Eine kostengünstige Alternative für das Apple-Ökosystem
Bluetooth-Tracker haben sich als praktische Helfer im Alltag etabliert, um Schlüssel, Geldbörsen oder andere Wertgegenstände wiederzufinden. Während Apple mit seinen AirTags den Markt prägt, gibt es zunehmend günstigere Alternativen. Ein Beispiel sind die Smart Tags der Drogeriekette Rossmann, die im Doppelpack für rund 15 Euro erhältlich sind. Damit unterbieten sie den Preis eines einzelnen Apple-Originals, das mit etwa 35 Euro zu Buche schlägt, deutlich.
Die Tracker von Rossmann sind in einem schlichten, schwarzen Kunststoffgehäuse untergebracht. Mit einem Gewicht von etwa 9 Gramm sind sie mit den AirTags vergleichbar. Ein praktischer Zusatznutzen: Im Lieferumfang sind bereits zwei Anhänger enthalten, die sich beispielsweise an einem Schlüsselbund oder einem Tierhalsband befestigen lassen.
Funktionsweise und Einbindung
Technisch gesehen binden sich die Rossmann-Tags nach der Einrichtung in das „Wo ist?“-Netzwerk von Apple ein. Dies ermöglicht eine weltweite Ortung, sofern sich andere Apple-Geräte in der Nähe des verlorenen Objekts befinden. Ein wesentlicher Unterschied zum Original besteht jedoch in der Hardware: Den Rossmann-Tags fehlt ein Ultrabreitband-Chip (UWB). Das bedeutet, dass die präzise Nahbereichsortung, wie sie bei den AirTags möglich ist, hier entfällt. Die Einsatzgebiete verschieben sich dadurch eher in den Bereich der allgemeinen Ortung in der weiteren Umgebung.
Die Inbetriebnahme unterscheidet sich ebenfalls von Apples Ansatz. Während AirTags bei der Aktivierung weitgehend automatisch reagieren, müssen die Smart Tags manuell gestartet werden. Dies erfolgt durch einen etwa fünfsekündigen Druck auf die Gehäusemitte. Ein zweimaliges Drücken löst ein akustisches Signal aus, das den Aktivierungsstatus bestätigt. Zudem verfügen die Rossmann-Tracker über eine Abschaltfunktion, die bei den AirTags fehlt; hierfür ist ein dreisekündiger Druck erforderlich.
Einrichtung in der „Wo ist?“-App
Die Integration in das Apple-System ist weniger automatisiert als bei den Original-Produkten. Nachdem der Tracker eingeschaltet wurde und sich in Bluetooth-Reichweite des iPhones befindet, muss der Nutzer die „Wo ist?“-App öffnen. Dort erfolgt die Einbindung manuell über den Menüpunkt „Anderes Objekt“. Nach der Vergabe eines individuellen Namens und der Wahl eines Symbols ist der Tracker einsatzbereit und erscheint in der Objektliste der Anwendung.
Datenschutz und Stalking-Schutz
Da die Geräte das „Wo ist?“-Netzwerk nutzen, unterliegen sie den entsprechenden Sicherheitsvorgaben von Apple. Dies beinhaltet Mechanismen zum Schutz vor unerwünschtem Tracking. Nutzer von Apple-Geräten werden in der Regel benachrichtigt, wenn sich ein fremder Tracker über einen längeren Zeitraum mit ihnen bewegt. Dennoch bleibt die physische Beschaffenheit der günstigen Tracker ein Faktor: Das Gehäuse wirkt im Vergleich zu den hochwertigeren Apple-Produkten weniger robust, was bei der Nutzung im Außenbereich berücksichtigt werden sollte.
Einordnung und Ausblick
Die Smart Tags von Rossmann positionieren sich als preiswerte Lösung für Anwender, die keine hochpräzise UWB-Ortung benötigen, aber dennoch von der Reichweite des Apple-Netzwerks profitieren möchten. Durch den niedrigen Preis sinkt die Hemmschwelle, mehrere Gegenstände gleichzeitig auszustatten. Ob sich die Tracker langfristig im Alltag bewähren, hängt vor allem von der Zuverlässigkeit der Batterielaufzeit und der Stabilität der Bluetooth-Verbindung ab. Für Nutzer, die eine einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Objektsuche suchen, stellen sie eine interessante Option dar, die das Apple-Ökosystem um eine budgetfreundliche Hardware-Komponente erweitert.