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Durch Metabase-0day: Datenleck bei Laptophersteller Framework
Technik · 07.08.2026 12:10

Durch Metabase-0day: Datenleck bei Laptophersteller Framework

Kurz: Der Laptophersteller Framework wurde Opfer eines Datenlecks. Ursache ist eine kritische Zero-Day-Lücke in der Business-Intelligence-Software Metabase.

Sicherheitsvorfall bei Framework: Kundendaten betroffen

Der für seine nachhaltigen und modularen Notebooks bekannte Hersteller Framework hat einen Sicherheitsvorfall bestätigt, bei dem sensible Kundendaten in unbefugte Hände gelangt sind. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung an seine Kunden informierte, wurden durch eine Sicherheitslücke in einer Drittanbieter-Software Informationen abgezogen. Framework betonte dabei, dass es sich primär um Kontakt- und Lieferdetails handelt. Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Zahlungsdaten oder spezifische Bestellinformationen von dem Vorfall betroffen.

Ursache: Kritische Zero-Day-Lücke in Metabase

Der Ursprung des Datenabflusses liegt in einer Schwachstelle der Software Metabase, einem Tool für Business Intelligence, das Framework zur Datenanalyse einsetzt. Metabase bestätigte den Vorfall und stufte die Sicherheitslücke als kritisch ein. Sie erhielt einen CVSS-Wert von 10.0, was dem maximalen Schweregrad entspricht. Die Lücke ermöglichte es Angreifern, sich Zugriff auf Cloud-Instanzen zu verschaffen.

Betroffen sind laut Metabase die Versionen 58 bis 63 der Software. Die Schwachstelle lokalisiert der Hersteller in einem API-Endpunkt, der für das Zurücksetzen von Passwörtern zuständig ist. Ein unbefugter Zugriff auf diesen Pfad konnte Angreifern den Weg in das System ebnen.

Welche Daten sind gefährdet?

Framework hat transparent kommuniziert, welche Informationen durch den Angriff kompromittiert wurden. Dazu gehören:

* Vollständige Namen der Kunden

* E-Mail-Adressen, die für die Anmeldung und Rechnungsstellung genutzt wurden

* IP-Adressen, die bei der Anmeldung verwendet wurden

* Rechnungs- und Lieferanschriften

* Bei Geschäftskunden zusätzlich: Firmennamen und steuerlich relevante Informationen

Maßnahmen des Herstellers und Empfehlungen

Framework hat unmittelbar auf den Vorfall reagiert. Das Unternehmen hat die Zugangsdaten zu seiner Metabase-Instanz geändert und externe IT-Forensik-Experten mit der detaillierten Untersuchung des Vorfalls beauftragt. Zudem wurden die zuständigen Aufsichtsbehörden über den Datenabfluss in Kenntnis gesetzt. Als Konsequenz prüft Framework nun intern, welche Datenmengen künftig überhaupt noch an Business-Intelligence-Plattformen übermittelt werden sollen.

Für Betreiber von Metabase-Instanzen hat der Hersteller der Software bereits Sicherheitsupdates veröffentlicht (Versionen x.58.24, x.59.21, x.60.17, x.61.11, x.62.9 sowie x.63.5). Sollte ein sofortiges Update nicht möglich sein, wird dringend empfohlen, den Zugriff auf den betroffenen API-Endpunkt `/api/session/reset_password` zu blockieren. Administratoren sollten zudem ihre Zugriffsprotokolle auf verdächtige POST-Anfragen in Kombination mit dem Endpunkt `/api/user/current` prüfen, um eine mögliche Kompromittierung auszuschließen.

Einordnung des Vorfalls

Der Vorfall unterstreicht die Risiken, die mit der Nutzung von Drittanbieter-Cloud-Diensten verbunden sind. Auch wenn Unternehmen hohe Sicherheitsstandards anwenden, können Schwachstellen in der genutzten Software-Infrastruktur – insbesondere bei Zero-Day-Lücken, für die zum Zeitpunkt des Angriffs noch kein Patch existierte – zu erheblichen Datenlecks führen. Für die betroffenen Kunden bleibt nun abzuwarten, welche weiteren Erkenntnisse die forensische Untersuchung liefert und ob das Unternehmen zusätzliche Schutzmaßnahmen für die Zukunft implementiert. Die Diskussionen innerhalb der Framework-Community zeigen, dass die Nutzer ein hohes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung des Vorfalls haben.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/crop-cyber-spy-hacking-system-beim-tippen-auf-laptop-5935794/ · Foto: Sora Shimazaki
Quelle: https://www.heise.de/news/Durch-Metabase-0day-Datenleck-bei-Laptophersteller-Framework-11403050.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag