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?Kassel sagt Danke!“
Regional · 11.09.2026 18:51

?Kassel sagt Danke!“

Kurz: Die Stadt Kassel würdigte beim elften Ehrenamtsfest rund 350 Engagierte für ihren unermüdlichen Einsatz in zahlreichen Vereinen und sozialen Projekten.

Ein Fest der Anerkennung für Kassels ehrenamtliche Kräfte

Am 11. September 2026 verwandelte sich Kassel in einen Ort der besonderen Wertschätzung, als die Stadtverwaltung zum elften Mal zum feierlichen Ehrenamtsfest unter dem Motto „Kassel sagt Danke!“ einlud. Die Veranstaltung diente dazu, die unverzichtbare Arbeit der etwa 60.000 Menschen zu würdigen, die in der nordhessischen Metropole in ihrer Freizeit ehrenamtlich aktiv sind. Diese beeindruckende Zahl verdeutlicht, wie tief das bürgerschaftliche Engagement in der lokalen Gesellschaft verwurzelt ist. Ob in Vereinen, sozialen Einrichtungen oder bei kurzfristigen Initiativen – die Vielfalt der Einsatzgebiete ist enorm. Rund 350 geladene Gäste aus etwa 130 verschiedenen Organisationen folgten der Einladung der Stadt, um gemeinsam auf ihre Leistungen zurückzublicken. Die Veranstaltung bot nicht nur einen feierlichen Rahmen, sondern auch eine Plattform für den Austausch zwischen den Engagierten und den Vertretern der Stadtverwaltung. Mit einem bunten Programm, das unter anderem ein Improvisationstheater beinhaltete, wurde der Abend zu einer Würdigung derjenigen, die durch ihren Einsatz das soziale Gefüge der Stadt maßgeblich mitgestalten und zusammenhalten.

Details zu den Akteuren und dem Programmablauf

Die Veranstaltung wurde von hochrangigen Vertretern der Stadt Kassel begleitet, darunter Sozialdezernent Norbert Wett, die Sachgebietsleiterin für Sozialplanung Peggy Niering, die Sozialamtsleiterin Anja Deiß-Fürst sowie Jochen Gollbach, der als Koordinator für bürgerschaftliches Engagement fungiert. In den Reden wurde deutlich, wie breit gefächert das Engagement ist: Es reicht von traditionellen Bereichen wie dem Zissel, dem Sportverein und den Rettungsdiensten bis hin zu kulturellen Projekten und der Nachbarschaftshilfe. Ein besonderer Fokus lag auf der Vorstellung von sechs ausgewählten Projekten, die im Rahmen des Fördertopfes „Kassel engagiert!“ unterstützt wurden. Dazu zählen unter anderem das „Rudern für eine saubere Fulda“ des Goethe-Gymnasiums, die „Cycassel-Nextbike-Challenge“ der Universität Kassel sowie verschiedene Dialog- und Bildungsangebote der African Peoples’ Convention und des Demokratischen Kulturvereins. Das Improvisationstheater „Mittendrin statt nur dabei“ griff die Anregungen der Gäste spontan auf und spiegelte die Vielfalt des Engagements humorvoll wider. Der Abend endete in einer entspannten Atmosphäre bei einem Imbiss, der den Gästen Raum für persönliche Gespräche und den Aufbau neuer Netzwerke bot.

Der Wandel des Ehrenamts und neue Engagementformen

Sozialdezernent Norbert Wett betonte während der Veranstaltung, dass das Ehrenamt einem stetigen Wandel unterliegt. Während die klassischen Vereinsstrukturen nach wie vor ein Rückgrat der Gesellschaft bilden, gewinnen moderne, flexiblere Formen zunehmend an Bedeutung. Viele Engagierte suchen sich heute Aufgaben, die sie ortsunabhängig und zeitlich flexibel erledigen können, wie etwa die Pflege von Webseiten oder die Betreuung von Social-Media-Kanälen. Auch die Bildung von Team-Vorständen statt starrer Hierarchien ist ein Trend, der die Vereine zukunftsfähig macht. Zudem wurde hervorgehoben, dass sich immer mehr Menschen in freien Initiativen oder informellen Nachbarschaftshilfen organisieren, ohne dass ein fester Vereinsrahmen zwingend erforderlich ist. Besonders erfreulich ist laut Stadtverwaltung die Beteiligung junger Menschen. Durch das Freiwillige Soziale Schuljahr (FSSJ) engagieren sich aktuell über 100 Jugendliche in 35 verschiedenen Einrichtungen. Mit mindestens 60 Stunden pro Jahr leisten sie einen wertvollen Beitrag. Wett unterstrich, dass Engagement kein Mindestalter kenne und junge Menschen frühzeitig Verantwortung übernehmen können, was die Stadt als Ganzes bereichere und für die Zukunft der Zivilgesellschaft essenziell sei.

