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"Wollen ihnen wehtun": Eintracht Frankfurt Frauen mit Kampfansage an Paris
Regional · 25.08.2026 18:03

"Wollen ihnen wehtun": Eintracht Frankfurt Frauen mit Kampfansage an Paris

Kurz: Die Eintracht-Frauen treffen in der Champions-League-Qualifikation auf Paris St. Germain. Trotz Außenseiterrolle gibt sich das Team kämpferisch.

Die Ausgangslage vor dem europäischen Kräftemessen

Das bevorstehende Aufeinandertreffen zwischen den Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt und dem französischen Spitzenclub Paris St. Germain markiert einen der Höhepunkte der frühen Saisonphase für die Hessinnen. Am kommenden Mittwoch um 19 Uhr empfängt die Eintracht den französischen Kontrahenten im Rahmen der Qualifikation für die UEFA Women’s Champions League. Während die Frankfurterinnen in der öffentlichen Wahrnehmung und in den Prognosen klar in der Außenseiterrolle gesehen werden, herrscht innerhalb der Mannschaft eine bemerkenswerte Stimmung der Zuversicht. Die Spielerinnen und das Trainerteam weigern sich, diese Rolle als Bürde zu betrachten, und setzen stattdessen auf eine offensive Herangehensweise. Das Ziel ist klar definiert: Man möchte dem favorisierten Gegner aus der französischen Hauptstadt mit einer geschlossenen, leistungsstarken Vorstellung das Leben so schwer wie möglich machen. Die Atmosphäre im Frankfurter Lager ist geprägt von einer Mischung aus Respekt vor der individuellen Klasse der Pariserinnen und dem festen Glauben an die eigene Stärke, die man sich in den vergangenen Wochen hart erarbeitet hat.

Die Analyse des Gegners und die taktische Marschroute

Trainer Niko Arnautis hat sich intensiv mit der Qualität von Paris St. Germain auseinandergesetzt und dabei kein Blatt vor den Mund genommen. Er beschreibt den Gegner als ein Team, das mit französischen und spanischen Nationalspielerinnen gespickt ist und über eine enorme individuelle Klasse verfügt. Besonders im Offensivbereich sieht er bei den Französinnen gefährliche Waffen, die das Team in das oberste Regal des europäischen Fußballs heben. Dennoch betont Arnautis, dass man sich keinesfalls verstecken werde. Die taktische Marschroute ist darauf ausgerichtet, die eigenen Stärken gezielt einzusetzen, um die Pariser Defensive unter Druck zu setzen. Der Coach spricht explizit davon, den Gegnern „wehtun“ zu wollen, was eine direkte Kampfansage an die sportliche Hierarchie darstellt. Man habe die Schwachstellen des Gegners genau analysiert und sei zuversichtlich, dass das Team diese Lücken bei einer entsprechenden Umsetzung des Matchplans konsequent ausnutzen könne. Es geht darum, die eigene Identität auf den Platz zu bringen, statt sich nur auf die Verteidigung gegen die individuelle Qualität der Gäste zu konzentrieren.

Der Weg in die Qualifikation und die aktuelle Form

Der Optimismus der Frankfurterinnen speist sich aus einer bisher makellosen Pflichtspielbilanz in dieser Saison. Das Team hat das Mini-Turnier in der Qualifikationsphase souverän gemeistert und dabei sowohl gegen Nikosia als auch gegen Malmö überzeugt. Besonders beeindruckend war dabei die defensive Stabilität, da die Eintracht in diesen Partien keinen einzigen Gegentreffer hinnehmen musste. Auch der Start in die Bundesliga-Saison verlief nach Maß: Mit einem souveränen Sieg gegen den 1. FC Köln am vergangenen Samstag unterstrichen die Hessinnen ihre gute Verfassung. Trainer Arnautis betont, dass sich die Mannschaft durch diese Erfolge in einem hervorragenden Rhythmus befindet und mit dem nötigen Selbstvertrauen in die Partie gegen Paris gehen kann. Auch wenn Paris St. Germain in der vergangenen Spielzeit in der heimischen Liga nur den dritten Platz belegte und nun den Umweg über die Qualifikation gehen muss, warnt die Frankfurter sportliche Leitung davor, den Gegner zu unterschätzen. Die Pariserinnen hätten sich personell verstärkt und dürften über eine höhere Qualität verfügen als noch in der Vorsaison.

Die Akteure und ihre Erwartungen an das Duell

Im Zentrum des Interesses steht unter anderem Amanda Ilestedt. Die Verteidigerin bringt eine besondere Perspektive in das Duell ein, da sie zwischen 2021 und 2023 selbst das Trikot von Paris St. Germain trug. Für sie ist das Aufeinandertreffen ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Club, doch von nostalgischer Zurückhaltung ist bei der 33-Jährigen nichts zu spüren. Sie unterstreicht die Ambitionen der Eintracht, gegen jede Mannschaft der Welt gewinnen zu können, und rechnet sich auch gegen PSG realistische Chancen aus. Auch Laura Freigang, die als Angreiferin eine zentrale Rolle im Frankfurter Spiel einnimmt, blickt der Herausforderung mit großer Vorfreude entgegen. Nach ihrem Doppelpack beim Bundesliga-Auftakt gegen Köln betonte sie, dass solche Spiele gegen hochkarätige Gegner genau das seien, wofür man Fußball spiele. Sie erwartet eine völlig andere Dynamik als in der Liga, zeigt sich aber überzeugt davon, dass die Eintracht die nötige Qualität besitzt, um dem Favoriten Paroli zu bieten. Das gesamte Team zieht an einem Strang, um die Außenseiterrolle durch eine geschlossene Mannschaftsleistung zu kompensieren.

Einordnung der sportlichen Ausgangslage

Einzuordnen ist das Duell als eine richtungsweisende Prüfung für die Ambitionen von Eintracht Frankfurt auf europäischer Bühne. Den Berichten zufolge ist die Rollenverteilung zwar klar zugunsten der Gäste aus Paris, doch die Frankfurterinnen haben durch ihre bisherigen Leistungen bewiesen, dass sie defensiv stabil stehen und offensiv effektiv agieren können. Die Kampfansage von Trainer Arnautis ist dabei nicht als Überheblichkeit zu verstehen, sondern als notwendige psychologische Komponente, um gegen einen Gegner dieser Güteklasse bestehen zu können. Dass die Eintracht weiß, wo Paris verwundbar ist, deutet darauf hin, dass die taktische Vorbereitung weit über das bloße Reagieren hinausgeht. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die individuelle Klasse der Pariser Nationalspielerinnen eine konstante Gefahr darstellt. Das Spiel wird zeigen, ob die Frankfurter Spielphilosophie, die auf Selbstvertrauen und Rhythmus basiert, ausreicht, um die individuelle Überlegenheit der Französinnen zu neutralisieren. Die Partie ist ein Gradmesser für die Entwicklung des Frankfurter Frauenfußballs im internationalen Vergleich.

Offene Fragen und der Blick auf die kommenden Tage

Trotz der klaren Ansagen bleiben einige Aspekte vor dem Spiel unbeantwortet. Der Quelltext macht beispielsweise keine Angaben dazu, wie das Frankfurter Trainerteam auf mögliche verletzungsbedingte Ausfälle reagieren würde oder welche spezifischen taktischen Formationen gegen die Pariser Offensive bevorzugt werden. Auch bleibt offen, wie die Pariser Mannschaft auf die Außenseiterrolle und die Kampfansage aus Frankfurt reagiert, da hierzu keine Stellungnahmen der Gäste vorliegen. Die genaue Aufstellung der Eintracht für das Hinspiel ist ebenfalls noch nicht öffentlich bekannt gegeben worden. Wie es weitergeht, ist hingegen klar definiert: Nach dem Hinspiel am Mittwoch folgt in der kommenden Woche das Rückspiel in Paris. Erst nach diesem zweiten Vergleich wird sich entscheiden, ob Eintracht Frankfurt den Einzug in die Gruppenphase der Königsklasse geschafft hat. Die Fans können das Spiel am Mittwoch live über den Audiostream der Sportschau verfolgen, wo die Reporter Martina Knief und Robin Niehaus durch die Partie führen werden. Die kommenden Tage stehen ganz im Zeichen der intensiven Vorbereitung auf diese zwei entscheidenden Begegnungen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/stadt-sonnenuntergang-wolkenkratzer-abend-12418409/ · Foto: Benni Fish
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-wollen-ihnen-wehtun-eintracht-frankfurt-frauen-mit-kampfansage-an-paris-102.html