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Infantino empört die Fußball-Welt
Sport · 29.07.2026 23:00

Infantino empört die Fußball-Welt

Kurz: FIFA-Präsident Gianni Infantino sorgt mit Plänen zur Teilprivatisierung der Weltmeisterschaft für massive Kritik und Empörung in der internationalen Fußballwelt

Ein umstrittener Vorstoß zur Kommerzialisierung

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat mit seinen jüngsten Plänen, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu veräußern, eine Welle der Empörung ausgelöst. Das Vorhaben, das den Weltfußball nachhaltig verändern könnte, zielt darauf ab, durch den Einstieg externer Geldgeber Milliarden zu generieren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Infantino die 211 Mitgliedsverbände der FIFA zu einer Abstimmung aufgefordert, was von Beobachtern als massiver Druckaufbau gewertet wird.

Widerstand aus der europäischen Fußballszene

Besonders die UEFA positioniert sich deutlich gegen die Pläne des FIFA-Chefs. Der europäische Dachverband hat für den kommenden Donnerstag eine Sitzung einberufen, um auf die Entwicklungen zu reagieren und eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten. Die Kritik beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Verbände. Auch auf Vereinsebene regt sich massiver Protest. So äußerte sich etwa Max Eberl vom FC Bayern München scharf über das Vorhaben und betonte, dass ihn diese Pläne regelrecht anekeln würden.

Die Strategie hinter dem Milliarden-Lockruf

Infantino versucht, die Mitgliedsverbände mit der Aussicht auf erhebliche finanzielle Zuwendungen zu überzeugen. Die Aussicht auf milliardenschwere Einnahmen dient dabei als zentrales Lockmittel. Dennoch bleibt die Stimmung in der Fußballwelt angespannt. Kritiker bezeichnen das Vorgehen als scheinheilig und fordern ein entschlossenes Eingreifen, um den Einfluss privater Investoren auf das wichtigste Turnier des Weltfußballs zu verhindern.

Mögliche Folgen und nächste Schritte

Die Debatte um den Verkauf von WM-Anteilen wirft fundamentale Fragen zur Zukunft des Fußballs auf. Sollten sich die Pläne durchsetzen, könnte dies die Unabhängigkeit der FIFA und den Charakter der Weltmeisterschaft dauerhaft verändern. Während die UEFA und verschiedene Akteure versuchen, den Vorstoß zu stoppen, bleibt abzuwarten, wie sich die Mitgliedsverbände unter dem Druck der FIFA-Führung entscheiden werden. Die kommenden Tage, insbesondere die angekündigte Sitzung der UEFA, dürften richtungsweisend für den weiteren Verlauf dieser Auseinandersetzung sein. Experten analysieren bereits, unter welchen Bedingungen Infantino mit seinem Vorhaben Erfolg haben könnte und welche strukturellen Konsequenzen ein solcher Deal für den globalen Sport hätte.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/stadt-wahrzeichen-gebaude-menge-24524185/ · Foto: Mylo Kaye
Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/infantino-moechte-wm-anteile-verkaufen,video-tagesthemen-fifa-deal-100.html