Optimierte Ressourcenplanung und Team-Management
Das Open-Source-Projektmanagement-Tool OpenProject hat mit der Veröffentlichung der Version 17.7.0 signifikante Erweiterungen erhalten. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf dem neuen Modul für das Ressourcenmanagement, das sich als Enterprise-Funktion an professionelle Anwender richtet. Ziel ist es, die Kapazitätsplanung innerhalb von Organisationen transparenter und effizienter zu gestalten.
Das System ermöglicht nun die Abbildung komplexer Organisationsstrukturen, inklusive hierarchischer Abteilungen und Unterabteilungen. Zudem lassen sich individuelle Arbeitszeitmodelle sowie berufliche Qualifikationsmerkmale der Nutzer hinterlegen. Besonders praktisch für IT-Abteilungen: Diese Strukturen können direkt aus einem LDAP-Verzeichnis importiert werden. Manager erhalten dadurch eine zentrale Übersicht, in der sie Mitarbeiter nach Verfügbarkeit, Qualifikation und aktueller Auslastung filtern und vergleichen können. Über eine visuelle Zeitachsenansicht lassen sich Überlastungen frühzeitig erkennen und Ressourcen per Drag & Drop direkt zuweisen.
Fortschritte im agilen Projektmanagement
Neben der Ressourcenplanung haben die Entwickler das agile Modul weiter ausgebaut. Enterprise-Kunden profitieren nun von der Möglichkeit, mehrere aktive Sprints pro Projekt zu verwalten, ohne diese mit anderen Projekten teilen zu müssen. Die überarbeitete Backlog- und Sprint-Seite bietet eine klarere Übersicht über anstehende Aufgaben. Durch eine verbesserte Mehrfachauswahl in den Filtern können Anwender nun Sprints und Buckets gezielter gruppieren und auswerten. Auch die Interaktion mit Arbeitspaketen wurde durch eine Optimierung der Drag-&-Drop-Funktionalität intuitiver gestaltet.
Unterstützung für PM² und PMflex
Für Organisationen, die auf standardisierte Projektmanagement-Methoden setzen, bietet das Update eine vertiefte Unterstützung für PM² und PMflex. Projektattribute sind nun in eigenen Reitern innerhalb der Arbeitspakete übersichtlich sortiert. Ein neues Feature erlaubt zudem den automatisierten Export von PMflex-Artefakten als PDF. Administratoren können hierbei definieren, dass diese Dokumente bei spezifischen Statuswechseln automatisch generiert und in einem Nextcloud-Ordner oder als Anhang am Arbeitspaket gespeichert werden. Ein neues Widget zur Visualisierung von Projektphasen und Gate-Status rundet die Neuerungen für das methodische Projektmanagement ab.
Verbesserungen in Dokumentation und Wiki
Auch die Wissensverwaltung innerhalb der Software wurde überarbeitet. Das interne Wiki verfügt nun über einen projektübergreifenden Index, der eine effiziente Suche über alle Seiten hinweg ermöglicht. Die Seitenhierarchie wird in den Suchergebnissen direkt angezeigt, was die Orientierung in umfangreichen Dokumentationen erleichtert. Zudem können Wiki-Seiten nun dauerhaft mit Arbeitspaketen verknüpft werden, um eine engere Verzahnung von Dokumentation und operativer Arbeit zu erreichen.
Im Bereich der Dokumente wurde der BlockNote-Editor angepasst: URLs zu Arbeitspaketen werden nun automatisch in formatierte Links umgewandelt. Beim Überfahren solcher Links mit der Maus erscheint eine Vorschau, die den Typ und den Betreff des verknüpften Arbeitspakets anzeigt, ohne dass der Nutzer die aktuelle Seite verlassen muss.
Administrative Neuerungen
Für Administratoren bringt das Release zusätzliche Kontrollmöglichkeiten. So wurde eine Option eingeführt, die es Nutzern untersagt, ihre eigene E-Mail-Adresse eigenständig zu ändern. Zudem wurden die Statusfilter in der Benutzerverwaltung verfeinert. Für die automatisierte Infrastrukturverwaltung können SCIM-Konfigurationsoptionen ab sofort bequem über Umgebungsvariablen bereitgestellt werden. Diese Änderungen zielen darauf ab, die Verwaltung der Software in größeren IT-Umgebungen weiter zu vereinfachen und die Konsistenz der Daten zu wahren.