

Kurz: Google Maps entwickelt sich zum persönlichen Assistenten: Dank KI-Integration sollen Nutzer bald direkt Essen bestellen und Hotelbuchungen vornehmen können.

Vom reinen Kartendienst zum persönlichen Assistenten

Google Maps wandelt sich grundlegend: Was einst als reines Navigationswerkzeug begann, entwickelt sich zunehmend zu einer umfassenden Plattform für den Alltag. Bereits im März 2026 führte Google die Funktion „Ask Maps“ ein, die es Nutzern ermöglicht, kontextbezogene Fragen an die Anwendung zu richten. Ein Beispiel hierfür ist die Suche nach Lademöglichkeiten für das Smartphone, wenn der Akku zur Neige geht. Die KI hinter der Anwendung versteht die spezifische Situation des Nutzers und schlägt passende Orte vor.

Nun geht Google einen Schritt weiter und stattet den Dienst mit sogenannten agentischen Fähigkeiten aus. Diese basieren auf dem KI-Modell Gemini und sollen in der Lage sein, komplexe Aufgaben, die mehrere Einzelschritte erfordern, eigenständig zu bewältigen.

Essensbestellungen direkt über die Karte

Die erste große Neuerung betrifft die Gastronomie. Nutzer sollen künftig in der Lage sein, über Google Maps direkt Essen bei ihrem Lieblingsrestaurant zur Abholung zu bestellen. Der Prozess ist dabei als Dialog mit der KI konzipiert: Ein Nutzer äußert den Wunsch, ein bestimmtes Gericht bei einem Restaurant auf dem Heimweg abzuholen. Google Maps übernimmt daraufhin die Suche nach dem Lokal, stellt das gewünschte Menü zusammen und legt es in den digitalen Warenkorb.

Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Einbindung der sogenannten Personal Intelligence. Die Anwendung greift auf hinterlegte Vorlieben und Ernährungsbedürfnisse des Nutzers zurück. Wenn dieser der KI die Entscheidung überlässt, fließen favorisierte Restaurants und individuelle Präferenzen direkt in den Auswahlprozess ein. Nach der Zusammenstellung erhält der Nutzer eine Übersicht zur finalen Bestätigung.

Einschränkungen bei der Verfügbarkeit

Trotz der technologischen Fortschritte gibt es derzeit noch deutliche Beschränkungen. Die neue Funktion ist nicht universell für jedes Restaurant verfügbar. Zum Start ist Google auf die Zusammenarbeit mit spezifischen Partnerunternehmen angewiesen. Dazu zählen aktuell Square und Toast; eine Kooperation mit Uber Eats ist für die Zukunft bereits in Planung.

Zudem ist der Rollout geografisch stark begrenzt. Die neuen Funktionen stehen vorerst ausschließlich Nutzern in den USA zur Verfügung. Google hat jedoch bereits angekündigt, dass weitere Regionen in den kommenden Monaten und Jahren folgen sollen.

Reiseplanung und Buchungen als nächste Stufe

Neben der Gastronomie plant Google, die agentischen Fähigkeiten von „Ask Maps“ auf den Reise- und Freizeitsektor auszuweiten. Dies umfasst die Suche nach Hotels sowie die Buchung von Tickets für Veranstaltungen.

Die KI soll hierbei als intelligenter Reiseplaner fungieren. Ein Nutzer könnte beispielsweise nach einem Hotel suchen, das spezifische Kriterien erfüllt: eine gute Bewertung, ein moderater Preis, ein künstlerisches Ambiente sowie eine günstige Lage in der Nähe von Fitnessstudios und Restaurants. Google Maps vergleicht daraufhin die Preise verschiedener Anbieter für den gewünschten Zeitraum. Ist die Entscheidung für ein Zimmer oder ein Ticket gefallen, soll die Buchung direkt aus der App heraus abgeschlossen werden können.

Einordnung der Entwicklung

Die Integration dieser Funktionen markiert einen strategischen Wandel. Google versucht, den Nutzer innerhalb seines Ökosystems zu halten, indem es den gesamten Prozess – von der Suche über den Vergleich bis hin zur Transaktion – in einer einzigen Anwendung bündelt. Für den Endnutzer bedeutet dies eine potenzielle Zeitersparnis, da der Wechsel zwischen verschiedenen Apps oder Webseiten entfällt. Ob sich diese Komfortsteigerung im Alltag durchsetzt, wird maßgeblich davon abhängen, wie präzise die KI die individuellen Wünsche interpretieren kann und wie breit das Netzwerk an unterstützten Partnern in den jeweiligen Regionen ausgebaut wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/hande-festhalten-halten-armbander-5448160/ · Foto: Theo Decker
Quelle: https://www.heise.de/news/Google-Maps-kann-bald-Essen-bestellen-Welche-Einschraenkungen-es-noch-gibt-11404622.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag