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?Back to the 90s“ bei Prime: Die Elevator Boys wollen zurück in die Zukunft
Kultur · 25.08.2026 20:25

?Back to the 90s“ bei Prime: Die Elevator Boys wollen zurück in die Zukunft

Kurz: Die Elevator Boys wagen den Sprung vom Kurzvideo zum Spielfilm. In „Back to the 90s“ auf Prime Video reisen sie per Aufzug in die Vergangenheit.

Ein unerwarteter Sprung in die Vergangenheit

Die als Internetphänomen bekannt gewordenen Elevator Boys haben den Schritt auf die große Leinwand gewagt. Mit dem Spielfilm „Back to the 90s“, der auf der Plattform Amazon Prime Video veröffentlicht wurde, versucht das Quintett, seine digitale Bekanntheit in ein klassisches Langformat zu übersetzen. Die Handlung beginnt mit einer Gruppe von fünf Freunden, die den Traum verfolgen, als Boyband erfolgreich zu sein. Während sie für einen entscheidenden Wettbewerb proben, von dem sie sich den großen Durchbruch versprechen, kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall. Ausgerechnet in einem Aufzug – dem Ort, der sie durch ihre viralen Tiktok-Videos berühmt gemacht hat – ereignet sich das Unvorhersehbare. Nach mehrfacher Betätigung des Notknopfes bleibt der Aufzug stecken und stürzt in die Tiefe. Als sich die Türen öffnen, finden sich die jungen Männer in einer völlig veränderten Umgebung wieder. Die Welt wirkt wie durch einen Weichzeichner betrachtet, und ihre modernen Smartphones verlieren ihre Funktion. Die Protagonisten müssen feststellen, dass sie im Jahr 1995 gelandet sind. Von diesem Moment an konzentriert sich die Erzählung auf den Versuch der Gruppe, einen Weg zurück in ihre eigene Zeit zu finden, was den Titel „Back to the 90s“ als eine Anspielung auf das Konzept der Zeitreise etabliert.

Die Akteure und ihre Rollen

Im Zentrum des Films stehen die fünf Mitglieder der Elevator Boys: Tim Schäcker, Julien Brown, Jacob Rott, Luis Freitag und Bene Schulz. Sie verkörpern im Film die Band „5G“, die vor dem Problem steht, dass ein Mitglied von massiven Selbstzweifeln geplagt wird. Dieser Konflikt bildet den emotionalen Ankerpunkt der Geschichte, wobei die Dialoge zwischen den Freunden die Dynamik der Gruppe widerspiegeln sollen. Regie bei diesem Projekt führte Facundo Scalerandi. Die Inszenierung setzt dabei stark auf die visuelle Präsenz der Hauptdarsteller, die bereits durch ihre Social-Media-Auftritte für ihre muskulösen Oberarme und ihr markantes Lächeln bekannt sind. Die Besetzung spiegelt die Realität der Akteure wider, da die Elevator Boys auch abseits des Films bereits erste Schritte in Richtung einer Musikkarriere unternommen haben. Der Film nutzt diese Konstellation, um die Jungs in einer Rolle zu zeigen, die ihnen in gewisser Weise vertraut ist. Dennoch stellt die Übertragung ihres Stils von zehnsekündigen Clips in ein abendfüllendes Format eine Herausforderung dar, da die schauspielerische Interaktion in den Dialogen teilweise als künstlich oder auswendig gelernt wahrgenommen werden kann.

Der Weg vom Tiktok-Aufzug zum Spielfilm

Um die Entstehung dieses Projekts zu verstehen, muss man den Ursprung des Erfolgs der Elevator Boys betrachten. Das Quintett erlangte auf der Plattform Tiktok durch kurze Videos Berühmtheit, in denen sie in Aufzügen posierten. Das Konzept war simpel: Der Zuschauer nimmt die Perspektive einer Person ein, die vor der Aufzugtür wartet. Sobald sich diese öffnet, blicken die jungen Männer in die Kamera, wobei sie ihre Gesichtszüge entspannen und ihre Lider leicht senken. Diese spezifische Ästhetik, die oft als „Schlafzimmerblick“ bezeichnet wird, löste bei einem jungen Publikum Begeisterung aus. Der Film greift diese Identität auf, bricht sie jedoch durch den Zeitreise-Plot auf. Dass die Gruppe nun einen Spielfilm produziert hat, ist die logische Fortführung ihres bisherigen Weges, bei dem sie ihre Präsenz im Internet durch Musik und nun eben durch schauspielerische Arbeit ausweiten. Die Verbindung zwischen ihrer realen Musikkarriere und der fiktiven Band „5G“ im Film dient dabei als verbindendes Element, das die Fans der ersten Stunde abholen soll, während gleichzeitig versucht wird, ein breiteres Publikum für das Format zu begeistern.

