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Nach Crash auf dem Mond: Was die abgestürzte SpaceX-Rakete Forschern verrät
Politik · 06.08.2026 14:45

Nach Crash auf dem Mond: Was die abgestürzte SpaceX-Rakete Forschern verrät

Kurz: Eine abgestürzte SpaceX-Rakete liefert unerwartete wissenschaftliche Daten. Forscher analysieren nun die Auswirkungen des Aufpralls auf die Mondoberfläche.

Ein unerwartetes Ereignis im All

Im Januar 2026 startete eine Falcon-9-Rakete von SpaceX ins All. Ursprünglich war vorgesehen, dass die zweite Stufe der Rakete nach Abschluss ihrer Mission in die Erdatmosphäre zurückkehrt, um dort zu verglühen. Doch die Mission nahm einen anderen Verlauf: Die Rakete verließ den geplanten Orbit und steuerte stattdessen auf den Mond zu. Am 5. August 2026 schlug der Flugkörper schließlich auf der Mondoberfläche ein.

Obwohl der Absturz bereits im Vorfeld absehbar war, stellte die Beobachtung des Ereignisses eine erhebliche Herausforderung dar. Trotz zahlreicher Satelliten, die den Mond umkreisen, befand sich zum Zeitpunkt des Aufpralls kein Gerät in unmittelbarer Nähe, um den Moment des Einschlags direkt zu dokumentieren. Auch bodengestützte Teleskope konnten laut Angaben der Astrophysikerin Sara Webb von der Swinburne University keine klaren Aufnahmen des direkten Aufpralls liefern.

Analyse der Kraterbildung und Staubwolken

Trotz der schwierigen Beobachtungsbedingungen konnten Wissenschaftler der Europäischen Südsternwarte in München wertvolle Daten gewinnen. Durch den Aufprall der rund 3.900 Kilogramm schweren und zwölf Meter langen Raketenstufe entstand eine Staubwolke, die sich über mehr als zehn Kilometer ausdehnte und für etwa zehn Minuten sichtbar blieb.

Erste Schätzungen der Forscher gehen davon aus, dass durch den Einschlag ein Krater mit einem Durchmesser von etwa 20 Metern und einer Tiefe von fünf Metern entstanden ist. Die Analyse der aufgewirbelten Staubwolke ermöglichte zudem einen Einblick in die chemische Zusammensetzung der Absturzstelle.

Wissenschaftliche Erkenntnisse durch Spektroskopie

Die Anwendung der Spektroskopie erlaubte es den Astronomen, die Bestandteile der aufgewirbelten Wolke genauer zu bestimmen. Dabei konnten zwei wesentliche Substanzen identifiziert werden:

* **Lithium:** Dieser Stoff konnte in der Staubwolke nachgewiesen werden und wird nach ersten Analysen direkt auf die Überreste der SpaceX-Rakete zurückgeführt.

* **Natriumgas:** Im Gegensatz zum Lithium stammt dieses Gas den Untersuchungen zufolge vom Mond selbst und wurde durch die Wucht des Aufpralls freigesetzt.

Einordnung und weiterer Forschungsbedarf

Die gewonnenen Daten werden derzeit als erste, vorläufige Ergebnisse eingestuft. Carl Schmidt, Astronom am Center of Space Physics der Universität Boston, betonte gegenüber Medien, dass die Beobachtung nicht ideal verlaufen sei und es sich um eine noch sehr einfache Analyse handele. Dennoch bieten die Resultate einen Anknüpfungspunkt für weiterführende Untersuchungen.

In den kommenden Wochen und Monaten werden die Satelliten, die den Mond umkreisen, die Absturzstelle genauer untersuchen können. Diese Aufnahmen sollen dazu dienen, die ersten Schätzungen zur Kratergröße zu verifizieren und ein präziseres Bild der Auswirkungen zu erhalten, die ein solches künstliches Objekt auf die Mondoberfläche hat. Die wissenschaftliche Gemeinschaft sieht in dem Vorfall eine Gelegenheit, die Interaktion zwischen menschlicher Technologie und der lunaren Umgebung besser zu verstehen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/stadt-wolkenkratzer-stadtisch-urban-12930787/ · Foto: Laio Santana
Quelle: https://t3n.de/news/spacex-rakete-mond-forscher-1756759/?utm_source=rss&utm_medium=newsFeed&utm_campaign=newsFeed