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Schlagzeilen · 25.09.2026 10:57

Verkehr - VW und Audi rufen über 900.000 Fahrzeuge zurück: Ausfall der Lenkung droht

Kurz: Wegen eines drohenden Defekts an der Lenkung starten VW und Audi eine großangelegte Rückrufaktion für über 900.000 Fahrzeuge in Deutschland.

Die Kernmeldung: Sicherheitsrisiko durch Lenkungsdefekt

Ein erhebliches Sicherheitsproblem zwingt den Volkswagen-Konzern zu einer umfangreichen Rückrufaktion, die sowohl die Kernmarke VW als auch die Tochtergesellschaft Audi betrifft. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) offiziell mitteilte, besteht bei den betroffenen Fahrzeugen die Gefahr eines Defekts an der Lenkung. Konkret geht es um die Möglichkeit, dass eine Schraube abreißt, was im schlimmsten Fall zu einem kompletten Ausfall der Lenkunterstützung oder der Lenkfähigkeit führen kann. Da die Lenkung eine der sicherheitsrelevantesten Komponenten eines Kraftfahrzeugs darstellt, ist dieser Rückruf als dringende Maßnahme einzustufen. Die betroffenen Fahrzeughalter müssen damit rechnen, dass ihre Fahrzeuge in die Werkstatt gebracht werden müssen, um die technische Integrität der Lenkmechanik zu überprüfen und gegebenenfalls fachgerecht instand zu setzen. Die Dimension der Aktion ist beachtlich, da sie weltweit mehr als zwei Millionen Fahrzeuge umfasst, wobei allein in Deutschland rund 900.000 Einheiten von dieser Sicherheitsmaßnahme direkt betroffen sind. Die Nachricht über diesen Rückruf wurde am 25. September 2026 bekannt gegeben und unterstreicht die Notwendigkeit, bei sicherheitskritischen Bauteilen höchste Qualitätsstandards zu gewährleisten.

Einzelheiten zu den betroffenen Modellen und Zeiträumen

Die Rückrufaktion ist nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts präzise auf bestimmte Baureihen und Produktionszeiträume eingegrenzt. In Deutschland konzentriert sich das Problem auf eine Reihe von beliebten Modellen der Marke Volkswagen. Dazu gehören der SUV Tiguan, der Familienvan Touran, die Kompaktklasse-Modelle Golf und Golf Variant sowie der Hochdachkombi Caddy. Diese Fahrzeuge wurden in einem Zeitraum produziert, der sich von September 2013 bis Juli 2024 erstreckt. Damit ist eine sehr große Flotte über einen Zeitraum von fast elf Jahren betroffen, was die logistische Herausforderung für die Werkstätten verdeutlicht. Ergänzend dazu ist auch die Marke Audi in das Rückrufprogramm einbezogen. Hier betrifft die Maßnahme das Modell Q3. Bei diesem Fahrzeugtyp liegt der relevante Produktionszeitraum zwischen Oktober 2017 und Mai 2024. Die weltweite Gesamtzahl von über zwei Millionen betroffenen Fahrzeugen verdeutlicht, dass es sich um ein globales Qualitätsthema handelt, das nicht auf den deutschen Markt begrenzt ist. Die Halter der genannten Modelle sollten in den kommenden Tagen und Wochen auf offizielle Schreiben oder Benachrichtigungen durch das Kraftfahrt-Bundesamt oder direkt durch den Hersteller achten, um die notwendigen Schritte zur Behebung des Mangels einzuleiten.

