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DFB: Gruda verpasst Länderspiele - keine Nachnominierung
Sport · 21.09.2026 20:28

DFB: Gruda verpasst Länderspiele - keine Nachnominierung

Kurz: Brajan Gruda fällt für die anstehenden DFB-Länderspiele aus. Der Offensivspieler von RB Leipzig muss wegen einer Bauchmuskelzerrung passen.

Ein herber Rückschlag für das DFB-Debüt

Der Traum vom ersten Einsatz in der deutschen A-Nationalmannschaft muss für Brajan Gruda vorerst warten. Wie der Bundesligist RB Leipzig am Montag offiziell bekannt gab, wird der 22-jährige Offensivspieler die anstehenden Länderspielverpflichtungen nicht wahrnehmen können. Grund für den kurzfristigen Ausfall ist eine Bauchmuskelzerrung, die sich der junge Profi am vergangenen Sonntag während der Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen zugezogen hatte. Das Spiel, das für die Leipziger mit einer 0:2-Niederlage endete, markiert somit den Zeitpunkt, an dem die sportlichen Pläne des Talents für die kommenden Tage jäh unterbrochen wurden. Ursprünglich war vorgesehen, dass Gruda am Sonntag die Reise nach Herzogenaurach antritt, um sich dort dem Team von Bundestrainer Jürgen Klopp anzuschließen. Da er bereits auf eine beachtliche Erfahrung von 20 Länderspielen für die U21-Nationalmannschaft zurückblicken kann, galt er als einer der vielversprechenden Kandidaten für das A-Team. Die medizinische Diagnose zwingt ihn nun jedoch dazu, in der Länderspielpause das Training deutlich zu reduzieren, um eine vollständige Genesung zu gewährleisten. Für den Spieler selbst ist dies eine enttäuschende Zäsur, da er kurz vor dem Sprung in den Kreis der A-Auswahl stand.

Details zum Ausfall und der Entscheidung des DFB

Die Nachricht über die Verletzung erreichte die Öffentlichkeit am Abend des 21. September 2026. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) reagierte prompt auf den Ausfall des Leipzigers und traf eine klare personelle Entscheidung: Es wird keine Nachnominierung geben. Obwohl Bundestrainer Jürgen Klopp für die aktuelle Länderspielphase einen ungewöhnlich großen Kader von insgesamt 44 Spielern berufen hatte, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden, bleibt das Aufgebot nach Grudas Absage unverändert. Der 22-Jährige hätte in den kommenden Tagen wichtige Erfahrungen auf internationalem Parkett sammeln sollen. Der Spielplan des DFB-Teams sieht zum Auftakt der Nations League am Donnerstag um 20.45 Uhr ein prestigeträchtiges Duell gegen die Niederlande in Amsterdam vor. Nur drei Tage später steht eine weitere Partie gegen Griechenland in Augsburg auf dem Programm. Zudem waren für Gruda weitere Einsätze vorgesehen, unter anderem am 1. Oktober gegen Serbien in München sowie am 4. Oktober in Thessaloniki gegen Griechenland. Diese konkreten Termine verdeutlichen, wie eng getaktet das Programm für den Offensivspieler gewesen wäre, hätte ihn die Verletzung nicht gestoppt. Die medizinische Abteilung von RB Leipzig betonte in ihrer Mitteilung, dass der Spieler nun konsequent kürzertreten müsse, um die Bauchmuskelproblematik auszuheilen.

Der Hintergrund der Kaderplanung von Jürgen Klopp

Die Nominierung von Brajan Gruda war Teil einer umfassenden Strategie von Bundestrainer Jürgen Klopp, der für die aktuelle Länderspielphase einen erweiterten Kader von 44 Spielern nominiert hatte. Diese ungewöhnliche Vorgehensweise, den Kader in zwei Gruppen zu splitten, sollte es dem Trainerstab ermöglichen, eine breitere Basis an Talenten zu sichten und die Belastung der Spieler besser zu steuern. Gruda war fest für den sogenannten zweiten Kader eingeplant, was unterstreicht, wie sehr Klopp auf die Entwicklung des Leipzigers baut. Die Vorgeschichte des Spielers, der bereits 20-mal das Trikot der U21-Nationalmannschaft trug, machte ihn zu einem logischen Kandidaten für den nächsten Schritt in seiner Karriere. Die Verletzung kam zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da die Länderspielpause als ideale Bühne für junge Akteure diente, um sich für zukünftige Aufgaben im A-Team zu empfehlen. Dass der DFB nun darauf verzichtet, einen anderen Spieler nachzuberufen, könnte darauf hindeuten, dass der Kader trotz des Ausfalls von Gruda als ausreichend groß und qualitativ hochwertig genug angesehen wird, um die anstehenden Aufgaben gegen die Niederlande und Griechenland erfolgreich zu bewältigen. Die Entscheidung spiegelt das Vertrauen des Trainerstabs in die verbliebenen Akteure wider.

