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US-Bundesstaat Washington: Waldbrand erreicht US-Großstadt Spokane
Schlagzeilen · 02.08.2026 12:15

US-Bundesstaat Washington: Waldbrand erreicht US-Großstadt Spokane

Kurz: Ein massiver Waldbrand bedroht Spokane im US-Bundesstaat Washington. Tausende Menschen sind auf der Flucht, Gouverneur Ferguson hat den Notstand ausgerufen.

Dramatische Lage in Spokane

Im US-Bundesstaat Washington hat sich die Waldbrandsituation drastisch zugespitzt. Ein sich schnell ausbreitendes Feuer, das unter dem Namen „Old-Trails-Feuer“ bekannt ist, hat die Stadt Spokane erreicht und bedroht dort rund 230.000 Einwohner sowie etwa 4.000 Gebäude. Die Behörden haben für die nördlichen Stadtviertel die höchste Evakuierungswarnstufe ausgerufen und die Bewohner aufgefordert, ihre Häuser umgehend zu verlassen.

Die Auswirkungen für die Infrastruktur sind bereits spürbar. Rund 60.000 Menschen sind derzeit ohne Strom. Bürgermeisterin Lisa Brown bestätigte, dass kritische Einrichtungen, darunter ein Krankenhaus für Kriegsveteranen sowie wichtige Anlagen zur Wasser- und Stromversorgung, evakuiert werden mussten. Für die betroffenen Bürger wurde im lokalen Kongresszentrum eine Notunterkunft bereitgestellt.

Herausforderungen bei der Brandbekämpfung

Die Löscharbeiten gestalten sich äußerst schwierig. Starke Winde fachen das Feuer immer wieder an und erschweren den Einsatzkräften die Arbeit. Die Nationalgarde des Bundesstaats ist im Einsatz und mobilisiert unter Hochdruck zusätzliche Kräfte, um die örtlichen Einheiten zu unterstützen. Bisher liegen nach Angaben der Behörden keine Informationen über Verletzte oder Todesopfer vor.

Das Ausmaß der Zerstörung ist bereits jetzt erheblich. Allein das Old-Trails-Feuer hat bis zum Abend eine Fläche von über 1.400 Hektar erfasst. Die Behörden beobachten die Entwicklung mit großer Sorge, da die Wetterbedingungen eine schnelle Eindämmung derzeit kaum zulassen.

Hintergrund: Ein Bundesstaat im Ausnahmezustand

Der Brand in Spokane ist kein isoliertes Ereignis, sondern Teil einer landesweit angespannten Situation. Gouverneur Bob Ferguson hat für den gesamten Bundesstaat Washington den Notstand ausgerufen, der bis Ende September Bestand haben soll. Die Bilanz ist alarmierend: Im gesamten Bundesstaat sind derzeit zwölf große Waldbrände aktiv, die sich über eine Gesamtfläche von mehr als 80.900 Hektar erstrecken.

Die Ursache für diese gefährliche Lage liegt in einer anhaltenden klimatischen Belastung. Washington erlebt derzeit das vierte Dürrejahr in Folge – eine historische Häufung, die es in dieser Form bisher nicht gab. Gouverneur Ferguson betonte, dass die Kombination aus der Rekorddürre und den starken Winden extrem gefährliche Bedingungen schaffe.

Ausblick auf die Waldbrandsaison

Die Behörden blicken mit Sorge auf die kommenden Wochen. Dave Upthegrove, der für die öffentlichen Ländereien zuständige Behördenleiter, ordnete die aktuelle Lage historisch ein: „Dieses Jahr gehört schon jetzt zu den arbeitsreichsten Waldbrandjahren seit Beginn der Aufzeichnungen – und der August hat gerade erst begonnen.“

Um die Brandgefahr weiter zu minimieren, wurden strikte Maßnahmen ergriffen. So ist das Verbrennen landwirtschaftlicher Abfälle sowie das Entfachen der meisten offenen Feuer im gesamten Bundesstaat untersagt. Der Nationale Wetterdienst hatte bereits im Vorfeld vor einer „besonders gefährlichen Lage“ im Osten Washingtons gewarnt. Die kommenden Tage werden entscheidend dafür sein, ob die Einsatzkräfte die Kontrolle über die Flammen zurückgewinnen können oder ob sich die Lage durch die anhaltende Trockenheit weiter verschärft.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/dramatische-luftaufnahme-eines-waldbrandes-in-sudafrika-33622179/ · Foto: K
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/washington-state-waldbraende-100.html