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Deutscher Buchpreis: Diese 20 Titel sind für den Literaturpreis nominiert
Kultur · 11.08.2026 12:25

Deutscher Buchpreis: Diese 20 Titel sind für den Literaturpreis nominiert

Kurz: Die Jury hat die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2026 veröffentlicht. 20 Romane konkurrieren um die renommierte Auszeichnung.

Eine Auswahl der besten deutschsprachigen Romane

Die Literaturwelt blickt auf die aktuelle Longlist des Deutschen Buchpreises. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die 20 Nominierten bekannt gegeben, die in diesem Jahr um eine der bedeutendsten Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum konkurrieren. Die Auswahl umfasst ein breites Spektrum an Erzählungen, die sich laut der Jury intensiv mit der Vergangenheit auseinandersetzen, um die komplexen Herausforderungen der Gegenwart besser greifbar zu machen.

Vielfalt und Debüts im Fokus

Die diesjährige Zusammenstellung zeichnet sich durch einen hohen Anteil an neuen Stimmen aus. Von den 20 nominierten Autorinnen und Autoren sind 17 zum ersten Mal überhaupt für den Deutschen Buchpreis gelistet. Zudem finden sich sechs Romandebüts unter den Auserwählten, was die Dynamik und den stetigen Wandel innerhalb der aktuellen Literaturszene unterstreicht.

Die Jury, geleitet von Cornelia Geißler (Berliner Zeitung), betonte die stilistische Vielfalt und Innovationskraft der eingereichten Werke. Die ausgewählten Romane zeichnen sich durch eine tiefgründige Darstellung der menschlichen Verletzlichkeit aus und begleiten ihre Figuren bei Aufbrüchen in ungewisse Zukünfte. In einer Zeit, die von zunehmender Verunsicherung geprägt ist, sieht die Jury im Lesen ein wesentliches Werkzeug zur Orientierung.

Die Longlist 2026 im Überblick

Die Liste der Nominierten umfasst eine alphabetische Auswahl an Titeln, die zwischen Herbst 2025 und September 2026 erschienen sind oder noch erscheinen werden:

* Shida Bazyar: »Die Lücken«

* Helene Bukowski: »Wer möchte nicht im Leben bleiben«

* Miriam Carbe: »Unerwünschte Töchter«

* Muri Darida: »King Cobra«

* Alisha Gamisch: »Parasiti«

* Franziska Gänsler: »Orca«

* Tomer Gardi: »Liefern«

* Valeria Gordeev: »Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle«

* Elias Hirschl: »Schleifen«

* Svenja Leiber: »Nelka«

* Leh-Wei Liao: »Glaszeit«

* Peggy Mädler: »Selbstregulierung des Herzens«

* Giuliano Musio: »Aus anderem Holz«

* Yade Yasemin Önder: »Anti Müller«

* Lukas Rietzschel: »Sanditz«

* Ingo Schulze: »Das Wasser im August«

* Heinz Strunk: »Memories of Heidelberg«

* Karosh Taha: »Gulistan«

* Lilli Tollkien: »Mit beiden Händen den Himmel stützen«

* Dana Vowinckel: »Anton und Alma«

Der weitere Auswahlprozess

Insgesamt wurden 205 Titel gesichtet, um diese Auswahl zu treffen. Der nächste wichtige Meilenstein im Auswahlverfahren ist der 8. September. An diesem Tag wird die Longlist auf sechs Titel reduziert, die dann die sogenannte Shortlist bilden.

Die endgültige Entscheidung über den Preisträger oder die Preisträgerin fällt am 5. Oktober in Frankfurt. Die Bekanntgabe erfolgt traditionell am Vorabend der Frankfurter Buchmesse. Der Deutsche Buchpreis ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert. Während der Sieger oder die Siegerin ein Preisgeld von 25.000 Euro erhält, werden die fünf weiteren Autoren der Shortlist mit jeweils 2.500 Euro gewürdigt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-gehen-kleid-festhalten-20785123/ · Foto: Zeynep Sude Emek
Quelle: https://www.spiegel.de/kultur/literatur/deutscher-buchpreis-diese-20-titel-sind-fuer-den-literaturpreis-nominiert-a-c7c5d04c-e204-4911-8a1f-a7498ae43184#ref=rss