Was geschah am Samstagabend im Dortmunder Stadion
Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison hat Borussia Dortmund in einem hochkarätigen Testspiel gegen den italienischen Traditionsverein AS Rom ein 2:2-Unentschieden erreicht. Die Partie, die am Samstagabend stattfand, diente für den BVB als letzter wichtiger Härtetest vor dem anstehenden Supercup. Der Spielbeginn verzögerte sich aufgrund technischer Probleme mit einem der Tornetze, doch nach dem Anpfiff entwickelte sich ein ereignisreiches Duell. Die Gäste aus Rom erwischten einen deutlich besseren Start und gingen bereits in der Anfangsphase durch Treffer von Paulo Dybala und Bryan Cristante mit 2:0 in Führung. Borussia Dortmund bewies jedoch Moral, fand schnell ins Spiel zurück und glich noch vor der Halbzeitpause durch Tore von Julian Ryerson und Serhou Guirassy aus. Trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten in der zweiten Spielhälfte blieb es bei diesem leistungsgerechten Remis. Das Trainerteam um Niko Kovac konnte dabei wichtige Erkenntnisse über den aktuellen Fitnesszustand und das Zusammenspiel der Mannschaft gewinnen, wobei insbesondere die Integration neuer Akteure in den Fokus rückte.
Die Einzelheiten des Spielverlaufs und die Akteure
Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Bereits in der 4. Minute traf Paulo Dybala nach einem präzisen Schuss aus sieben Metern zur frühen Führung für die AS Rom. Nur fünf Minuten später erhöhte Bryan Cristante (9.) nach einer Ecke von Dybala per Kopf auf 2:0. Die Dortmunder Antwort folgte prompt: Julian Ryerson (12.) verkürzte nach einer Flanke von Konstantinos Karetsas und einem Zuspiel von Daniel Svensson. In der 28. Minute gelang Serhou Guirassy der verdiente Ausgleich, als er eine Freistoßflanke von Ryerson mit der Fußspitze über die Linie beförderte. Auf der Gegenseite vergab Devyne Rensch (29.) nach einer Vorlage des ehemaligen Dortmunders Donyell Malen die erneute Führung für die Gäste. Nach der Pause dominierte der BVB das Geschehen. Konstantinos Karetsas traf in der 48. Minute die Latte, und auch in der 51. Minute scheiterte er an Roms Torhüter Mile Svilar. Ein Treffer von Marcel Sabitzer (68.) wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Kurz vor Schluss rettete Gregor Kobel mit einer Parade gegen einen Freistoß von Dybala das Unentschieden.
Hintergrund und bisheriger Verlauf der Vorbereitung
Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit verlief für den BVB bisher intensiv und abwechslungsreich. Erst eine Woche vor dem Duell mit der AS Rom konnte die Mannschaft einen beachtlichen 3:2-Erfolg gegen den englischen Meister und Champions-League-Finalisten FC Arsenal verbuchen. In diesem Spiel trugen sich Samuele Inacio, Konstantinos Karetsas und Joane Gadou in die Torschützenliste ein. Der Test gegen Rom bildete nun den Abschluss dieser Serie von hochkarätigen Vorbereitungsspielen. Die Integration neuer Spieler stand dabei im Vordergrund, wobei der Verein auch auf dem Transfermarkt aktiv war. So wurde beispielsweise der Transfer von Konstantinos Karetsas vom KRC Genk mit einer Ablösesumme von bis zu 33 Millionen Euro realisiert. Auch der 19-jährige Innenverteidiger Joane Gadou, der vom FC Red Bull Salzburg kam, wurde bereits in die Startelf berufen. Die Vorbereitung war zudem geprägt von der Rückkehr einzelner Spieler aus dem Urlaub, wie etwa Julian Ryerson, der nach seinem WM-Einsatz erst spät zum Team stieß.
