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Mabry ohne Probleme im Kugelstoß-Finale - Batz verletzt
Sport · 10.08.2026 13:20

Mabry ohne Probleme im Kugelstoß-Finale - Batz verletzt

Kurz: Der Auftakt der Leichtathletik-EM in Birmingham bringt Licht und Schatten: Yemisi Mabry glänzt, während Simon Batz verletzungsbedingt vorzeitig ausscheidet.

Gelungener Auftakt für Yemisi Mabry

Für die deutsche Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry hätte der Start in die Leichtathletik-EM in Birmingham kaum besser verlaufen können. Mit einer Weite von 19,25 Metern übertraf die 27-jährige Mannheimerin die geforderte Qualifikationsmarke von 18,20 Metern bereits im ersten Versuch deutlich. Damit sicherte sie sich souverän den Einzug in das Finale, das für den Abend angesetzt ist. Mabry zeigte sich nach ihrem Auftritt zufrieden mit der Leichtigkeit ihres Stoßes und kündigte bereits an, im Kampf um die Medaillen gegen die niederländische Goldfavoritin Jessica Schilder alles zu geben.

Neben Mabry konnten sich auch die beiden weiteren deutschen Athletinnen für das Finale der besten zwölf qualifizieren. Nina Ndubuisi (17,71 Meter) und Katharina Maisch (17,64 Meter) zogen als Neunt- bzw. Elftplatzierte in die nächste Runde ein, wobei Maisch erst im dritten und letzten Versuch die notwendige Weite erzielte.

Bitteres Aus für Simon Batz

Überschattet wurde der erste Wettkampftag von einem herben Rückschlag für den deutschen Weitsprung-Meister Simon Batz. Der 29-Jährige, der mit einer Saisonbestleistung von 8,29 Metern als Medaillenkandidat angereist war, verletzte sich bereits beim Einspringen am linken Oberschenkel. Der Schmerz im Beuger zwang ihn zum sofortigen Abbruch, was das vorzeitige Ende seiner EM-Teilnahme bedeutete. Batz äußerte sich tief enttäuscht, da er sich in der Form seines Lebens wähnte. Das Verletzungspech traf zudem den italienischen Goldanwärter Mattia Furlani, der die Qualifikation im Rollstuhl verlassen musste.

Fortschritte auf der Bahn

Im 800-Meter-Lauf der Männer überzeugte der 21-jährige Alexander Stepanov. Durch eine taktisch kluge Renneinteilung – er hielt sich lange im Windschatten und forcierte 200 Meter vor dem Ziel – sicherte er sich mit einer Zeit von 1:46,27 Minuten den dritten Platz in seinem Vorlauf. Damit qualifizierte sich der deutsche Meister direkt für das Halbfinale am kommenden Mittwoch. Auch der 400-Meter-Läufer Torben Finke hinterließ einen positiven Eindruck. Der EM-Debütant erreichte in seinem Vorlauf eine Zeit von 45,79 Sekunden und darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Einzug in das Halbfinale am Dienstag machen.

Zittern im Hammerwurf

Für den Vize-Weltmeister im Hammerwurf, Merlin Hummel, verlief der Vormittag hingegen enttäuschend. Nach einem ungültigen ersten Versuch kam der Frankfurter lediglich auf 75,49 Meter. Da die direkte Qualifikationsweite bei 78,00 Metern lag, muss Hummel nun abwarten, ob seine Leistung ausreicht, um als einer der besten Werfer der Qualifikation in das Finale einzuziehen. Der Athlet selbst zeigte sich selbstkritisch und räumte ein, nicht die nötige Fokussierung gefunden zu haben.

Die weiteren Wettkämpfe der kommenden Tage werden zeigen, wie die deutschen Athleten mit dem Druck der EM-Bühne umgehen und ob sich die Favoriten in den Finalentscheidungen durchsetzen können.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/fussballspieler-auf-matschfeld-wahrend-des-trainings-30754779/ · Foto: Omar Ramadan
Quelle: https://www.sportschau.de/leichtathletik/em/yemisi-mabry-ohne-probleme-ins-kugelstoss-finale,la-em-2026-birmingham-montag-erster-tag-100.html