Ein historisches Comeback in der Lausitz
Nach zwölf Jahren Wartezeit ist Energie Cottbus zurück auf der Bühne der 2. Bundesliga. Unter der Leitung von Trainer Claus-Dieter Wollitz herrscht in der Lausitz eine spürbare Euphorie. Der Verein, der in der Sommerpause mit dem Transfer von Leonardo Bittencourt ein deutliches Zeichen setzte, möchte an alte Zeiten anknüpfen. Bittencourt, der aus seiner Zeit bei Werder Bremen und dem 1. FC Köln über die Erfahrung von mehr als 300 Bundesligaspielen verfügt, kehrt damit zu seinem Ausbildungsverein zurück.
Trainer Wollitz betont die offensive Ausrichtung seines Teams. Mit über 6.000 verkauften Dauerkarten im Rücken soll im Stadion für Spektakel gesorgt werden. Zum Auftakt gegen Hannover 96 setzt der Coach auf frische Kräfte: Neben Bittencourt stehen auch Innenverteidiger Erlein, Flügelspieler Copado und der neue Stammtorhüter Lotka in der Startelf.
Hannover 96 mit Ambitionen
Der Gegner aus Niedersachsen geht mit klaren Zielen in die Saison 2026/2027. Nachdem das Team von Trainer Christian Titz in der Vorsaison als Tabellenvierter den Aufstieg in die 1. Bundesliga knapp verpasst hatte, gilt Hannover erneut als einer der Favoriten auf den Sprung ins Oberhaus. Die Kaderplanung ist dabei noch in vollem Gange; Medienberichten zufolge könnte kurz nach Saisonbeginn noch Verstärkung aus der MLS hinzustoßen.
Personell setzt Hannover auf eine neu formierte Defensive. Der Schweizer Pascal Loretz übernimmt die Rolle als neue Nummer eins im Tor, während Jean Hugonet die Innenverteidigung verstärkt. Lars Gindorf kehrt nach seiner Leihe aus Aachen zurück und komplettiert die Startformation.
St. Pauli und Fürth im direkten Vergleich
Parallel zum Cottbuser Comeback steht das Duell zwischen dem FC St. Pauli und der SpVgg Greuther Fürth im Fokus. Für die Hamburger ist es der Start in eine neue Ära nach dem Abstieg aus der Bundesliga. Unter dem neuen Trainer Marcel Rapp soll der direkte Weg zurück in die Erfolgsspur gefunden werden. Rapp setzt dabei unter anderem auf den langjährigen Fürther Kapitän Branimir Hrgota.
Die Gäste aus Mittelfranken haben einen massiven Umbruch hinter sich. Mit fünf Neuzugängen in der Anfangsformation, darunter Torwart Florian Hellstern und Offensivkraft Shinta Appelkamp, stellt sich die Spielvereinigung unter Trainer Heiko Vogel neu auf. Beide Teams hoffen nach einer durchwachsenen Vorsaison auf einen gelungenen Start in die neue Spielzeit.
Nürnberg gegen Dresden: Tradition unter Druck
Im Max-Morlock-Stadion empfängt der 1. FC Nürnberg die SG Dynamo Dresden. Die Franken gehen in ihre achte Zweitliga-Saison in Folge und hoffen unter Trainer Miroslav Klose auf eine stabilere Spielzeit. Trotz des Abgangs einiger Leistungsträger in der Defensive zeigt sich der Kader durch gezielte Neuverpflichtungen wie Otto und Kalogeropoulos gut aufgestellt.
Die Gäste aus Sachsen, die in der vergangenen Saison als laufstärkstes Team der Liga überzeugten, setzen auf Kontinuität und punktuelle Verstärkung. Mit Trainer Thomas Stamm an der Seitenlinie möchte Dynamo den Schwung aus der starken Rückrunde der Vorsaison mitnehmen. Für die mitgereisten 7.000 Fans der SGD ist das Ziel eine sorgenfreie Saison im Tabellenmittelfeld, wobei intern auch von höheren Zielen geträumt wird.