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Im Elfmeterschießen: VfL Wolfsburg verpasst Champions League
Sport · 02.09.2026 22:29

Im Elfmeterschießen: VfL Wolfsburg verpasst Champions League

Kurz: Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind in der Champions-League-Qualifikation an Inter Mailand gescheitert. Nach einem Elfmeterkrimi folgt nun der Europa Cup.

Ein bitteres Aus auf europäischer Bühne

Die Träume der Fußballerinnen des VfL Wolfsburg von einer Teilnahme an der Gruppenphase der UEFA Champions League sind jäh zerplatzt. In einer dramatischen Begegnung am Mittwochabend mussten sich die Niedersächsinnen auswärts bei Inter Mailand geschlagen geben. Nach einer intensiven Partie, die sowohl die reguläre Spielzeit als auch eine Verlängerung umfasste, fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschießen. Die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch unterlag den Italienerinnen mit 4:5 vom Punkt. Damit wiederholt sich für den VfL ein schmerzhaftes Szenario: Wie bereits im Jahr 2023 scheitern die „Wölfinnen“ in der Qualifikationsphase. Trotz eines vielversprechenden 2:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel reichte die Leistung in Mailand nicht aus, um das Ticket für die Königsklasse zu lösen. Die Enttäuschung im Lager der Wolfsburgerinnen ist groß, da das Team nun in den zweitklassigen Europa Cup absteigen muss, anstatt sich mit den besten Mannschaften Europas in der Champions League zu messen.

Der Spielverlauf in der Hitze von Mailand

Bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad Celsius entwickelte sich in Mailand eine Partie, die von taktischer Vorsicht und zunehmender Spannung geprägt war. Die Wolfsburgerinnen starteten abwartend, fanden jedoch kaum Zugriff auf das Spielgeschehen. Bereits in der 39. Minute ging Inter Mailand durch Elisa Bartoli in Führung, die nach einem Durchbruch über die rechte Seite wuchtig ins lange Eck traf. Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert: Wolfsburg agierte zu passiv. Dies rächte sich in der 84. Minute, als Elisa Polli nach einer Vorlage der eingewechselten ehemaligen Wolfsburgerin Lina Magull auf 2:0 erhöhte. In der Verlängerung keimte durch den Treffer von Weronika Arasniewicz (111.) kurzzeitig Hoffnung auf das Weiterkommen auf. Doch in der Nachspielzeit der Verlängerung (120.+1) glich Marija Milinkovic zum 3:1 aus, was das Elfmeterschießen erzwang. Dort scheiterte die erst kurz zuvor eingewechselte Mara Alber an der Mailänder Torhüterin Cecilia Ran Runarsdottir, während Ivana Andres den entscheidenden Elfmeter für Inter verwandelte.

Ein Blick auf die Vorgeschichte

Der aktuelle Misserfolg reiht sich in eine Serie von Schwierigkeiten bei der Qualifikation für den höchsten europäischen Wettbewerb ein. Bereits in der Spielzeit 2023/2024 mussten die Wolfsburgerinnen die Segel in der Qualifikation streichen, damals gegen den Paris FC. Die Mannschaft befindet sich in einer Phase des Umbruchs, die auch von Diskussionen über die Abwanderung deutscher Nationalspielerinnen in ausländische Ligen, insbesondere nach England, begleitet wird. Trainer Stephan Lerch hatte im Vorfeld bereits vor den strukturellen Folgen dieses „Transfer-Wahnsinns“ gewarnt. Dass das Team trotz eines soliden Saisonstarts in der Bundesliga, wo man unter anderem einen Sieg gegen Bayer Leverkusen feiern konnte, nun international gegen Inter Mailand den Kürzeren zog, verdeutlicht die Diskrepanz zwischen den nationalen Ambitionen und der aktuellen internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Die Vorbereitung auf die Saison war geprägt von dem Ziel, sich wieder fest in der europäischen Elite zu etablieren, was durch das vorzeitige Ausscheiden nun deutlich erschwert wurde.

Die Akteure auf dem Platz

Das Spiel bot eine Vielzahl an personellen Entscheidungen und taktischen Wechseln. Auf Seiten des VfL Wolfsburg standen unter anderem Torhüterin Johannes sowie die Feldspielerinnen Bjelde, Carleer, Küver, Linder, Huth, Minge, Peddemors und Zicai in der Startelf. Trainer Stephan Lerch versuchte durch Einwechslungen wie die von Arasniewicz, Kerim-Lindland, Bussy, Wedemeyer, Kleinherne und schließlich Mara Alber frischen Wind in die Partie zu bringen. Auf der Gegenseite setzte Inter Mailand auf eine Formation um Torhüterin Runarsdottir, unterstützt durch Spielerinnen wie Bartoli, Milinkovic, Andres und die ehemalige Wolfsburgerin Magull, die maßgeblich an der Entstehung des zweiten Treffers beteiligt war. Die Schiedsrichter und das Trainerteam von Inter Mailand agierten taktisch diszipliniert, besonders als Bartoli in der Verlängerung aufgrund einer Oberschenkelverletzung behandelt werden musste und das Team kurzzeitig in Unterzahl agierte, was den Wolfsburgerinnen kurzzeitig Räume eröffnete, die sie jedoch nicht konsequent nutzen konnten.

Einordnung der sportlichen Situation

Einzuordnen ist das Ausscheiden als herber Rückschlag für die Ambitionen des VfL Wolfsburg. Den Berichten zufolge war die Leistung der Niedersächsinnen über weite Strecken der Partie als schwach zu bewerten. Besonders die Passivität in der Defensive und die mangelnde Zielstrebigkeit im Konterspiel wurden dem Team zum Verhängnis. Dass man trotz des Hinspiel-Vorteils die Kontrolle abgab, spricht für eine gewisse Instabilität in Drucksituationen. Die Tatsache, dass das entscheidende Gegentor in der Nachspielzeit der Verlängerung fiel, unterstreicht zudem eine mangelnde Konzentration in der Schlussphase. Den Berichten zufolge passte diese Leistung ins Bild einer Mannschaft, die zwar spielerisches Potenzial besitzt, dieses aber in entscheidenden Momenten nicht abrufen konnte. Der Wechsel in den Europa Cup ist für einen Verein mit dem Selbstverständnis des VfL Wolfsburg lediglich als „Trostpflaster“ zu bezeichnen, da die sportliche und finanzielle Strahlkraft der Champions League deutlich höher einzustufen ist.

Offene Fragen und Lücken im Bericht

Der vorliegende Quelltext lässt einige Fragen unbeantwortet, die für eine vollständige Analyse des Ausscheidens relevant wären. So wird nicht explizit thematisiert, welche internen Konsequenzen das Ausscheiden für die sportliche Leitung oder die Kaderplanung haben könnte. Auch bleibt unklar, wie die physische Verfassung der Spielerinnen nach der intensiven Partie bei über 30 Grad Celsius durch den Verein bewertet wird und ob dies als Hauptgrund für den Leistungsabfall in der zweiten Halbzeit angeführt wird. Zudem fehlen detaillierte Informationen darüber, welche taktischen Anweisungen Trainer Stephan Lerch in der Verlängerung gab, um die drohende Niederlage abzuwenden. Auch die langfristigen finanziellen Auswirkungen des Verpassens der Gruppenphase werden im Text nicht quantifiziert. Es wird lediglich erwähnt, dass der Verein nun am Europa Cup teilnimmt, doch wie sich dieser Wettbewerb in die Saisonplanung und das Budget einfügt, bleibt offen. Die genaue Verletzungsschwere von Elisa Bartoli wird ebenfalls nicht weiter ausgeführt.

Ausblick auf die kommenden Wochen

Nach dem Aus in der Champions-League-Qualifikation richtet sich der Fokus des VfL Wolfsburg nun auf die nationalen Wettbewerbe sowie die erstmalige Teilnahme am zweitklassigen Europa Cup. Für die Mannschaft gilt es, die Enttäuschung schnell zu verarbeiten, um in der Bundesliga nicht den Anschluss zu verlieren. Termine für die ersten Spiele im Europa Cup wurden im Quelltext nicht explizit genannt, jedoch ist klar, dass der VfL dort auf internationale Konkurrenz treffen wird, ähnlich wie Eintracht Frankfurt, die ebenfalls in der Qualifikation scheiterten. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie die Mannschaft auf diesen Rückschlag reagiert. Trainer Stephan Lerch steht nun vor der Aufgabe, das Team neu zu fokussieren und die Lehren aus der schwachen Leistung gegen Inter Mailand zu ziehen. Die Saisonplanung wird sich nun zwangsläufig auf die verbleibenden Wettbewerbe konzentrieren müssen, wobei die Integration der Neuzugänge wie Mara Alber eine zentrale Rolle spielen dürfte, um die spielerische Identität des Teams zu festigen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-hande-sport-wettbewerb-6345349/ · Foto: https://kaboompics.com/
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/ndr/VfL-Wolfsburg-Frauen,vfl-wolfsburg-frauen-206.html