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Shanice Craft hellwach ins Diskuswurf-Finale
Sport · 12.08.2026 12:22

Shanice Craft hellwach ins Diskuswurf-Finale

Kurz: Shanice Craft überzeugt bei der Leichtathletik-EM in Birmingham mit einem souveränen Finaleinzug im Diskuswurf, während der Zehnkampf spannend beginnt.

Souveräner Finaleinzug für Shanice Craft

Am dritten Wettkampftag der Leichtathletik-Europameisterschaften im britischen Birmingham hat die deutsche Diskuswerferin Shanice Craft ihre Ambitionen auf eine weitere internationale Medaille eindrucksvoll unterstrichen. Die 33-jährige Athletin präsentierte sich in der Qualifikationsrunde in einer hervorragenden körperlichen Verfassung und ließ keinen Zweifel an ihrem Leistungsvermögen aufkommen. Mit einer beeindruckenden Souveränität meisterte sie die Hürde des Vorkampfes. Während viele Konkurrentinnen mehrere Anläufe benötigten, um sich für den Endkampf zu qualifizieren, reichte Craft ein einziger, technisch sauber ausgeführter Wurf aus, um die geforderte Qualifikationsweite von 62,50 Metern deutlich zu übertreffen. Ihr Sportgerät landete bei einer Weite von 63,46 Metern, was ihr ein vorzeitiges Ende des Arbeitstages im Stadion ermöglichte. Durch diesen kraftsparenden Auftritt konnte sich die deutsche Werferin frühzeitig aus dem Wettbewerbsgeschehen zurückziehen, um ihre physischen Reserven für den entscheidenden Kampf um das Edelmetall zu schonen. Die gezeigte Leistung unterstreicht ihre Rolle als eine der ernsthaften Anwärterinnen auf einen Platz auf dem Podium, nachdem sie bereits in der Vergangenheit mehrfach bewiesen hat, dass sie bei großen Meisterschaften punktgenau ihre Bestform abrufen kann.

Die Konkurrenz und der Zeitplan für das Finale

Neben der deutschen Hoffnungsträgerin Shanice Craft zeigte auch die Niederländerin Jorinde van Klinken, die als eine der Top-Favoritinnen auf den Europameistertitel gehandelt wird, eine äußerst abgeklärte Vorstellung in der Qualifikation. Auch sie setzte auf maximale Effizienz und beendete ihren Arbeitstag bereits nach dem ersten Versuch, bei dem ihr Diskus bei einer Weite von 62,74 Metern zum Liegen kam. Damit qualifizierte sich auch die Niederländerin mühelos für das Finale, ohne dabei mehr Energie als unbedingt nötig auf der Anlage in Birmingham zu lassen. Die Zuschauer dürfen sich nun auf ein hochkarätiges Finale freuen, das für den Freitag, den 14. August 2026, angesetzt ist. Der Wettkampf beginnt um 21:30 Uhr und wird sowohl in der ARD als auch über die digitalen Angebote der Sportschau live übertragen. Die Ausgangslage verspricht ein packendes Duell, da sowohl Craft als auch van Klinken ihre Ambitionen durch die souveränen Qualifikationsleistungen klar untermauert haben. Für Craft geht es dabei um ihre vierte Bronzemedaille bei Europameisterschaften, ein Ziel, das nach dem bisherigen Verlauf des Turniers absolut in greifbare Nähe gerückt ist.

Zehnkampf-Auftakt mit Höhen und Tiefen

Parallel zum Diskuswurf der Frauen rückte der Zehnkampf in den Fokus des öffentlichen Interesses, da mit Leo Neugebauer ein amtierender Weltmeister und Top-Favorit auf den EM-Titel in das Geschehen eingriff. Der Start in den prestigeträchtigen Mehrkampf verlief für den deutschen Athleten jedoch nicht nach Wunsch. Bereits auf den ersten Metern des 100-Meter-Sprints kam es zu einem technischen Missgeschick, als Neugebauer strauchelte. Dieser kleine Patzer kostete ihn wertvolle Hundertstelsekunden, die in einem so eng beieinander liegenden Feld entscheidend sein können. Mit einer Zeit von 10,90 Sekunden kam er zwar ins Ziel, belegte jedoch nach der ersten von insgesamt zehn Disziplinen lediglich den neunten Rang in der Gesamtwertung. Für den Weltmeister bedeutet dies, dass er in den kommenden Disziplinen aufholen muss, um seinen Favoritenstatus zu untermauern. Dennoch bleibt der Wettkampf für ihn im Rahmen des Erwartbaren, da er über die nötige Erfahrung verfügt, um solche Rückschläge im weiteren Verlauf des Zehnkampfes durch konstante Leistungen in seinen Paradedisziplinen wieder wettzumachen.