Einordnung der filmischen Qualität und Zielgruppenansprache

Die Einordnung des Films gestaltet sich komplex, da er in seiner Ansprache unentschlossen wirkt. Einerseits richtet sich das Werk an ein junges Publikum, das die Elevator Boys aus den sozialen Medien kennt und möglicherweise Bravo-Starschnitte der Gruppe sammeln würde. Andererseits enthält das Drehbuch Anspielungen, die eher ein älteres Publikum ansprechen könnten, wie etwa Referenzen auf den Film „Die Reifeprüfung“ aus dem Jahr 1967 oder Dad-Jokes, die auf Wortspielen basieren. Diese Diskrepanz führt dazu, dass die Zielgruppe nicht immer klar definiert scheint. Einzuordnen ist der Film als ein Projekt, das stark von Nostalgie lebt. Die Atmosphäre der Neunzigerjahre wird durch bekannte Songs wie „Macarena“ und den eigens für den Film geschriebenen Titelsong „1995“ von Gary Barlow, einem Gründungsmitglied von Take That, unterstützt. Den Berichten zufolge wirkt der Film in seinen Dialogen manchmal hölzern, punktet jedoch durch seine Kurzweiligkeit. Er könnte als ein Werk verstanden werden, das besonders dann funktioniert, wenn Teenager und Eltern gemeinsam zuschauen und sich gegenseitig die kulturellen Referenzen der verschiedenen Jahrzehnte erläutern.

Verbleibende Ungewissheiten und inhaltliche Lücken

Der vorliegende Quelltext lässt einige Fragen zur Produktion und zur inhaltlichen Tiefe des Werks offen. So wird beispielsweise nicht explizit erläutert, wie die Entscheidung für das spezifische Jahr 1995 zustande kam und ob es eine tiefere narrative Begründung für die Wahl dieses Zeitpunkts gibt, abgesehen von der allgemeinen Neunziger-Nostalgie. Auch bleibt unklar, wie die Reaktionen des Publikums auf die schauspielerische Leistung der Elevator Boys in einem professionellen Filmumfeld systematisch bewertet werden, da der Text lediglich auf die Wahrnehmung der Dialoge als „auswendig gelernt“ hinweist. Zudem fehlen Informationen über das Budget des Projekts oder den genauen Prozess der Zusammenarbeit zwischen der Gruppe und dem Regisseur Facundo Scalerandi. Es wird nicht geklärt, ob eine Fortsetzung der Geschichte geplant ist oder ob es sich um ein abgeschlossenes Projekt handelt. Auch die genauen Produktionshintergründe der Musikstücke, die über den Beitrag von Gary Barlow hinausgehen, bleiben im Dunkeln. Die Lücken in der Darstellung lassen somit Raum für Spekulationen über die langfristige Strategie der Elevator Boys im Filmgeschäft.

Ausblick auf die weitere Entwicklung

Bezüglich der weiteren Schritte der Elevator Boys im Film- und Musikgeschäft gibt der Text wenig konkrete Termine oder Ankündigungen preis. Es wird lediglich deutlich, dass die Gruppe mit diesem Spielfilm ihre Ambitionen unterstrichen hat, über die Kurzvideoplattformen hinaus als Künstler wahrgenommen zu werden. Ob der Erfolg von „Back to the 90s“ ausreicht, um weitere Filmprojekte zu rechtfertigen, bleibt abzuwarten. Der Text deutet an, dass man sich zwar keine Fortsetzung dieses spezifischen Films wünscht, die Produktion aber dennoch eine gewisse kurzweilige Unterhaltung bietet. Die Elevator Boys werden ihre Karriere vermutlich in einer Kombination aus Musik und digitaler Präsenz fortsetzen, wobei der Spielfilm als ein Experiment in einem neuen Medium zu betrachten ist. Da keine weiteren Veröffentlichungstermine oder konkrete neue Projekte genannt werden, liegt der Fokus derzeit auf der Auswertung des aktuellen Films auf Amazon Prime Video. Die weitere Entwicklung wird davon abhängen, wie nachhaltig das Publikum das neue Format annimmt und ob die Gruppe ihre schauspielerischen Fähigkeiten in zukünftigen Produktionen weiterentwickeln kann.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/fenster-museum-estland-touristenziel-4285173/ · Foto: Una Laurencic
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/fernsehfilm/back-to-the-90s-die-elevator-boys-gehen-mit-dad-jokes-auf-zeitreise-201156384.html