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Myspace-Comeback geplant: Was die Besitzer trotz Millionenverlusten vorhaben
Technik · 04.08.2026 16:55

Myspace-Comeback geplant: Was die Besitzer trotz Millionenverlusten vorhaben

Kurz: Die Besitzer von Myspace planen einen Relaunch der einstigen Social-Media-Größe. Trotz massiver finanzieller Verluste halten sie an der Marke fest.

Ein digitaler Pionier vor der Rückkehr

Lange Zeit galt Myspace als das Synonym für soziale Netzwerke im Internet. Nachdem die Plattform ihre Vormachtstellung durch den Aufstieg von Facebook verloren hatte, wandelte sie sich zu einem reinen Musik-Streaming-Dienst. Nun gibt es jedoch Anzeichen für eine strategische Neuausrichtung: Die aktuellen Eigentümer Chris und Tim Vanderhook haben in einer Dokumentation angekündigt, der Plattform einen Relaunch zu verpassen.

Die Vision der Vanderhook-Brüder

Die Brüder, die Myspace über ihr Unternehmen Viant verwalten, zeigen sich trotz der schwierigen Vergangenheit der Marke entschlossen. In der Dokumentation „Myspace“ äußerten sie ihre Absicht, die Plattform erneut zu beleben. Dabei betonten sie, dass sie lediglich auf den richtigen Zeitpunkt für diesen Schritt warten. Sollte ein erster Versuch scheitern, schließen die Besitzer weitere Anläufe nicht aus. Konkrete Details, wie eine moderne Version von Myspace aussehen könnte oder welche Funktionen im Zentrum stehen sollen, wurden bislang nicht kommuniziert.

Der historische Abstieg und seine Gründe

Der Niedergang von Myspace ist eng mit strategischen Fehlentscheidungen und dem technologischen Fortschritt der Konkurrenz verknüpft. Nachdem die News Corporation das Netzwerk 2005 für 580 Millionen US-Dollar erworben hatte, wurde die Seite mit neuen Features und Werbeanzeigen überladen. Dies führte zu einer Verschlechterung der Nutzererfahrung, die sich in langen Ladezeiten und technischen Fehlern äußerte.

Im direkten Vergleich punktete Facebook mit einer aufgeräumten Benutzeroberfläche und einer deutlich höheren Geschwindigkeit. Der Unmut der Nutzer manifestierte sich im Januar 2008 in einer organisierten Kampagne unter dem Motto „Delete Your Myspace Account“, bei der zur massenhaften Abwanderung zur Konkurrenz aufgerufen wurde.

Finanzielle Herausforderungen und Eigentümerwechsel

Die wirtschaftliche Bilanz der letzten Jahre ist für die aktuellen Betreiber ernüchternd. Nach dem Verkauf durch die News Corporation im Jahr 2011 an Specific Media – dem Vorläufer von Viant – war der Marktwert drastisch eingebrochen. Während der ursprüngliche Kaufpreis noch bei 580 Millionen Dollar lag, wechselte die Plattform später für lediglich 35 Millionen Dollar den Besitzer.

Die Vanderhooks räumten ein, dass die Investition bisher wenig lukrativ war. Die Versuche, die Plattform zu modernisieren, stießen auf erhebliche Hürden. Laut den Eigentümern sprangen Werbepartner ab, die Facebook als attraktivere Plattform für ihre Kampagnen betrachteten. In der Folge verzeichnete das Unternehmen Verluste in Höhe von über 150 Millionen Dollar. Die Betreiber beschreiben den Prozess rückblickend als eine Phase, in der nahezu alle operativen Vorhaben mit Schwierigkeiten verbunden waren.

Ausblick: Was kommt nach dem Relaunch?

Ob ein erneuter Versuch, Myspace als relevante Social-Media-Plattform zu etablieren, erfolgreich sein kann, bleibt abzuwarten. Die Historie der Seite ist geprägt von gescheiterten Versuchen, an den einstigen Erfolg anzuknüpfen. Die Ankündigung der Vanderhooks unterstreicht jedoch, dass die Marke trotz der massiven „verbrannten“ Gelder weiterhin als wertvolles Asset betrachtet wird. Die kommenden Schritte hängen nun davon ab, ob es den Verwaltern gelingt, ein Konzept zu entwickeln, das sich in einem gesättigten Markt gegen etablierte Größen durchsetzen kann.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/laptop-mit-angezeigtem-code-und-kaffeetasse-in-der-nahe-34803976/ · Foto: Daniil Komov
Quelle: https://t3n.de/news/myspace-comeback-plaene-vanderhook-1756039/?utm_source=rss&utm_medium=newsFeed&utm_campaign=newsFeed