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Open Books 2026: Diese Highlights erwarten Literaturfans in Frankfurt
Regional · 18.09.2026 19:50

Open Books 2026: Diese Highlights erwarten Literaturfans in Frankfurt

Kurz: Das Lesefest 'Open Books' begleitet die Frankfurter Buchmesse 2026 mit über 100 kostenlosen Veranstaltungen in der gesamten Stadt.

Was geschehen ist – die Kernmeldung ausführlich

Wenn die Frankfurter Buchmesse vom 7. bis zum 11. Oktober 2026 ihre Tore öffnet, verlagert sich das literarische Geschehen nicht nur auf das offizielle Messegelände. Parallel dazu findet das städtische Lesefest „Open Books“ statt, das Literatur direkt in die Frankfurter Innenstadt bringt. Das von der Stadt Frankfurt organisierte Programm zeichnet sich durch seine kostenlose Zugänglichkeit und eine ausgeprägte Publikumsnähe aus. Während auf dem Messegelände bei zehntausenden Besuchern pro Tag oft wenig Raum für konzentriertes Lesen oder den persönlichen Austausch mit Autoren bleibt, bietet „Open Books“ eine entspannte Alternative. Mit insgesamt über 100 Veranstaltungen verwandelt das Festival die Stadt in eine vibrierende Lesebühne. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) betonte bei der Vorstellung des Programms die Bedeutung dieser Initiative, die es Literaturbegeisterten ermöglicht, ihre Lieblingsautoren in einem direkten und ungezwungenen Rahmen zu erleben. Das Festival richtet sich sowohl an Fachpublikum als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger, die den Austausch mit der aktuellen Literaturlandschaft suchen, ohne an die formellen Strukturen des Messebetriebs gebunden zu sein.

Die Einzelheiten – Zahlen, Namen und Orte

Das Programm von „Open Books“ umfasst mehr als 100 Einzelveranstaltungen, die über die gesamte Dauer der Buchmesse verteilt sind. Der Auftakt findet traditionell am Dienstag in der Deutschen Nationalbibliothek statt, wo das „Blaue Sofa“ als Bühne dient. Zu den dort erwarteten Gästen zählen neben dem aktuellen Träger des Deutschen Buchpreises auch die Autorin Andrea Wulf, der Schriftsteller Ingo Schulze sowie der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff. Für diese spezifische Auftaktveranstaltung sind bereits alle Tickets vergeben. Für alle anderen Programmpunkte des Festivals gilt ein einheitliches Prinzip: Es werden keine Eintrittskarten ausgegeben, eine Reservierung von Plätzen ist nicht möglich und es herrscht freie Platzwahl. Der Einlass erfolgt in der Regel 15 bis 30 Minuten vor dem offiziellen Beginn der jeweiligen Lesung oder Diskussion. Die Veranstaltungsorte sind über die Stadt verteilt, darunter die Volksbühne im Großen Hirschgraben, das Haus am Dom, die Evangelische Akademie am Römerberg sowie die Deutsche Nationalbibliothek, die als zentrale Anlaufpunkte für die verschiedenen Lesungen und Autorengespräche fungieren.

Hintergrund – Vorgeschichte und Verlauf

Das Lesefest „Open Books“ hat sich als feste Größe im Umfeld der Frankfurter Buchmesse etabliert. Es entstand aus dem Bedürfnis, die Literatur aus den oft überfüllten Messehallen in den öffentlichen Raum der Stadt zu tragen. Die Stadt Frankfurt organisiert dieses Format, um eine Brücke zwischen dem professionellen Messebetrieb und der breiten Leserschaft zu schlagen. Über die Jahre hinweg hat sich das Konzept bewährt, indem es Autoren die Möglichkeit gibt, ihre Werke in einem intimeren Rahmen vorzustellen, als dies auf den großen Bühnen der Messe möglich wäre. Die Entwicklung des Programms spiegelt dabei stets die aktuellen gesellschaftlichen und literarischen Debatten wider. Während die Buchmesse selbst primär als Branchentreff fungiert, dient „Open Books“ als kulturelles Schaufenster, das den Dialog zwischen Publikum und Schriftstellern fördert. Die kontinuierliche Einbindung von verschiedenen Institutionen in der Stadt, wie der Evangelischen Akademie oder der Volksbühne, unterstreicht den Anspruch, Literatur als integralen Bestandteil des städtischen Lebens zu begreifen und nicht als isoliertes Ereignis hinter Messezäunen.