Starke Leistungen der weiteren DLV-Athleten

Während Leo Neugebauer mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte, präsentierten sich seine Teamkollegen aus dem deutschen Zehnkampf-Trio in einer anderen Verfassung. Der erfahrene Niklas Kaul, der in der Vergangenheit bereits Welt- und Europameistertitel für sich entscheiden konnte, zeigte einen soliden Auftakt in den Wettbewerb. Er absolvierte die 100 Meter in einer Zeit von 11,23 Sekunden, was für seine Verhältnisse eine starke Leistung darstellt. Da Kaul seine größten Stärken traditionell in den technischen Disziplinen und den längeren Läufen am zweiten Wettkampftag hat, darf man gespannt sein, wie er sich im weiteren Verlauf des Zehnkampfes positionieren wird. Noch besser lief es für den erst 21-jährigen Amadeus Gräber. Der EM-Debütant lieferte aus dem deutschen Trio die mit Abstand beste Leistung über die 100 Meter ab. Mit einer Zeit von 10,79 Sekunden sicherte er sich nach der ersten Disziplin den dritten Platz in der Gesamtwertung. Dieser gelungene Einstand des jungen Athleten sorgt für zusätzliche Spannung im deutschen Lager und zeigt, dass auch der Nachwuchs auf internationaler Bühne bereits konkurrenzfähig ist.

Einordnung der sportlichen Ausgangslage

Einzuordnen ist der dritte EM-Tag in Birmingham als eine Mischung aus erwarteter Souveränität und unvorhersehbaren Anfangsschwierigkeiten. Dass Shanice Craft ihre Qualifikationshürde derart mühelos nahm, deutet den Berichten zufolge auf eine hervorragende mentale Einstellung und eine exzellente Vorbereitung hin. Die Tatsache, dass sie nur einen Versuch benötigte, ist ein deutliches Signal an die Konkurrenz. Im Zehnkampf hingegen zeigt sich, wie eng Freud und Leid beieinander liegen. Ein kleiner Strauchler beim Start kann die gesamte Taktik eines Mehrkämpfers beeinflussen. Dass Leo Neugebauer trotz des Fehlers nicht den Anschluss an die Spitze verloren hat, spricht für seine Qualität. Den Berichten zufolge ist die Ausgangslage im Zehnkampf nach der ersten Disziplin noch völlig offen, da die physisch anspruchsvollen Disziplinen erst noch folgen. Die Leistungsdichte ist hoch, und die unterschiedlichen Stärken der Athleten – von der Schnelligkeit eines Gräber bis zur Ausdauer eines Kaul – versprechen einen bis zur letzten Disziplin spannenden Wettkampf. Die Favoritenrolle von Neugebauer bleibt trotz des neunten Platzes nach dem ersten Sprint bestehen, da die Zehnkampf-Punkte erst nach Abschluss aller Disziplinen abgerechnet werden.

Offene Fragen und kommende Herausforderungen

Obwohl der dritte EM-Tag viele sportliche Antworten geliefert hat, bleiben einige Fragen für die kommenden Tage offen. So ist beispielsweise unklar, wie sich der Strauchler beim 100-Meter-Lauf auf die psychologische Verfassung von Leo Neugebauer auswirken wird und ob er in den folgenden Disziplinen wie dem Weitsprung oder dem Kugelstoßen sofort wieder sein gewohntes Leistungsniveau erreichen kann. Auch die Frage nach der physischen Verfassung der anderen Zehnkämpfer bleibt spannend, da die Belastung über zwei Tage hinweg extrem hoch ist. Hinsichtlich des Diskuswurf-Finales bleibt abzuwarten, ob Shanice Craft ihre aktuelle Form konservieren kann oder ob der Druck im Finale am Freitag eine andere Dynamik entfaltet. Der Quelltext gibt zudem keine Auskunft darüber, wie die Wetterbedingungen in Birmingham die Leistungen der Athleten beeinflussen könnten oder ob es bei den anderen Disziplinen des Zehnkampfes bereits zu weiteren Zwischenfällen gekommen ist. Auch die konkreten Zielsetzungen der anderen internationalen Konkurrenten im Zehnkampf werden im Bericht nicht weiter ausgeführt, was den weiteren Verlauf des Wettbewerbs zu einer Wundertüte macht.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/stadt-menschen-gebaude-spielen-16514954/ · Foto: wan fat
Quelle: https://www.sportschau.de/leichtathletik/em/shanice-craft-hellwach-ins-diskuswurf-finale,la-em-2026-birmingham-mittwoch-dritter-tag-100.html