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Großes Bangen in Bielefeld
Sport · 04.08.2026 19:51

Großes Bangen in Bielefeld

Kurz: Kurz vor dem Zweitliga-Auftakt sorgt die Zukunft zweier Leistungsträger bei Arminia Bielefeld für Unruhe. Sportdirektor Michael Mutzel bleibt dennoch gelassen.

Ungewissheit vor dem Saisonstart

Wenn Arminia Bielefeld an diesem Samstag um 13 Uhr beim Karlsruher SC in die neue Spielzeit der 2. Bundesliga startet, steht der Kader zwar weitgehend fest, doch die sportliche Zukunft zweier Schlüsselspieler bleibt ein Thema. Sowohl Torhüter Jonas Kersken als auch Offensivakteur Monju Thaddäus Momuluh sind für das Auftaktspiel fest eingeplant. Ob die beiden Leistungsträger jedoch über das Ende der Transferperiode hinaus das Trikot der Ostwestfalen tragen werden, ist derzeit Gegenstand zahlreicher Spekulationen.

Beide Akteure waren maßgeblich am Klassenerhalt in der vergangenen Saison beteiligt, der ersten Spielzeit nach der Rückkehr in die zweite Liga. Diese Leistungen sind auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben, was nun für Unruhe im Umfeld des Traditionsvereins sorgt.

Begehrte Akteure im Fokus

Besonders Monju Momuluh hat durch seine starke Bilanz von fünf Toren und neun Vorlagen Begehrlichkeiten geweckt. Berichten zufolge zeigen sowohl Vereine aus der zweiten englischen Liga als auch diverse Bundesligisten Interesse an dem 24-jährigen Flügelspieler. Auch bei Torhüter Jonas Kersken gibt es Bewegung: Der 25-Jährige, der über die englische Staatsbürgerschaft verfügt, wird mit dem belgischen Erstligisten Union Saint-Gilloise in Verbindung gebracht. In der Vergangenheit fiel sein Name zudem bereits im Kontext mit Borussia Mönchengladbach.

Trotz dieser Gerüchteküche betonen die Verantwortlichen des DSC Arminia Bielefeld, dass kein akuter Handlungsdruck bestehe. Sportdirektor Michael Mutzel verwies darauf, dass beide Spieler über langfristige Verträge verfügen – Kersken ist beispielsweise bis 2028 an den Verein gebunden. Mutzel bezeichnete es als müßig, auf jede Vermutung einzugehen, und begegnet der medialen Aufregung mit Gelassenheit.

Kaderumbruch unter neuer Leitung

Die personelle Situation bei den Bielefeldern ist geprägt von einem Übergang. Mit Oliver Kirch hat ein neuer Trainer das Ruder übernommen, der den Kader in einer Phase der Umgestaltung verantwortet. Bisher ist die Transferbilanz eher überschaubar: Während auf der Abgangsseite mit dem ehemaligen Kapitän Mael Corboz (Grenoble), Vize-Kapitän Christopher Lannert (Darmstadt 98) und Stürmer Julian Kania (De Graafschap) wichtige Akteure den Verein verlassen haben, wurde mit Henri Koudossou bislang lediglich ein Neuzugang für die Defensive verpflichtet.

Die sportliche Führung setzt derweil auf das vorhandene Personal. Es wird darauf gehofft, dass Spieler wie Marvin Mehlem, die unter dem vorherigen Trainer Mitch Kniat Schwierigkeiten hatten, unter der neuen sportlichen Leitung ihr Potenzial besser entfalten können. Auch nach der 0:1-Niederlage in der Generalprobe gegen Standard Lüttich betonte Trainer Kirch, dass es keinen dringenden Zwang zu weiteren Transfers gebe.

Ausblick auf die Transferphase

Da das Transferfenster noch bis zum 1. September geöffnet bleibt, besteht für den DSC weiterhin die Möglichkeit, auf dem Spielermarkt aktiv zu werden. Sportdirektor Mutzel signalisierte nach dem Trainingslager in Südtirol, dass er mit dem aktuellen Kader gut schlafen könne. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Personalplanungen der Bielefelder tatsächlich unverändert bleiben oder ob sich durch die anhaltenden Wechselgerüchte um Kersken und Momuluh noch kurzfristige Dynamiken ergeben.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/spielen-sportler-athleten-fussballspieler-12313948/ · Foto: Omar Ramadan
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/wdr/wdr-grosses-bangen-in-bielefeld-100.html