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Industriepark Schwarze Pumpe - Altech wird geplantes Batteriewerk in der Lausitz nicht bauen
Technik · 03.08.2026 18:53

Industriepark Schwarze Pumpe - Altech wird geplantes Batteriewerk in der Lausitz nicht bauen

Kurz: Das geplante Batteriewerk von Altech im Industriepark Schwarze Pumpe wird nicht gebaut. Die Suche nach einem strategischen Partner blieb erfolglos.

Aus für innovatives Batterieprojekt in der Lausitz

Der Industriepark Schwarze Pumpe verzeichnet einen Rückschlag bei der Ansiedlung neuer Technologien. Wie das Unternehmen Altech mit Sitz in Heidelberg bekannt gab, wurden die Pläne für den Bau eines Batteriewerks an diesem Standort offiziell eingestellt. Das Vorhaben, das als Leuchtturmprojekt für die Region galt, wird somit nicht realisiert.

Gründe für den Projektabbruch

Die Entscheidung zur Einstellung des Vorhabens basiert laut Unternehmensangaben auf einer erfolglosen Suche nach einem geeigneten strategischen Partner. Ohne eine solche Kooperation sah sich Altech nicht in der Lage, das komplexe industrielle Unterhaben im Industriepark Schwarze Pumpe wirtschaftlich umzusetzen. Der geplante Bau war ursprünglich mit einem ambitionierten Zeitplan verbunden, dessen Abschluss bereits für das Jahr 2023 vorgesehen war.

Fokus auf alternative Batterietechnologien

Der technologische Ansatz von Altech war darauf ausgerichtet, hochmoderne keramische Festkörperbatterien zu fertigen. Diese Technologie zeichnet sich durch den Verzicht auf kritische Rohstoffe wie Lithium oder Kobalt aus, was sie für die Energiewende besonders attraktiv machte. Zur Unterstützung des Projekts war das Fraunhofer-Institut eine strategische Partnerschaft eingegangen und hielt einen Anteil von 25 Prozent an dem für das Werk gegründeten Joint Venture.

Einordnung in die regionale Industrielandschaft

Die Absage von Altech reiht sich in eine Serie von Herausforderungen für die industrielle Transformation in der Lausitz ein. Die Region, die sich im Strukturwandel befindet, hat in der jüngeren Vergangenheit bereits andere Rückschläge bei der Ansiedlung von Batterieherstellern hinnehmen müssen:

* **Lauchhammer:** Vor zwei Jahren zog der chinesische Batteriehersteller Svolt seine Pläne für eine Ansiedlung in der Region zurück.

* **Guben:** Das deutsch-kanadische Unternehmen Rock Tech plant dort den Bau einer Lithium-Fabrik, sieht sich jedoch weiterhin mit Verzögerungen im Bauablauf konfrontiert.

Ausblick und wirtschaftliche Folgen

Das Scheitern des Altech-Projekts unterstreicht die Schwierigkeiten, mit denen Investoren bei der Etablierung neuer Batterietechnologien in Deutschland konfrontiert sind. Während der Bedarf an nachhaltigen Energiespeichern hoch bleibt, erfordert die industrielle Skalierung solcher Innovationen eine stabile Finanzierung und verlässliche Partnerschaften. Für den Industriepark Schwarze Pumpe bedeutet der Rückzug von Altech den Verlust eines technologisch anspruchsvollen Vorhabens, das einen Beitrag zur Diversifizierung der lokalen Industrie hätte leisten sollen. Welche weiteren Schritte das Unternehmen nun unternimmt oder wie die Beteiligung des Fraunhofer-Instituts abgewickelt wird, ist aktuell noch nicht im Detail bekannt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/buro-tisch-tastatur-stuhle-8353774/ · Foto: Kampus Production
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/altech-wird-geplantes-batteriewerk-in-der-lausitz-nicht-bauen-100.html