Die Beteiligten: Wer stand auf dem Platz und wer fehlte
Die Aufstellung von BVB-Trainer Niko Kovac war von einigen personellen Veränderungen und Ausfällen geprägt. In der Startelf standen mit dem 19-jährigen Joane Gadou und dem 18-jährigen Konstantinos Karetsas zwei vielversprechende Neuzugänge. Im Tor vertraute das Trainerteam auf Gregor Kobel, der insbesondere in der Schlussphase seine Klasse unter Beweis stellte. Auf der Gegenseite setzte die AS Rom auf Leistungsträger wie Paulo Dybala und den Ex-Dortmunder Donyell Malen, der als Vorlagengeber für die Gäste in Erscheinung trat. Personell musste der BVB jedoch einige Rückschläge hinnehmen: Neben den Langzeitverletzten Emre Can und Nico Schlotterbeck fehlten Waldemar Anton aufgrund von Trainingssteuerung, Maximilian Beier wegen einer Knieverletzung sowie Carney Chukwuemeka, der über muskuläre Probleme klagte. Auch abseits des Platzes gibt es Bewegung, wie der Ausstieg aus dem Transferpoker um Said El Mala oder die neue Rolle von Alexandra Popp beim BVB zeigen.
Einordnung der Leistung und sportliche Bedeutung
Einzuordnen ist das Unentschieden gegen die AS Rom als ein wichtiger Gradmesser für die Form des BVB kurz vor dem Saisonstart. Den Berichten zufolge zeigte die Mannschaft eine beachtliche Reaktion auf den frühen 0:2-Rückstand, was für die mentale Stärke des Kaders spricht. Die Tatsache, dass der BVB gegen einen international erfahrenen Gegner wie die AS Rom spielerisch über weite Strecken die Oberhand behielt, deutet auf ein funktionierendes taktisches System unter Niko Kovac hin. Besonders die offensive Ausrichtung mit jungen Talenten wie Karetsas zeigt, dass der Verein auf eine Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan setzt. Dennoch offenbarten die Gegentore in der Anfangsphase eine gewisse Anfälligkeit bei Standardsituationen und defensiver Unaufmerksamkeit. Das 2:2 ist somit als ein leistungsgerechtes Ergebnis zu werten, das zwar Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gibt, aber auch aufzeigt, dass bis zum Pflichtspielauftakt noch an der defensiven Stabilität gearbeitet werden muss, um gegen hochkarätige Gegner wie den FC Bayern bestehen zu können.
Offene Fragen zur aktuellen Situation
Obwohl das Testspiel gegen die AS Rom viele Erkenntnisse lieferte, bleiben einige Fragen vor dem Pflichtspielauftakt unbeantwortet. Es ist unklar, wie lange die verletzten Spieler wie Maximilian Beier und Carney Chukwuemeka tatsächlich ausfallen werden und ob sie für den Supercup gegen den FC Bayern rechtzeitig wieder einsatzbereit sein werden. Auch bezüglich der langfristigen taktischen Ausrichtung unter Trainer Niko Kovac bleibt abzuwarten, ob die gezeigte offensive Spielweise auch gegen defensivstärkere Gegner in der Bundesliga Bestand haben wird. Zudem lässt der Quelltext offen, wie die genaue Rollenverteilung im Mittelfeld aussehen wird, wenn alle Spieler wieder fit sind. Auch die langfristige Integration der jungen Neuzugänge wie Gadou und Karetsas in den Stammkader ist ein Prozess, dessen Erfolg sich erst in den kommenden Wochen unter dem Druck der Pflichtspiele zeigen wird. Die genauen Hintergründe für den Ausstieg aus dem Transferpoker um Said El Mala werden ebenfalls nicht weiter ausgeführt.
Der weitere Zeitplan bis zum Saisonstart
Für Borussia Dortmund beginnt nun die heiße Phase der Saisonvorbereitung, da der erste Pflichtspieltermin unmittelbar bevorsteht. Am kommenden Samstag, dem 22. August 2026, steht um 20:30 Uhr der Franz-Beckenbauer-Supercup auf dem Programm. Dabei trifft der Vizemeister aus Dortmund auf den deutschen Meister und Pokalsieger FC Bayern München. Dieses Spiel gilt als erster großer Härtetest unter Wettbewerbsbedingungen. Nur eine Woche später, am 29. August 2026 um 18:30 Uhr, startet der BVB in die neue Bundesliga-Saison mit einem Heimspiel gegen den Hamburger SV. Direkt im Anschluss folgt die erste Runde im DFB-Pokal: Am 1. September 2026 um 20:45 Uhr muss das Team auswärts beim Oberligisten HEBC Hamburg antreten. Das Trainerteam und die Mannschaft stehen nun unter dem Druck, die Erkenntnisse aus den Testspielen gegen Arsenal und die AS Rom in die kommenden Pflichtspiele zu übertragen, um einen erfolgreichen Saisonstart zu gewährleisten.