Ein Auftakt nach Maß in der Hauptstadt
Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hat am 17. September 2026 ihre 33. Spielzeit offiziell eröffnet. Zum prestigeträchtigen Auftakt des ersten Spieltags empfing der amtierende deutsche Meister, die Eisbären Berlin, die Gäste von den Straubing Tigers. Die Partie, die planmäßig um 19:30 Uhr mit dem ersten Puckeinwurf begann, markiert den offiziellen Startschuss in eine neue Eishockey-Saison, auf die Fans und Experten gleichermaßen mit Spannung geblickt haben. Für die Berliner ist es die erste Bewährungsprobe in der heimischen Liga nach einer intensiven Vorbereitungsphase, während die Straubinger mit dem Ziel angereist sind, den amtierenden Champion direkt zum Saisonbeginn unter Druck zu setzen. Das Aufeinandertreffen der beiden Teams verspricht eine hohe Intensität, da beide Mannschaften bereits in der vergangenen Spielzeit bewiesen haben, dass sie zu den Top-Adressen im deutschen Eishockey gehören. Der Abend steht ganz im Zeichen der Rückkehr des Ligabetriebs, wobei die Berliner als Rekordmeister natürlich unter besonderer Beobachtung stehen, während die Tigers versuchen, ihre Ambitionen durch ein starkes Ergebnis zum Saisonstart zu unterstreichen.
Die Rahmenbedingungen und das Personal auf dem Eis
Für einen geordneten Ablauf des Geschehens auf der Eisfläche sorgen die Unparteiischen André Schrader und David Cespiva, die als Hauptschiedsrichter fungieren. Unterstützt werden sie bei ihrer Arbeit an den Linien von den Linesmen Maksim Cepik und Lukas Pfriem. Während die Straubing Tigers auf Kontinuität setzen – dort hat Craig Woodcroft bereits seit Februar 2025 das sportliche Kommando inne –, gab es bei den Eisbären Berlin eine signifikante Veränderung auf der Trainerbank. Der langjährige Erfolgscoach Serge Aubin, der die Berliner zu ihrem fünften Meistertitel unter seiner Ägide geführt hatte, verließ den Verein in Richtung Bern. Sein Nachfolger ist der Kanadier Éric Dubois. Dubois ist in der deutschen Eishockeyszene kein Unbekannter, da er in der Vergangenheit bereits drei Spielzeiten als Profi für die Teams aus Oberhausen und Schwenningen in der DEL aktiv war. Diese personelle Neuausrichtung in Berlin stellt einen der spannendsten Aspekte des diesjährigen Saisonauftakts dar, da sich das Team unter der neuen sportlichen Leitung erst noch finden muss.
Hintergrund und bisheriger Verlauf der Vorbereitung
Der Weg in diese neue Saison verlief für beide Kontrahenten unterschiedlich. Die Eisbären Berlin haben bereits sieben Pflichtspiele in den Knochen, da sie aktiv an der Champions Hockey League teilgenommen haben. Nach einem schwierigen Start mit zwei Niederlagen in der Schweiz gegen Genève-Servette (2:6) und den DC Davos (2:8) konnten die Berliner zuletzt eine positive Tendenz verzeichnen. Siege gegen die Graz99ers (4:1) und am vergangenen Sonntag gegen Herning Blue Fox (2:1) deuten darauf hin, dass die Formkurve des amtierenden Meisters in die richtige Richtung zeigt. Die Straubing Tigers hingegen absolvierten sieben Vorbereitungsspiele, von denen sie drei für sich entscheiden konnten. Ihr letzter Sieg liegt Anfang September zurück, als sie beim HC Motor České Budějovice mit 2:1 gewannen. Danach folgte eine 2:7-Niederlage gegen denselben Gegner sowie eine 1:3-Niederlage am vergangenen Freitag gegen Mountfield HK in Hradec Králové. Beide Teams bringen somit unterschiedliche Vorbereitungserfahrungen in dieses erste Ligaspiel ein.
Einordnung der Kräfteverhältnisse
Einzuordnen ist das Duell auch durch die Historie der vergangenen Spielzeit. Die Eisbären Berlin, die mit zwölf Titeln den Status als Rekordchampion der DEL innehaben, schlossen die letzte Hauptrunde lediglich als Tabellensechster ab. Die Straubing Tigers beendeten die reguläre Saison hingegen auf dem dritten Platz und damit vor den Berlinern. Dennoch kam es im Viertelfinale zum direkten Aufeinandertreffen, bei dem die Niederbayern nach einem zwischenzeitlichen 5:1-Erfolg in der Serie letztlich mit 2:4 das Nachsehen hatten. Den Berichten zufolge ist die Partie heute Abend auch ein Kräftemessen zweier Mannschaften, die sich bereits in den Playoffs intensiv bekämpft haben. Während die Berliner als amtierender Meister den Druck haben, ihre Dominanz zu bestätigen, unterstreicht die Platzierung der Straubinger in der vergangenen Hauptrunde, dass sie keineswegs als Außenseiter in die Hauptstadt gereist sind. Die taktische Marschroute unter Dubois wird nun zeigen, ob die Berliner die Erfolgsspur unter Aubin nahtlos fortsetzen können oder ob die Tigers aus ihren Erfahrungen der letzten Saison gelernt haben.
Offene Fragen und Ausblick
Der aktuelle Stand wirft einige Fragen auf, die der bisherige Verlauf noch nicht beantworten konnte. So bleibt abzuwarten, wie schnell die Mannschaft der Eisbären Berlin das System von Éric Dubois verinnerlicht hat und ob die defensiven Schwächen, die sich phasenweise in der Champions Hockey League zeigten, nun abgestellt sind. Ebenso ist unklar, inwieweit die Straubinger ihre durchwachsene Testspielbilanz aus der Vorbereitung kompensieren können, um gegen den amtierenden Meister bestehen zu können. Da es sich um den ersten Spieltag handelt, sind die tatsächliche Stärke und die aktuelle Form beider Kader noch mit Unsicherheiten behaftet. Wie es nach diesem Auftakt weitergeht, hängt maßgeblich vom Ergebnis dieses Abends ab. Während die DEL-Saison nun offiziell Fahrt aufnimmt, werden beide Teams in den kommenden Wochen versuchen, durch weitere Spieltage in der Liga eine Konstanz zu entwickeln, die für die Platzierung in der Tabelle entscheidend ist. Die Fans dürfen gespannt sein, welche spielerischen Akzente die neuen Trainer setzen und welche Akteure sich früh in der Saison als Leistungsträger etablieren können.