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US Open 2026: Struff erreicht im Eiltempo die zweite Runde
Sport · 02.09.2026 00:40

US Open 2026: Struff erreicht im Eiltempo die zweite Runde

Kurz: Jan-Lennard Struff startet souverän in die US Open 2026. Der 36-Jährige besiegte Camilo Ugo Carabelli in drei Sätzen und zieht zügig in die nächste Runde ein.

Ein souveräner Start in New York

Jan-Lennard Struff hat bei den US Open 2026 einen beeindruckenden Auftakt hingelegt und seine Ambitionen beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres unterstrichen. Der 36-jährige Warsteiner sicherte sich am Dienstag den Einzug in die zweite Runde, indem er den Argentinier Camilo Ugo Carabelli in einem einseitigen Match dominierte. Struff benötigte lediglich 1:59 Stunden, um die Partie mit 6:4, 6:3 und 6:3 für sich zu entscheiden. Während das Turnier in New York traditionell hohe Anforderungen an die Physis stellt, präsentierte sich der deutsche Profi in einer bemerkenswerten Verfassung und ließ seinem Kontrahenten über die gesamte Spieldauer hinweg kaum eine echte Chance, in den Rhythmus zu finden. Der Erfolg markiert einen wichtigen Meilenstein für den Routinier, der nach seinem bemerkenswerten Viertelfinal-Einzug in Wimbledon mit viel Selbstvertrauen in die Vereinigten Staaten gereist war. Trotz der hohen Temperaturen und der spezifischen Bedingungen auf den Hartplätzen im "Billie Jean King National Tennis Center" wirkte Struff fokussiert und setzte seine taktische Marschroute konsequent um.

Die Details zum Spielverlauf

Der Spielverlauf war geprägt von der Dominanz des Deutschen, der von Beginn an das Tempo diktierte. Zwar hatte Struff phasenweise mit seinem ersten Aufschlag zu kämpfen, doch diese kleinen Schwächephasen wurden durch die Fehleranfälligkeit seines Gegners mehr als kompensiert. Camilo Ugo Carabelli fand zu keinem Zeitpunkt ein probates Mittel gegen die druckvolle Spielweise des Warsteiners. Besonders auffällig war die hohe Anzahl an Doppelfehlern, die der Argentinier produzierte und die ihm letztlich das Genick brachen. Ein bezeichnendes Beispiel für die mentale Verfassung von Ugo Carabelli lieferte der zweite Satz: Diesen beendete der Südamerikaner mit zwei aufeinanderfolgenden Doppelfehlern, was den Widerstand des Argentiniers endgültig brach. Struff hingegen verwaltete seine Führung geschickt und ließ sich auch durch die gelegentlichen Schwierigkeiten bei eigenem Service nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem verwandelten Matchball stand fest, dass der 36-Jährige seine Pflichtaufgabe souverän gelöst hatte und nun mit frischen Kräften in die nächste Turnierphase einziehen kann.

Hintergrund und bisherige Erfolge

Der Erfolg in New York fügt sich nahtlos in die jüngste sportliche Entwicklung von Jan-Lennard Struff ein. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Warsteiner bei den US Open für Aufsehen gesorgt, als er sich als Qualifikant bis in das Achtelfinale vorkämpfte. Damals gelang es ihm unter anderem, den Lokalmatador Frances Tiafoe aus dem Turnier zu werfen, was seinen Status als gefährlicher Außenseiter auf schnellen Hartplätzen festigte. Diese Erfahrung aus dem Vorjahr scheint Struff in der aktuellen Saison zu helfen, da er mit den Gegebenheiten vor Ort bestens vertraut ist. Dass ihm der schnelle Belag in New York liegt, ist unbestritten. Nach seinem starken Auftritt in Wimbledon, wo er erstmals in seiner Karriere das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreichte, befindet sich der 36-Jährige in einer Phase seiner Karriere, in der er trotz seines fortgeschrittenen Alters noch immer in der Lage ist, die jungen Wilden der Tour zu fordern und zu besiegen.

Die Akteure und das Umfeld

Neben dem sportlichen Erfolg sorgte eine Personalentscheidung abseits des Platzes für Gesprächsstoff. Am Dienstagvormittag wurde bekannt, dass Jan-Lennard Struff nicht im Aufgebot des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) für die kommenden Davis-Cup-Duelle gegen Kroatien stehen wird. Diese Nachricht, die kurz vor seinem Erstrunden-Match publik wurde, hätte für Unruhe sorgen können, doch der Spieler ließ sich davon nicht beeinflussen. Nach der Partie äußerte sich Struff reflektiert über den Sieg: Er gab zu Protokoll, dass das Match trotz des klaren Ergebnisses keineswegs leicht zu spielen war. Er zeigte sich jedoch sehr glücklich über den glatten Dreisatz-Erfolg. Mit Blick auf die nächste Hürde, den an Nummer 24 gesetzten Argentinier Francisco Cerundolo, blieb Struff gewohnt realistisch. Er bezeichnete seinen kommenden Gegner als einen sehr guten Spieler und prognostizierte, dass das nächste Aufeinandertreffen eine "brutal schwere" Aufgabe für ihn werden wird.

Einordnung und offene Fragen

Einzuordnen ist der Sieg als ein wichtiges Signal für die Konkurrenz. Struff hat bewiesen, dass er auch bei großen Turnieren in der Lage ist, kurze Prozesse zu machen und Kräfte zu sparen. Den Berichten zufolge ist seine aktuelle Form stabil, wenngleich die Aufschlagquote noch Steigerungspotenzial bietet. Dennoch bleibt die Frage, wie der 36-Jährige die physische Belastung im weiteren Turnierverlauf wegstecken wird, sollte es zu längeren Fünf-Satz-Matches kommen. Zudem bleibt offen, wie er die Nicht-Nominierung für den Davis-Cup langfristig bewertet und ob diese Entscheidung Auswirkungen auf seine zukünftige Planung im Nationalteam haben wird. Der Quelltext lässt zudem offen, welche spezifischen taktischen Anweisungen sein Trainerteam vor dem Match gegen Ugo Carabelli ausgegeben hatte und inwieweit die Vorbereitung auf die US Open durch die Davis-Cup-Thematik beeinflusst wurde. Diese Lücken in der Berichterstattung lassen Raum für Spekulationen über die interne Kommunikation innerhalb des DTB, die jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht durch weitere Fakten belegt werden können.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/manner-spielen-sport-ball-18811648/ · Foto: Omar Tube
Quelle: https://www.sportschau.de/tennis/us-open/struff-im-eiltempo-in-runde-zwei,struff-erste-runde-100.html