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Kinder sollen Wasserbombe auf Porsche geworfen und dabei Sachschaden verursacht haben
Regional · 24.08.2026 07:45

Kinder sollen Wasserbombe auf Porsche geworfen und dabei Sachschaden verursacht haben

Kurz: In Dietzenbach ermittelt die Polizei nach einem Vorfall, bei dem Kinder oder Jugendliche eine Wasserbombe von einer Brücke auf einen fahrenden Porsche warfen.

Ein gefährlicher Zwischenfall in Dietzenbach

Ein Vorfall auf der Velizystraße in Dietzenbach hat die Aufmerksamkeit der örtlichen Polizei auf sich gezogen. Am Donnerstag ereignete sich ein Vorfall, bei dem ein fahrendes Fahrzeug zum Ziel eines gefährlichen Wurfgeschosses wurde. Eine Autofahrerin war mit ihrem schwarzen Porsche Cayenne unterwegs, als sie eine Brücke passierte, die in Richtung eines dort ansässigen Supermarktes führt. Nach ihren Angaben wurde in diesem Moment eine Wasserbombe von oben auf ihr Fahrzeug geworfen. Die Gruppe von Personen, die sich auf der Brücke befand und augenscheinlich dem jugendlichen Alter zuzuordnen war, ergriff unmittelbar nach der Aktion die Flucht. Die Fahrerin bemerkte den Vorfall während der Fahrt, stellte jedoch erst im Nachgang die konkreten Auswirkungen an ihrem Wagen fest. Da durch solche Aktionen die Sicherheit im Straßenverkehr massiv gefährdet wird, hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen und bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des Sachverhalts.

Details zum Tathergang und den Schäden

Die betroffene Fahrerin gab gegenüber den Beamten an, dass sie am Donnerstag gegen 13.45 Uhr die Velizystraße befuhr. Ihr Fahrzeug, ein schwarzer Porsche Cayenne mit dem Kennzeichen OF, wurde beim Unterqueren der Supermarkt-Brücke von dem Wurfgeschoss getroffen. Die Frau konnte die Täter als eine Gruppe von Jugendlichen beschreiben, die nach dem Wurf fluchtartig das Weite suchten. Nachdem die Fahrerin ihre Fahrt fortgesetzt hatte, entdeckte sie später an ihrem Fahrzeug zwei deutliche Steinschläge. Nach ihrer Einschätzung und Schilderung gegenüber der Polizei sind diese Beschädigungen unmittelbar auf den Aufprall der Wasserbombe zurückzuführen. Da es sich bei der Velizystraße um eine vielbefahrene Strecke handelt, hoffen die Ermittler nun darauf, dass weitere Verkehrsteilnehmer oder Passanten den Vorfall auf der Brücke beobachtet haben könnten. Die Polizei Dietzenbach ist unter der Telefonnummer 06074 837-0 für Hinweise erreichbar.

Hintergrund und polizeiliche Einordnung

Einzuordnen ist das Geschehen als ein Vorfall, der weit über einen bloßen Streich hinausgeht. Die Polizei Südosthessen führt das Ermittlungsverfahren derzeit unter dem Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Diese rechtliche Einordnung unterstreicht die Schwere der Tat, da das Werfen von Gegenständen von Brücken auf fahrende Autos die Konzentration der Fahrzeugführer massiv stören und zu gefährlichen Ausweichmanövern oder Unfällen führen kann. Auch wenn es sich in diesem Fall um eine Wasserbombe handelte, zeigt die Entstehung der zwei Steinschläge am Porsche, dass die Wucht des Aufpralls bei entsprechender Geschwindigkeit des Fahrzeugs ausreicht, um Sachschäden an der Karosserie zu verursachen. Die Ermittlungsbehörden nehmen derartige Vorfälle grundsätzlich sehr ernst, da die Hemmschwelle für solche Handlungen im öffentlichen Raum ein Sicherheitsrisiko für alle Verkehrsteilnehmer darstellt. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun darauf, die Identität der flüchtigen Jugendlichen zu klären, die zum Zeitpunkt des Vorfalls auf der Brücke gesichtet wurden.

Die Beteiligten und die Ermittlungsarbeit

In den Fall involviert sind neben der geschädigten Autofahrerin, die Anzeige erstattet hat, die noch unbekannte Gruppe von Jugendlichen, die als Tatverdächtige gelten. Die polizeilichen Ermittlungen werden von der Polizeistation Dietzenbach geführt, die für die Sachbearbeitung zuständig ist. Das Polizeipräsidium Südosthessen fungiert hierbei als übergeordnete Behörde, deren Pressestelle für die Öffentlichkeitsarbeit und die Koordination der Zeugensuche verantwortlich zeichnet. Die Sprecher Thomas Leipold, Felix Geis, Claudia Benneckenstein und Maximilian Edelbluth stehen für Rückfragen zur Verfügung. Die Polizei ist nun auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, um die Identität der Jugendlichen zu ermitteln. Da die Täter nach der Tat davongelaufen sind, gibt es derzeit keine weiteren Anhaltspunkte zu ihrem Verbleib oder ihrer Identität. Die Polizei appelliert an Zeugen, die zur fraglichen Zeit am Donnerstag gegen 13.45 Uhr im Bereich der Velizystraße unterwegs waren, sich umgehend bei der Dienststelle zu melden.

Offene Fragen und der weitere Verlauf

Obwohl der Tathergang durch die Schilderung der Geschädigten grob skizziert ist, bleiben wesentliche Fragen offen. So ist bisher unklar, wie viele Personen genau zu der Gruppe gehörten und ob es sich tatsächlich ausschließlich um Jugendliche handelte oder ob Kinder an dem Vorfall beteiligt waren. Auch die genaue Beschaffenheit der Wasserbombe, die zu den Steinschlägen am Fahrzeug führte, bleibt Gegenstand der Spekulation, da Wasserbomben üblicherweise aus weichem Material bestehen. Die Ermittler müssen nun klären, ob sich in der Wasserbombe möglicherweise feste Gegenstände befanden oder ob die Wucht des Aufpralls in Kombination mit der Fahrgeschwindigkeit des Porsches ausreichte, um die Schäden zu verursachen. Wie es weitergeht, hängt nun maßgeblich von den eingehenden Zeugenhinweisen ab. Sobald die Polizei Hinweise auf die Identität der Jugendlichen erhält, werden diese befragt werden. Sollten sich die Verdachtsmomente erhärten, könnten auf die Beteiligten rechtliche Konsequenzen zukommen, die weit über den zivilrechtlichen Ersatz des Sachschadens hinausgehen können, da der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr eine Straftat darstellt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/graue-betonstrasse-1696012/ · Foto: Lukas Mayer
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43561/6338358