Erfolgreicher Auftakt für deutsche Sprinter
Der zweite Wettkampftag der Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham verlief für das deutsche Aufgebot ereignisreich. Im Fokus stand dabei vor allem der 100-Meter-Lauf der Männer. Lucas Ansah-Peprah gelang der Einzug in das Halbfinale. Trotz schwieriger Bedingungen mit starkem Gegenwind erreichte der 26-Jährige in seinem Vorlauf eine Zeit von 10,52 Sekunden. Als Zweitplatzierter seines Laufs qualifizierte er sich als insgesamt Achtschnellster für die nächste Runde.
Damit ist das deutsche Team im Halbfinale breit aufgestellt. Neben Lucas Ansah-Peprah sind der deutsche Rekordhalter Owen Ansah sowie Heiko Gussmann bereits aufgrund ihrer Vorleistungen für das Semifinale gesetzt. Die Entscheidung über den Einzug in das Finale, das noch am selben Abend stattfinden soll, verspricht hohe Spannung.
Glanzleistung über 800 Meter
Ein herausragendes Ergebnis erzielte Smilla Kolbe im 800-Meter-Lauf der Frauen. Die 24-Jährige unterbot in ihrem Vorlauf erstmals in ihrer Karriere die Marke von 1:58 Minuten und kam nach 1:57,80 Minuten ins Ziel. Diese persönliche Bestzeit bedeutet eine Steigerung um mehr als eine Sekunde gegenüber ihrer bisherigen Bestmarke und sicherte ihr souverän den Einzug in das Halbfinale am Donnerstag.
Für ihre Teamkollegin Jana Marie Becker verlief das EM-Debüt ebenfalls erfolgreich, auch wenn die Zeit von 1:59,08 Minuten nicht für das Weiterkommen reichte. Weniger Glück hatte Majtie Kolberg: Die Athletin musste ihren Vorlauf aufgrund einer Oberschenkelverletzung vorzeitig abbrechen, nachdem sie bereits im Vorfeld der Meisterschaften mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.
Höhen und Tiefen in den technischen Disziplinen
Im Hochsprung der Männer konnte Falk Wendrich überzeugen. Der 31-Jährige meisterte die Höhe von 2,23 Metern im dritten Versuch, was nicht nur seine Saisonbestleistung einstellte, sondern ihm auch den Einzug in das Finale am Freitag ermöglichte. Wendrich vertritt damit das deutsche Team als einziger Hochspringer, da der deutsche Meister Tobias Potye seinen Start verletzungsbedingt kurzfristig absagen musste.
Im Diskuswurf der Männer gab es gemischte Gefühle. Henrik Janssen qualifizierte sich mit einer Weite von 65,42 Metern als Drittbester für das Finale. Seine Teamkollegen Steven Richter und Marius Karges schieden hingegen aus. Richter, der als 13. der Qualifikation das Finale um lediglich 17 Zentimeter verpasste, blieb hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Favoriten wie Mykolas Alekna, Kristjan Ceh und Daniel Stahl erreichten die nächste Runde ohne Probleme.
Knappe Entscheidungen auf der Bahn
Über 400 Meter Hürden der Frauen erlebte Eileen Demes einen bitteren Moment. Trotz einer Saisonbestzeit von 54,63 Sekunden reichte es für die deutsche Meisterin nicht für den Einzug in das Finale am Mittwoch. Sie belegte in der Gesamtwertung den neunten Rang und verpasste den Einzug unter die besten acht Läuferinnen um lediglich 13 Hundertstelsekunden. Ein positiveres Ergebnis gab es hingegen für Gregory Minoue, der sich über 110 Meter Hürden mit einer Zeit von 13,84 Sekunden für das Halbfinale qualifizierte.
Die kommenden Tage in Birmingham werden zeigen, wie sich die deutschen Athleten in den weiteren Halbfinal- und Finalentscheidungen behaupten können. Die Leistungsdichte in den verschiedenen Disziplinen bleibt hoch, und die verbliebenen deutschen Starter bereiten sich nun auf die nächsten Runden vor.