Erfolgreicher Auftakt für die deutschen Sprinter
Der zweite Wettkampftag der Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham brachte für das deutsche Team gemischte Gefühle. Im Fokus stand unter anderem der 100-Meter-Lauf der Männer. Lucas Ansah-Peprah konnte sich in seinem Vorlauf unter schwierigen Bedingungen behaupten. Trotz eines spürbaren Gegenwinds überquerte der 26-Jährige die Ziellinie nach 10,52 Sekunden als Zweitplatzierter. Mit dieser Leistung sicherte er sich als Achtschnellster der Vorläufe einen der begehrten zwölf Plätze für das Halbfinale.
Für das deutsche Lager bedeutet dies eine starke Ausgangslage für die Abendveranstaltung. Neben Ansah-Peprah werden mit dem deutschen Rekordler Owen Ansah und Heiko Gussmann zwei weitere deutsche Sprinter in die nächste Runde starten, da sie aufgrund ihrer Vorleistungen bereits vorab für das Semifinale gesetzt waren. Der Höhepunkt des Tages ist das Finale über die 100-Meter-Distanz, das für den späten Abend angesetzt ist.
Eileen Demes scheitert hauchdünn
Weniger Glück hatte die deutsche Meisterin Eileen Demes im Wettbewerb über 400 Meter Hürden. Trotz einer persönlichen Saisonbestzeit von 54,63 Sekunden reichte es für die Athletin nicht für den Einzug in das Finale am Mittwoch. Demes beendete ihren Vorlauf auf dem dritten Rang und musste anschließend auf die Zeitschnellstenregelung hoffen. Da der letzte Vorlauf jedoch ein hohes Tempo aufwies, wurde sie in der Gesamtwertung auf den neunten Platz verdrängt. Am Ende fehlten ihr lediglich 13 Hundertstelsekunden für die Qualifikation unter die besten acht Läuferinnen.
Hochsprung-Finale mit Falk Wendrich
Erfreulich verlief der Tag hingegen für Falk Wendrich. Der 31-Jährige zeigte in der Hochsprung-Qualifikation Nervenstärke und überquerte die Höhe von 2,23 Metern im dritten Versuch. Mit dieser Saisonbestleistung qualifizierte sich Wendrich für das Finale am Freitag. Er wird dort als einziger deutscher Starter antreten, nachdem der deutsche Meister Tobias Potye seinen Start aufgrund einer kurz vor dem Turnier erlittenen Rückenverletzung absagen musste.
Ungewissheit im Diskuswurf
Im Diskuswurf muss der deutsche Teilnehmer Steven Richter noch um den Einzug in das Finale zittern. Der 23-Jährige fand in der Qualifikation nicht zu seiner gewohnten Form und erzielte mit 62,02 Metern lediglich einen gültigen Versuch. In der Qualifikationsgruppe A bedeutete dies den siebten Rang. Ob diese Weite für den Einzug in die nächste Runde reicht, hängt nun vom Abschneiden der Konkurrenz in Gruppe B ab. Dort gehen mit Henrik Janssen und Marius Karges zwei weitere deutsche Athleten an den Start. An der Spitze der Qualifikation setzte sich der Schwede Daniel Stahl mit einer Weite von 63,95 Metern durch und unterstrich damit seine Ambitionen auf den Titel.
Ausblick auf die weiteren Entscheidungen
Der zweite Tag in Birmingham ist geprägt von insgesamt fünf Titelentscheidungen. Neben dem 100-Meter-Sprint der Männer steht unter anderem das Finale im Hammerwurf auf dem Programm. Die sportliche Entwicklung der kommenden Stunden wird zeigen, ob die deutschen Athleten in den Sprints und technischen Disziplinen weitere Medaillenchancen wahren können. Während für die Sprinter der Fokus nun voll auf dem Halbfinale und dem angestrebten Endlauf liegt, bleibt für die Werfer die Spannung bis zum Abschluss der Qualifikationsgruppen bestehen.