Die Beteiligten – Personen und Institutionen

Zahlreiche Akteure gestalten das diesjährige Programm. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) fungiert als zentrale Vertreterin der Stadt Frankfurt bei der Programmvorstellung. Zu den prominenten Gästen gehören die Autorin Elke Heidenreich, die ihre Liebe zu Büchern thematisiert, sowie die Verfassungsrechtlerin Frauke Brosius-Gersdorf, die sich kritisch mit dem Grundgesetz auseinandersetzt. Die internationale Perspektive wird durch die taiwanische Autorin Yang Shuang-zi, Trägerin des International Booker Prize, vertreten. Im Bereich der Comic-Literatur sind die Grafikerin Irina Rastorgueva und die Zeichnerin Štěpánka Jislová beteiligt. Der Frankfurt-Abend vereint die lokalen Autoren Miriam Carbe, Martin Piekar und Artur Becker. Auch für ein jüngeres Publikum ist gesorgt: Die Bestsellerautorin Stefanie Taschinski und die bekannte Kinderbuchautorin Cornelia Funke lesen aus ihren Werken. Der Nachfahre einer Widerstandsfamilie, Bernhard Esser, ergänzt die Lesung von Taschinski durch historische Einblicke. Institutionell getragen wird das Festival durch die Stadt Frankfurt, unterstützt durch Veranstaltungsorte wie die Deutsche Nationalbibliothek, das Haus am Dom und die Evangelische Akademie am Römerberg.

Einordnung – Bedeutung der Veranstaltungen

Den Berichten zufolge ist das Festival als eine bewusste Gegenbewegung zum hektischen Messealltag zu verstehen. Einzuordnen ist das so: Während die Buchmesse auf wirtschaftliche Vernetzung und den Handel mit Lizenzen fokussiert ist, setzt „Open Books“ auf die emotionale und intellektuelle Bindung zwischen Lesern und Autoren. Die Auswahl der Themen – von der kritischen Auseinandersetzung mit dem Grundgesetz durch Frauke Brosius-Gersdorf bis hin zu den persönlichen Erinnerungen von Elke Heidenreich – zeigt, dass das Festival einen breiten gesellschaftlichen Anspruch erhebt. Die Einbeziehung von internationalen Preisträgern wie Yang Shuang-zi verdeutlicht zudem den globalen Anspruch der Frankfurter Literaturwoche. Dass auch kontroverse Themen wie Propaganda in Comics oder die Auswirkungen des Klimawandels in Jugendbüchern wie bei Ursula Poznanski aufgegriffen werden, unterstreicht die Relevanz des Lesefests als Forum für aktuelle Zeitfragen. Die Veranstaltung bietet somit nicht nur Unterhaltung, sondern fungiert als ein Ort der Reflexion über gesellschaftliche Machtverhältnisse, Identitätsfragen und die Zukunft des Zusammenlebens in einer digitalisierten Welt.

Offene Fragen – Was der Quelltext nicht beantwortet

Obwohl das Programm für „Open Books“ 2026 detailliert vorgestellt wurde, bleiben einige Aspekte unbeantwortet. Der Quelltext macht keine Angaben zur genauen Kapazität der einzelnen Veranstaltungsorte, was bei der hohen Nachfrage und dem Prinzip der freien Platzwahl für Besucher relevant sein könnte. Zudem wird nicht spezifiziert, wie die Stadt Frankfurt die Finanzierung des kostenlosen Angebots im Detail sicherstellt, abgesehen von der allgemeinen Erwähnung der städtischen Organisation. Auch bleibt unklar, ob es bei großem Andrang ein alternatives Programm oder Übertragungen in andere Räumlichkeiten gibt, falls die Kapazitäten in den genannten Häusern erschöpft sind. Die genaue Auswahl der über 100 Veranstaltungen wird nur in Auszügen präsentiert; wie sich das restliche Programm zusammensetzt und ob weitere internationale Gäste kurzfristig dazustoßen könnten, wird nicht weiter ausgeführt. Ebenso fehlen Informationen darüber, ob das Festival über die genannten Orte hinaus noch weitere Standorte im Stadtgebiet bespielt, um die Besucherströme gegebenenfalls besser zu entzerren.

Wie es weitergeht – Ankündigungen und Termine

Das Festival „Open Books“ findet parallel zur Frankfurter Buchmesse im Zeitraum vom 7. bis zum 11. Oktober 2026 statt. Der offizielle Startschuss fällt am Dienstag, dem 6. Oktober, mit der Auftaktveranstaltung in der Deutschen Nationalbibliothek. Die weiteren Programmpunkte sind über die folgenden Tage bis zum Messeende verteilt. Am Donnerstag, dem 8. Oktober, spricht Elke Heidenreich um 18 Uhr in der Volksbühne im Großen Hirschgraben. Der Freitag, der 9. Oktober, steht unter anderem im Zeichen der taiwanischen Autorin Yang Shuang-zi um 20 Uhr in der Evangelischen Akademie. Der Samstag, der 10. Oktober, ist der intensivste Tag mit zahlreichen Veranstaltungen: Cornelia Funke liest um 10 Uhr in der Nationalbibliothek, Stefanie Taschinski folgt dort um 16 Uhr. Ebenfalls am Samstag diskutieren um 18:30 Uhr Irina Rastorgueva und Štěpánka Jislová in der Evangelischen Akademie, während Ursula Poznanski um 18 Uhr in der Nationalbibliothek liest. Der Frankfurt-Abend mit Miriam Carbe, Martin Piekar und Artur Becker bildet am Samstag um 20 Uhr in der Volksbühne einen weiteren Höhepunkt. Besucher sind angehalten, sich frühzeitig an den jeweiligen Orten einzufinden.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/neues-rathaus-hannover-22813505/ · Foto: Daniel Lengies
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-open-books-2026-diese-highlights-erwarten-literaturfans-in-frankfurt-100.html