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Neue Hitzewelle: Wird sie so heftig wie Ende Juni?
Schlagzeilen · 28.07.2026 14:50

Neue Hitzewelle: Wird sie so heftig wie Ende Juni?

Kurz: Deutschland steht vor einer neuen Hitzephase. Meteorologen klären auf, ob die kommenden Tage an die extremen Temperaturen vom Juni anknüpfen werden.

Wetterlage: Erneuter Temperaturanstieg in Deutschland

Nachdem das Wetter in den vergangenen Wochen bereits für Schlagzeilen sorgte, steht Deutschland erneut vor einer ausgeprägten Hitzephase. Meteorologische Daten deuten darauf hin, dass die Temperaturen in weiten Teilen des Landes deutlich ansteigen werden. Dabei stellt sich für viele die Frage, ob die bevorstehende Wetterlage ein Ausmaß erreichen wird, das mit der extremen Hitzeperiode Ende Juni vergleichbar ist.

Definition und regionale Unterschiede

In der Meteorologie wird erst dann von einer klassischen Hitzewelle gesprochen, wenn die Höchsttemperaturen an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 30-Grad-Marke überschreiten. Unter Berücksichtigung dieser Definition zeigt sich ein differenziertes Bild für die Bundesrepublik:

* **Norddeutschland:** Hier bleibt die Hitzewelle voraussichtlich aus. Zwar werden am Mittwoch und Donnerstag Werte über 30 Grad erwartet, doch bereits zum Wochenende kühlt es in diesen Regionen wieder ab.

* **Süd- und Westdeutschland:** In diesen Gebieten wird es deutlich heißer. Verbreitet sind Höchstwerte von über 30 Grad zu erwarten, regional können die Temperaturen auf über 35 Grad klettern. Extreme Werte um die 40 Grad sind nach aktuellen Prognosen jedoch eher unwahrscheinlich oder nur sehr vereinzelt zu erwarten.

Warum diesmal keine Hitzeglocke droht

Ein wesentlicher Unterschied zum Ereignis Ende Juni ist die Dynamik der Wetterlage. Damals sorgte eine sogenannte Hitzeglocke für tagelange, ungehinderte Sonneneinstrahlung, die den Boden massiv aufheizte. Diesmal zieht das verantwortliche Hochdruckgebiet „Olaf“ zügig nach Osten ab. Deutschland gelangt dadurch schnell auf die Westseite des Hochs, was die Verweildauer der extremen Hitze begrenzt.

Dennoch bleibt die Situation angespannt. Die Böden sind bereits stark ausgetrocknet, was die Hitzeentwicklung begünstigt. Besonders in der Südhälfte des Landes müssen sich Anwohner auf tropische Nächte einstellen, in denen das Thermometer nicht unter die 20-Grad-Marke fällt.

Auswirkungen auf die Wasserstände

Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen haben bereits deutliche Spuren an den großen deutschen Flüssen hinterlassen. Die Pegelstände von Rhein und Donau sind vielerorts besorgniserregend niedrig. Ein Beispiel für diese Entwicklung ist der Pegel Kaub am Rhein, der innerhalb von nur elf Tagen einen massiven Rückgang verzeichnete. Diese Niedrigwasserstände stellen eine Herausforderung für die Schifffahrt und die betroffenen Ökosysteme dar.

Wetterumschwung: Sturmböen und Gewittergefahr

Die Hitzephase ist nur von kurzer Dauer. Bereits ab Donnerstag kündigt sich ein Wetterwechsel an. Die Tiefdruckgebiete „Gudrun“ und „Helen“ nähern sich von Nordwesten und bringen feuchtere Luftmassen mit sich. Anstatt klassischer Tiefdruckwetterlagen steht jedoch zunächst eine windige Phase bevor:

* **Stürmische Böen:** Ab dem Donnerstagvormittag ist im Westen mit kräftigem Wind und stürmischen Böen zu rechnen.

* **Gewitterrisiko:** Wenn feuchte Luftmassen auf die aufgeheizten Böden treffen, entstehen instabile Bedingungen. Für die Nacht auf Freitag werden entlang einer Linie von der Lübecker Bucht bis zum Oberrhein Gewitter erwartet.

Ob diese Gewitter eine hohe Intensität erreichen werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht präzise vorhersagen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich die Unwetter auf den Norden konzentrieren. Nach diesem Durchgang soll sich das Wetter sommerlich, aber weniger heiß gestalten, wobei immer wieder mit Schauern und vereinzelten Gewittern zu rechnen ist.

Die Entwicklung bleibt dynamisch. Behörden und Wetterdienste beobachten die Lage genau, insbesondere im Hinblick auf die Waldbrandgefahr, die durch die Kombination aus Hitze und Trockenheit in vielen Teilen Europas verschärft wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/friedliche-studentendemonstration-in-bratislava-30766238/ · Foto: William Gevorg Urban
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/hitzewelle-august-gewitter-deutschland-100.html