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Vulkan in Guatemala bricht aus - 1.700 Menschen evakuiert
Schlagzeilen · 05.08.2026 12:50

Vulkan in Guatemala bricht aus - 1.700 Menschen evakuiert

Kurz: Der Feuervulkan in Guatemala ist erneut ausgebrochen. Behörden haben für mehrere Regionen die höchste Alarmstufe ausgerufen, 1.700 Menschen wurden evakuiert.

Dramatische Eruption des Volcán de Fuego

Der als einer der aktivsten Vulkane Zentralamerikas bekannte „Feuervulkan“ (Volcán de Fuego) in Guatemala ist erneut ausgebrochen und versetzt die Region in Alarmbereitschaft. Die Eruption, die sich etwa 40 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt ereignete, hat zu massiven Aschewolken geführt, die bis zu fünf Kilometer in die Atmosphäre aufsteigen. Laut dem nationalen Katastrophenschutz Conred besteht die Eruptionssäule aus einer gefährlichen Mischung aus Asche, Gasen und Gesteinsfragmenten.

Evakuierungen und Schutzmaßnahmen

Aufgrund der akuten Bedrohungslage hat Conred für drei Verwaltungsbezirke die höchste Alarmstufe ausgerufen. Bisher mussten rund 1.700 Anwohner ihre Häuser verlassen und in Notunterkünften Schutz suchen. Insgesamt sind nach Angaben der Behörden etwa 29.000 Menschen in verschiedenen Ortschaften von den Auswirkungen, insbesondere durch den Ascheregen, direkt betroffen.

Die Leiterin von Conred, Claudinne Ogaldes, hat die Bevölkerung in der betroffenen Zone zu Vorsicht gemahnt. Zu den empfohlenen Schutzmaßnahmen gehören:

* Das Abdecken von Wasservorräten zur Vermeidung von Verunreinigungen.

* Das Tragen von Schutzmasken im Freien.

* Das strikte Meiden des Vulkangebiets sowie der umliegenden Schluchten.

Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens

Die Auswirkungen des Ausbruchs sind weitreichend. Neben der Schließung von Schulen wurden auch Straßen gesperrt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Der Flugverkehr in den Regionen Sacatepéquez, Chimaltenango und Escuintla könnte durch die Aschewolken, die sich über 120 Kilometer in westliche und nordwestliche Richtung ausdehnen, erheblich beeinträchtigt werden.

Zudem berichteten Behörden von einem gefährlichen Verhalten einiger Touristen. Trotz eines bestehenden Verbots versuchten Personen, den benachbarten Vulkan Acatenango zu besteigen, um den Ausbruch aus nächster Nähe zu filmen. Die Nationale Zivilpolizei hat den Zugang zum Acatenango daraufhin gesperrt, um weitere Risikosituationen zu unterbinden.

Hintergrund: Der Pazifische Feuerring

Der Volcán de Fuego mit einer Höhe von knapp 3.800 Metern liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring. Diese seismisch hochaktive Zone erstreckt sich von Asien bis nach Lateinamerika und ist für ihre hohe Dichte an aktiven Vulkanen bekannt. Die Region gilt als besonders gefährdet; bereits im Jahr 2018 forderte eine heftige Eruption des Feuervulkans rund 200 Todesopfer.

Ausblick und behördliche Einschätzung

Das Institut für Seismologie und Vulkanologie stuft die aktuelle Aktivität als die „intensivste Phase“ des Vulkans ein. Die Behörden haben für die kommenden 72 Stunden eine kritische Warnphase ausgerufen. Für alle Orte im Umkreis von zehn Kilometern wurden verstärkte Vorsichtsmaßnahmen angeordnet.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat deutsche Staatsbürger vor Ort dazu aufgerufen, den Anweisungen der lokalen Behörden konsequent Folge zu leisten und das betroffene Gebiet bei Bedarf zu verlassen. Die Situation bleibt aufgrund der unvorhersehbaren pyroklastischen Ströme – heiße Lawinen aus Gas, Asche und Gestein, die die Hänge hinabfließen – weiterhin gefährlich.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/explosiver-ausbruch-des-volcan-de-fuego-guatemala-36502978/ · Foto: Diego Girón
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/gualemala-vulkan-ausbruch-asche-lava-100.html