Hintergrund und Ursache der technischen Problematik

Der Hintergrund dieser großflächigen Maßnahme ist ein technisches Versagen an einer Schraubverbindung innerhalb der Lenkung. Ein Schraubenabriss kann die mechanische Stabilität der Lenkkomponenten beeinträchtigen. Die Lenkung ist ein hochkomplexes System, das unter verschiedenen Fahrbedingungen – von niedrigen Geschwindigkeiten beim Einparken bis hin zu hohen Belastungen auf Autobahnen – zuverlässig funktionieren muss. Wenn ein essenzielles Befestigungselement wie eine Schraube versagt, kann dies die Übertragung der Lenkbefehle des Fahrers auf die Räder stören oder unterbrechen. Dass ein solcher Fehler über einen so langen Produktionszeitraum hinweg unbemerkt bleiben konnte beziehungsweise sich erst jetzt als sicherheitsrelevantes Risiko manifestiert, deutet auf eine langfristige Materialbelastung oder eine spezifische Schwachstelle in der Konstruktion hin, die erst durch entsprechende Analysen oder Schadensmeldungen identifiziert wurde. Die Entscheidung für einen Rückruf in diesem Ausmaß ist stets das Ergebnis einer sorgfältigen Risikoabwägung, bei der die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer oberste Priorität genießt. Die Einbindung des Kraftfahrt-Bundesamts als Aufsichtsbehörde stellt dabei sicher, dass der Prozess transparent und nach festen gesetzlichen Vorgaben abläuft, um das Risiko für die Fahrzeugbesitzer zu minimieren.

Die Akteure und ihre Rollen in diesem Prozess

In die Abwicklung dieses Rückrufs sind verschiedene Akteure involviert. Auf der einen Seite steht der Volkswagen-Konzern, der für die technische Aufarbeitung und die Kommunikation mit den Kunden verantwortlich ist. Dies schließt sowohl die Marke Volkswagen als auch die Marke Audi ein. Diese Unternehmen müssen nun die notwendigen Ersatzteile bereitstellen und die Kapazitäten in ihren Vertragswerkstätten so planen, dass die betroffenen Fahrzeuge zeitnah überprüft werden können. Auf der anderen Seite agiert das Kraftfahrt-Bundesamt als zentrale deutsche Behörde, die für die Überwachung der Verkehrssicherheit zuständig ist. Das KBA ist die Instanz, die den Rückruf offiziell registriert, die betroffenen Fahrzeughalter über die Halterdaten ermittelt und sicherstellt, dass die Hersteller ihren Verpflichtungen nachkommen. Die betroffenen Fahrzeughalter sind die Leidtragenden, da sie Zeit für den Werkstattbesuch aufbringen müssen. Sie sind jedoch auch die wichtigsten Akteure, da sie durch die Wahrnehmung der Rückruftermine aktiv zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer beitragen. Die Kooperation zwischen Hersteller und Behörde ist hierbei entscheidend, um den Rückruf effizient und ohne unnötige Verzögerungen abzuwickeln.

Einordnung und offene Fragen zum Rückruf

Einzuordnen ist das so: Ein Rückruf in dieser Größenordnung ist für einen Automobilhersteller ein massiver logistischer und finanzieller Kraftakt. Dass über zwei Millionen Fahrzeuge weltweit betroffen sind, unterstreicht die Komplexität moderner Fahrzeugplattformen, bei denen gleiche Bauteile in einer Vielzahl von Modellen Verwendung finden. Den Berichten zufolge ist die Gefahr eines Lenkungsausfalls als kritisch einzustufen, da sie die Kontrolle über das Fahrzeug direkt beeinflussen kann. Dennoch bleibt festzuhalten, dass Rückrufe in der Automobilindustrie ein reguläres Instrument zur Qualitätssicherung darstellen, um drohende Gefahren abzuwenden. Dennoch gibt es offene Fragen, die der Quelltext derzeit nicht beantwortet. So ist unklar, wie genau die Reparatur aussehen wird – ob lediglich eine Schraube ausgetauscht oder das gesamte Lenkungsmodul ersetzt werden muss. Auch die Frage, ob bereits Unfälle oder konkrete Personenschäden aufgrund dieses Defekts gemeldet wurden, bleibt unbeantwortet. Ebenso fehlen Informationen darüber, wie die betroffenen Halter konkret kontaktiert werden und ob es eine Priorisierung nach Baujahren oder Modellen geben wird, um die Werkstätten nicht zu überlasten. Auch die Dauer der Reparaturzeit pro Fahrzeug ist bisher nicht spezifiziert worden.

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/vw-und-audi-rufen-ueber-900-000-fahrzeuge-zurueck-ausfall-der-lenkung-droht-100.html