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Visual Studio Code 1.131 bringt Diktierfunktion für Chat, Editor und Terminal
Technik · 30.07.2026 18:47

Visual Studio Code 1.131 bringt Diktierfunktion für Chat, Editor und Terminal

Kurz: Das Update auf Visual Studio Code 1.131 bringt eine native Diktierfunktion, verbesserte Transparenz bei Subagents und ein virtuelles Haustier als Gimmick.

Neue Möglichkeiten für die Sprachsteuerung

Mit der Veröffentlichung von Visual Studio Code 1.131 führt Microsoft eine wesentliche Neuerung für die Barrierefreiheit und den Bedienkomfort ein: Eine integrierte Diktierfunktion. Während Anwender bisher auf die zusätzliche Installation der „VS Code Speech Extension“ angewiesen waren, ist diese Funktionalität nun direkt in den Editor, das Terminal sowie den Chat-Bereich integriert.

Technisch setzt Microsoft hierbei auf das sogenannte Nemotron-Modell. Ein entscheidender Aspekt dieser Implementierung ist der Datenschutz: Die Transkription erfolgt vollständig lokal auf dem Gerät des Nutzers. Da die Audioinformationen das System nicht verlassen, bleibt die Privatsphäre gewahrt. Das Feature befindet sich derzeit in einer experimentellen Phase.

Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

Die neue Diktierfunktion ist nicht auf allen Systemen gleichermaßen verfügbar. Microsoft unterstützt aktuell Windows-Systeme (x64 und Arm64), macOS auf Apple Silicon sowie Linux-Distributionen (x64 und Arm64), sofern glibc 2.34 oder neuer installiert ist. Auch in Remote Workspaces kann die Funktion genutzt werden, da die Verarbeitung lokal auf dem Client stattfindet. Von der Nutzung ausgeschlossen sind vorerst die Web-Version von VS Code, Intel-basierte Macs sowie 32-Bit- und Arm32-Architekturen.

Transparenz bei KI-Subagents

Ein weiterer Fokus des Updates liegt auf der Arbeit mit KI-Agenten. Entwickler, die komplexe Aufgaben an Subagents delegieren, profitieren von einer verbesserten Übersicht. Bisher war es oft umständlich, den Status der parallel laufenden Unterprozesse zu verfolgen.

In der aktuellen Version bietet das Agents-Fenster nun tiefere Einblicke direkt in der Hauptkonversation. Nutzer können dort Informationen zum verwendeten Modell, der bisherigen Laufzeit und den aktiv genutzten Tools einsehen, ohne den Kontext der Hauptaufgabe verlassen zu müssen. Sollte eine detailliertere Analyse erforderlich sein, lässt sich der Fortschritt eines spezifischen Subagents in einem separaten Chat-Fenster verfolgen, während die Hauptkonversation weiterhin aktiv bleibt.

Ein spielerisches Extra

Neben den funktionalen Erweiterungen für die Softwareentwicklung enthält das Release ein eher unkonventionelles Feature: Ein virtuelles Haustier. Über den Befehl „/vscode-pet“ im Chat-Fenster können Entwickler das kleine Wesen aktivieren. Es lässt sich per Maus verschieben und dient als interaktives Gimmick innerhalb der Entwicklungsumgebung. Auch wenn solche Erweiterungen in der Community bereits durch diverse Drittanbieter-Add-ons bekannt sind, ist die Integration als experimentelles Feature direkt in den Core von VS Code ein Novum.

Ausblick und nächste Schritte

Mit dem Release von Version 1.131 unterstreicht Microsoft das Bestreben, KI-gestützte Arbeitsabläufe tiefer in die Entwicklungsumgebung zu integrieren. Die Verlagerung von Transkriptionsdiensten in den lokalen Bereich zeigt zudem einen klaren Trend in Richtung Datensouveränität. Für Anwender, die stets die neuesten Entwicklungen testen möchten, steht bereits die Insiders-Version 1.132 bereit, die einen Ausblick auf künftige Anpassungen gibt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/hande-laptop-tippen-technologie-5483077/ · Foto: cottonbro studio
Quelle: https://www.heise.de/news/Visual-Studio-Code-1-131-bringt-Diktierfunktion-fuer-Chat-Editor-und-Terminal-11385363.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag