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Telalovic-Treffer erlöst Essen gegen Havelse
Sport · 15.08.2026 16:28

Telalovic-Treffer erlöst Essen gegen Havelse

Kurz: Rot-Weiss Essen feiert gegen den TSV Havelse den ersten Saisonsieg. Ein verwandelter Foulelfmeter durch Semir Telalovic entschied die Partie an der Hafenstraße.

Ein hart erkämpfter Erfolg an der Hafenstraße

Am Samstag, den 15. August 2026, konnte Rot-Weiss Essen in der 3. Liga endlich den ersten Erfolg der noch jungen Spielzeit verbuchen. In einer umkämpften Partie vor heimischer Kulisse gelang den Essenern ein knapper, aber verdienter 1:0-Sieg gegen den TSV Havelse. Das entscheidende Tor des Tages fiel in der 64. Spielminute durch einen Foulelfmeter, den der Neuzugang Semir Telalovic souverän verwandelte. Für die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat war dieser Sieg von großer Bedeutung, nachdem das Team am ersten Spieltag eine deutliche Niederlage hinnehmen musste. Vor einer beeindruckenden Kulisse von 16.580 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße dominierte Essen über weite Strecken das Geschehen, tat sich jedoch lange Zeit schwer, die Überlegenheit auch in Zählbares umzumünzen. Erst die Standardsituation in der zweiten Halbzeit erlöste die Fans und das Team, die bis zum Schlusspfiff um die drei Punkte zittern mussten, da die Gäste aus Havelse bis zum Ende auf den Ausgleich hofften. Der Sieg markiert für Essen den ersten Dreier der Saison, während der TSV Havelse nach zwei Spieltagen weiterhin ohne Punktgewinn dasteht und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld vorerst verpasst hat.

Daten, Fakten und Spielverlauf

Das Spiel bot den Zuschauern eine Vielzahl an Offensivaktionen der Gastgeber. Bereits in der 17. Minute hätte Marek Janssen die Führung erzielen können, scheiterte jedoch nach einer Hereingabe von Jannik Hofmann an TSV-Torhüter Omer Hanin und dem Pfosten. Nur neun Minuten später war es Tony Menzel, dessen Schuss aus kurzer Distanz im letzten Moment geblockt wurde. Auch Semir Telalovic hatte kurz vor der Pause die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch erneut am gut aufgelegten Gäste-Keeper. Auf der Gegenseite sorgte Kwasi Wriedt in der 55. Minute für den gefährlichsten Moment der Gäste, als sein Abschluss knapp den langen Pfosten verfehlte. Die spielentscheidende Szene ereignete sich schließlich in der 64. Minute: Schiedsrichter Michael Näther entschied auf Strafstoß, nachdem Max Lamby den Essener Dickson Abiama im Sechzehner zu Fall gebracht hatte. Telalovic trat an und verwandelte sicher links unten. In der Schlussphase verpasste es Essen, die Führung auszubauen, unter anderem durch einen Pfostenschuss von Marvin Obuz in der 89. Minute. Trotz der vergebenen Chancen blieb es beim 1:0-Endstand, da auch Havelse in der Offensive zu harmlos blieb, um die Essener Abwehr ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Der Weg zum ersten Saisonsieg

Die Ausgangslage für Rot-Weiss Essen war vor diesem zweiten Spieltag angespannt. Nach der bitteren 2:5-Auftaktniederlage in Saarbrücken stand die Mannschaft unter Druck, zu Hause eine Reaktion zu zeigen. Trainer Uwe Koschinat nahm im Vergleich zur Vorwoche lediglich eine personelle Änderung vor: Noah Pesch rückte für den verletzten Lucas Brumme in die Startelf und übernahm die Position im linken Mittelfeld. Der TSV Havelse hingegen reiste mit der Hypothek einer Niederlage gegen den VfB Stuttgart II an, wo man trotz zweimaliger Führung mit 2:3 unterlag. Die Gäste aus Niedersachsen, die nur durch den Lizenzentzug von 1860 München in der 3. Liga verblieben waren, zeigten sich in Essen defensiv fokussiert. Die taktische Marschroute von Havelse war klar darauf ausgerichtet, das Essener Angriffsspiel zu unterbinden und durch Nadelstiche zum Erfolg zu kommen. Die Essener hingegen, angetrieben von der lautstarken Westkurve, suchten konsequent den Weg nach vorne, was in der Summe zu einer deutlichen Überlegenheit in den Spielanteilen und einer Vielzahl an Torchancen führte, die jedoch erst nach einer Stunde in ein Tor umgemünzt werden konnten.

Akteure und Verantwortliche

Im Zentrum des Geschehens stand bei den Gastgebern vor allem Semir Telalovic, der mit seinem Treffer zum Matchwinner avancierte. Auch Marek Janssen und Tony Menzel zeigten sich sehr aktiv, wenngleich ihnen das nötige Glück im Abschluss fehlte. Auf der Seite der Gäste war Torhüter Omer Hanin der mit Abstand auffälligste Akteur, der durch zahlreiche Paraden eine höhere Niederlage verhinderte. Trainer Uwe Koschinat zeigte sich nach der Partie bei "MagentaSport" erleichtert über den Ausgang des Spiels. Er bezeichnete den Sieg als "dreckig", betonte aber gleichzeitig die deutliche Leistungssteigerung seiner Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche. Aufseiten der Gäste blieb es bei der Enttäuschung über die knappe Niederlage. Schiedsrichter Michael Näther leitete die Partie und traf mit dem Elfmeterpfiff die spielentscheidende Entscheidung, die von den Gästen akzeptiert wurde. Die Fans im Stadion spielten eine zentrale Rolle, indem sie das Team über die gesamte Spielzeit lautstark unterstützten, was insbesondere nach dem Treffer in der 64. Minute zu einer spürbaren Erleichterung im gesamten Stadion führte.

Einordnung der sportlichen Lage

Einzuordnen ist dieser Sieg für Rot-Weiss Essen als wichtiger Befreiungsschlag. Nach dem missglückten Saisonstart war es essenziell, die ersten drei Punkte einzufahren, um nicht frühzeitig in der Tabelle abzurutschen. Den Berichten zufolge war die spielerische Leistung gegen Havelse zwar noch nicht perfekt, aber ein deutlicher Fortschritt gegenüber der Niederlage in Saarbrücken erkennbar. Die hohe Anzahl an Tormöglichkeiten deutet darauf hin, dass die offensive Ausrichtung von Trainer Koschinat grundsätzlich funktioniert, während die Chancenverwertung weiterhin ein Punkt ist, an dem gearbeitet werden muss. Für den TSV Havelse bedeutet die Niederlage hingegen einen schwierigen Start in die Saison. Die Mannschaft muss sich nach den ersten beiden Spielen erst noch in der Liga zurechtfinden, um den Klassenerhalt, der durch den Lizenzentzug der Münchner Löwen erst ermöglicht wurde, in dieser Spielzeit sportlich zu rechtfertigen. Die Defensive der Gäste stand zwar über weite Strecken solide, doch die mangelnde Durchschlagskraft nach vorne bleibt ein Problem, das den Niedersachsen in den kommenden Wochen noch Sorgen bereiten könnte.

Offene Fragen und kommende Herausforderungen

Der aktuelle Quelltext lässt einige Fragen offen, die für den weiteren Saisonverlauf von Bedeutung sein könnten. So bleibt unklar, wie schwer die Verletzung von Lucas Brumme wiegt und wann mit seiner Rückkehr in den Kader zu rechnen ist. Ebenso wird nicht thematisiert, welche taktischen Anpassungen der Trainer für die kommenden Wochen plant, um die Chancenverwertung zu verbessern, da man gegen Havelse trotz Überlegenheit nur durch einen Elfmeter traf. Auch die langfristige Perspektive für den TSV Havelse bleibt nach zwei Niederlagen in zwei Spielen eine offene Frage. Wie wird die Mannschaft auf den Druck reagieren, wenn der erste Punktgewinn weiter auf sich warten lässt? Diese Aspekte werden sich erst in den kommenden Spieltagen klären. Fest steht jedoch, dass die Essener nun vor einer intensiven englischen Woche stehen, die den Kader auf die Probe stellen wird. Am Mittwoch, den 19. August 2026, steht zunächst das Niederrheinpokalspiel beim Oberligisten SV Sonsbeck an, bevor am 23. August das prestigeträchtige DFB-Pokalduell gegen den FC St. Pauli folgt. Das nächste Drittliga-Spiel findet am 29. August beim SV Wehen Wiesbaden statt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/strasse-hauser-aufsicht-draufsicht-11428406/ · Foto: Hicham Oukachi
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/wdr/wdr-telalovic-treffer-erloest-essen-gegen-havelse-100.html