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Wirtschaftsministerium - Kohleausstiegs-Bericht kommt später
Schlagzeilen · 11.08.2026 15:54

Wirtschaftsministerium - Kohleausstiegs-Bericht kommt später

Kurz: Das Bundeswirtschaftsministerium verschiebt die Evaluierung zum Kohleausstieg in NRW. Grund sind ausstehende Ausschreibungen für notwendige Gaskraftwerke.

Verzögerung bei der Evaluierung des Kohleausstiegs

Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Verschiebung des geplanten Evaluierungsberichts zum Kohleausstieg in Nordrhein-Westfalen bekannt gegeben. Ursprünglich war die Veröffentlichung des Dokuments für Mitte August 2026 vorgesehen. Das Ministerium begründet diesen Schritt mit der Notwendigkeit, den Prozess der Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke abzuwarten, bevor eine fundierte Analyse der künftigen Versorgungssicherheit erstellt werden kann.

Fokus auf Versorgungssicherheit ab 2031

Die Entscheidung zur Vertagung zielt darauf ab, eine belastbare Datenbasis für die Zeit nach dem Jahr 2030 zu schaffen. Da der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung politisch für das Jahr 2030 terminiert ist, stellt die Sicherstellung der Stromversorgung ab 2031 eine zentrale Herausforderung dar. Die Ergebnisse der anstehenden Ausschreibungen gelten dabei als entscheidender Faktor, um die tatsächlichen Kapazitäten und die Stabilität des Stromnetzes nach der Abschaltung der Kohlekraftwerke bewerten zu können.

Strategie für neue Gaskraftwerkskapazitäten

Um den Wegfall der Kohleenergie auszugleichen und den Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen, setzt die Bundesregierung auf den Neubau von Gaskraftwerken. Insgesamt ist die Errichtung von Anlagen mit einer Kapazität von 11 Gigawatt geplant. Diese sollen spätestens zum Ende des Jahres 2031 vollständig in Betrieb genommen werden.

Die technologische Strategie sieht dabei einen zweistufigen Prozess vor:

* **Übergangsphase:** Die neu zu errichtenden Kraftwerke werden zunächst mit Erdgas betrieben, um die Versorgungssicherheit kurzfristig zu gewährleisten.

* **Transformation:** Spätestens bis zum Jahr 2045 sollen diese Anlagen auf den Betrieb mit klimaneutralem Wasserstoff umgestellt werden.

Kontext und Ausblick

Der Betrieb der Gaskraftwerke ist in der Übergangsphase mit dem Ausstoß von klimaschädlichen Gasen verbunden. Dennoch betrachtet das Ministerium den Bau dieser Anlagen als notwendige Flankierung für die Energiewende. Die Verzögerung des Berichts verdeutlicht die Komplexität, die mit dem Kohleausstieg verbunden ist. Die kommenden Ausschreibungsergebnisse dürften maßgeblich darüber entscheiden, wie die Energieversorgungsstruktur in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus in den nächsten Jahrzehnten gestaltet wird. Sobald die Daten aus den Ausschreibungen vorliegen, wird eine detaillierte Überprüfung der Auswirkungen des Kohleausstiegs auf die Stabilität der Stromversorgung erwartet.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-arbeiten-draussen-verwischen-6326287/ · Foto: Vanessa Garcia
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/kohleausstiegs-bericht-kommt-spaeter-102.html