Einordnung der Situation für das Nationalteam

Einzuordnen ist der Ausfall von Brajan Gruda als ein bedauerlicher, aber im Profifußball nicht ungewöhnlicher Vorfall. Bauchmuskelverletzungen sind tückisch, da sie bei jeder sportlichen Belastung, insbesondere bei Drehbewegungen und Sprints, eine Rolle spielen und somit eine schnelle Rückkehr auf den Platz oft verhindern. Den Berichten zufolge ist die Entscheidung des DFB, auf eine Nachnominierung zu verzichten, ein Zeichen für die Tiefe des Kaders, den Jürgen Klopp zusammengestellt hat. Mit 44 Spielern im Gesamtaufgebot verfügt der Bundestrainer über genügend personelle Alternativen, um den Ausfall eines einzelnen Akteurs aufzufangen, ohne die taktische Ausrichtung oder die Qualität der Trainingseinheiten in Herzogenaurach zu gefährden. Für Gruda bedeutet die Situation eine Zwangspause, die jedoch im Hinblick auf seine langfristige Karriere bei RB Leipzig und in der Nationalmannschaft notwendig ist. Ein zu früher Wiedereinstieg könnte die Verletzung verschlimmern und eine noch längere Ausfallzeit nach sich ziehen. Die Professionalität, mit der sowohl der Verein als auch der Verband mit der Situation umgehen, zeigt, dass die Gesundheit des Spielers in diesem Fall Vorrang vor der kurzfristigen sportlichen Verfügbarkeit hat. Der Fokus liegt nun voll und ganz auf der Genesung des Offensivtalents.

Offene Fragen und der weitere Ausblick

Der vorliegende Quelltext lässt einige Fragen unbeantwortet, die für die weitere Entwicklung von Bedeutung sein könnten. So bleibt beispielsweise offen, wie lange die genaue Ausfallzeit von Brajan Gruda prognostiziert wird. Während die Mitteilung von RB Leipzig lediglich davon spricht, dass der Spieler kürzertreten müsse, fehlen konkrete Angaben zu einer möglichen Rückkehr auf den Trainingsplatz oder in den Spielbetrieb der Bundesliga. Auch bleibt unklar, ob Gruda bei einem späteren Länderspielfenster erneut eine Chance im A-Kader erhalten wird oder ob er zunächst wieder über die U21-Auswahl oder seine Leistungen bei RB Leipzig auf sich aufmerksam machen muss. Zudem wird nicht explizit thematisiert, ob die Verletzung Auswirkungen auf seine Einsatzfähigkeit für die kommenden Pflichtspiele seines Vereins hat. Wie es weitergeht, ist hingegen klar definiert: Die deutsche Nationalmannschaft setzt ihre Vorbereitungen in Herzogenaurach fort, um sich auf das Nations-League-Spiel gegen die Niederlande vorzubereiten. Für Gruda beginnt nun ein individuelles Reha-Programm, das darauf ausgerichtet ist, die Bauchmuskulatur zu stabilisieren. Die medizinische Abteilung von RB Leipzig wird den Heilungsverlauf engmaschig überwachen und entscheiden, wann eine Rückkehr ins Mannschaftstraining vertretbar ist. Der Fokus verschiebt sich für den Spieler von der internationalen Bühne zurück auf die tägliche Arbeit im Verein, während das DFB-Team ohne ihn in die entscheidende Phase der Vorbereitung auf die kommenden Länderspiele geht.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/sommer-spielen-gras-park-16942933/ · Foto: Ricardo Santanna
Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/nationalmannschaft/gruda-verpasst-laenderspiele-keine-nachnominierung,gruda-verletzt-keine-nachnomnierung-100.html