Die Rolle der Stadtverwaltung und die Vernetzung

Die Stadt Kassel versteht sich in diesem Kontext als Unterstützerin und Netzwerkerin. Jochen Gollbach, der Koordinator für bürgerschaftliches Engagement, spielt hierbei eine zentrale Rolle. Er fungiert als direkter Ansprechpartner für Vereine und Initiativen und hilft dabei, die verschiedenen Akteure miteinander zu verknüpfen. Diese Vernetzungsarbeit ist entscheidend, um Synergien zu schaffen und die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und den zivilgesellschaftlichen Gruppen zu stärken. Ein konkretes Instrument dieser Förderung ist der Fördertopf „Kassel engagiert!“, der in diesem Jahr unter dem Motto „Kleine Schritte – große Wirkung“ stand. Elf Kleinprojekte konnten bisher mit jeweils bis zu 500 Euro unterstützt werden. Die Stadtverwaltung betont, dass sie nicht nur finanzielle Anreize schaffen, sondern vor allem die aktive Teilhabe fördern möchte. Die Anerkennung der Arbeit der Verantwortlichen – sei es als Kassenwart, Schriftführer oder Vorsitzender – bleibt dabei ein zentrales Anliegen, denn ohne diese organisatorische Basis könnten viele der alltäglichen Angebote, die als selbstverständlich wahrgenommen werden, gar nicht stattfinden.

Einordnung der Bedeutung des Engagements für Kassel

Einzuordnen ist das Ehrenamtsfest als ein wichtiges Signal der Stadtspitze, die das bürgerschaftliche Engagement als Fundament für eine lebens- und liebenswerte Stadt begreift. Den Berichten zufolge ist das Ehrenamt weit mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung; es ist ein verbindendes Element, das Menschen zusammenbringt und Gemeinschaft stiftet. Die Ausrichtung der Vereinten Nationen, das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr des Engagements für Nachhaltigkeit zu erklären, wurde von der Stadt Kassel konsequent aufgegriffen. Durch die Verknüpfung von lokaler Freiwilligenarbeit mit globalen Nachhaltigkeitszielen zeigt sich, dass Kassel den Anspruch verfolgt, eine „Engagierte Stadt“ zu sein. Die Bewertung des Engagements durch die Verantwortlichen fällt dabei durchweg positiv aus: Es wird als Motor für gesellschaftliche Veränderungen gesehen. Die Projekte, die im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt wurden, verdeutlichen, dass Eigeninitiative oft der erste Schritt zu einer großen Wirkung ist. Die Stadtverwaltung sieht in der Förderung dieser aktiven Zusammenarbeit den Schlüssel, um Kassel auch in Zukunft als lebendige und solidarische Gemeinschaft zu erhalten.

Offene Fragen und Lücken in der Berichterstattung

Obwohl die Pressemitteilung einen detaillierten Einblick in die Veranstaltung und die allgemeine Lage des Ehrenamts in Kassel gibt, bleiben einige Aspekte unbeantwortet. So wird zwar die Gesamtzahl von 60.000 ehrenamtlich aktiven Menschen in Kassel genannt, es bleibt jedoch unklar, wie sich diese Zahl in den vergangenen Jahren entwickelt hat – ob sie also stabil ist, wächst oder sinkt. Ebenso wird nicht explizit ausgeführt, wie genau die Auswahl der elf geförderten Kleinprojekte zustande kam und welche Kriterien neben dem Nachhaltigkeitsbezug für die Vergabe der Mittel ausschlaggebend waren. Auch über die langfristige Finanzierung des Fördertopfes „Kassel engagiert!“ jenseits des aktuellen Jahres macht der Text keine Angaben. Zudem fehlen Informationen darüber, wie viele der 350 anwesenden Gäste tatsächlich aus dem Bereich der klassischen Vereine kamen und wie hoch der Anteil derjenigen war, die in den neuen, informellen Initiativen aktiv sind. Diese Details hätten ein noch präziseres Bild der aktuellen Engagement-Landschaft in der Stadt gezeichnet.

Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

Die Stadt Kassel setzt ihre Bemühungen zur Förderung des Ehrenamts kontinuierlich fort. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich selbst einbringen möchten, werden dazu ermutigt, das Freiwilligenzentrum Region Kassel zu kontaktieren. Dort steht eine qualifizierte Engagementberatung zur Verfügung, um passende Einsatzmöglichkeiten zu finden. Auch der direkte Kontakt zu Jochen Gollbach bleibt als zentrale Anlaufstelle bestehen. Die Stadtverwaltung signalisiert damit, dass die Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements keine einmalige Aktion zum Ehrenamtsfest ist, sondern eine dauerhafte Aufgabe der Abteilung Sozialplanung. Die positive Resonanz auf das diesjährige Fest und die vorgestellten Projekte lassen darauf schließen, dass die Stadt auch in den kommenden Monaten und Jahren an der Vernetzung von Initiativen und der Unterstützung von Kleinprojekten festhalten wird. Die Einladung zum Mitmachen steht dabei im Zentrum, um den Geist des „Kassel sagt Danke!“ in den Alltag der Stadtgesellschaft zu tragen und die Basis für zukünftige Erfolge im bürgerschaftlichen Bereich zu legen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/charmante-kopfsteinpflasterstrasse-in-dusseldorf-37400856/ · Foto: Phalgunn Maharishi
Quelle: https://www.kassel.de/pressemitteilungen/september/kassel-sagt-danke2026.php