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Horrorfilm »Nightborn« mit Rupert Grint: Dieses Baby ist der Horror
Kultur · 06.08.2026 14:10

Horrorfilm »Nightborn« mit Rupert Grint: Dieses Baby ist der Horror

Kurz: Der neue Horrorfilm »Nightborn« verbindet psychologische Dramatik mit blutigen Elementen. Rupert Grint spielt darin ein Paar, das am Neugeborenen verzweifelt.

Ein Albtraum für junge Eltern

Das Genre des Horrorfilms findet immer wieder neue Wege, um tiefsitzende Ängste zu adressieren. In ihrem neuesten Werk »Nightborn« widmet sich die Regisseurin Hanna Bergholm einem Thema, das in der Filmgeschichte bereits mehrfach für Unbehagen gesorgt hat: die dunkle Seite der Elternschaft. Der Film erzählt die Geschichte eines Paares, das nach der Geburt seines Kindes mit einer Reihe verstörender und blutiger Ereignisse konfrontiert wird.

Psychologische Tiefe trifft auf Splatter

Bergholm, die für ihre Fähigkeit bekannt ist, psychologische Spannungsfelder mit visueller Härte zu verknüpfen, setzt in diesem Film auf eine bewusste Inszenierung des Unheimlichen. Statt sofort auf Schockmomente zu setzen, lässt der Film dem Publikum Zeit, die wachsende Verzweiflung der Protagonisten nachzuvollziehen. Erst nach einer längeren Anlaufzeit bekommt das Publikum das Neugeborene zu sehen, was die Spannung im Vorfeld massiv steigert.

Die erzählerische Struktur von »Nightborn« lässt sich als eine Mischung aus einem psychologischen Drama und expliziten Splatter-Elementen beschreiben. Dabei geht es weniger um den reinen Grusel, sondern vielmehr um die Frage, wie die psychische Belastung durch ein Neugeborenes in eine physische Bedrohung umschlagen kann.

Besetzung und Inszenierung

In der Hauptrolle ist unter anderem Rupert Grint zu sehen, der an der Seite von Darstellerin Haarla agiert. Die Chemie zwischen den beiden Schauspielern ist entscheidend für die Glaubwürdigkeit des Films, da ihre Charaktere an der Grenze zwischen Fürsorge und blankem Entsetzen wandeln müssen. Die Kameraarbeit von Pietari Peltola unterstreicht dabei die klaustrophobische Atmosphäre, die das Paar in ihrem eigenen Zuhause umgibt.

Kontext und filmische Einordnung

Filme über das Unbehagen beim Kinderkriegen haben eine lange Tradition, von Klassikern wie »Rosemary’s Baby« bis hin zu moderneren Interpretationen. »Nightborn« reiht sich in diese Tradition ein, indem er das Neugeborene nicht als Symbol für reines Glück, sondern als Auslöser für eine existenzielle Krise darstellt. Die Kombination aus blutigen Szenen und einer tiefgründigen Charakterstudie deutet darauf hin, dass die Regisseurin das Genre bewusst nutzt, um gesellschaftliche Erwartungen an Elternschaft zu hinterfragen.

Für das Publikum bleibt abzuwarten, wie sich die Mischung aus psychologischem Druck und physischem Horror im Verlauf der Handlung entfaltet. Die bewusste Entscheidung, das Kind lange Zeit im Verborgenen zu lassen, ist ein klassisches Mittel, um die Fantasie der Zuschauer anzuregen – eine Strategie, die in der Filmgeschichte oft dazu diente, das Grauen durch das Unbekannte zu maximieren.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/zahne-skelett-kiefer-fossil-7227941/ · Foto: Engin Akyurt
Quelle: https://www.spiegel.de/kultur/kino/horrorfilm-nightborn-mit-rupert-grint-dieses-baby-ist-der-horror-a-a7ab3802-39d3-42b7-b27f-8d38630c651d#ref=rss