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Vier Verletzte nach Schüssen in Köln
Schlagzeilen · 04.08.2026 07:46

Vier Verletzte nach Schüssen in Köln

Kurz: Nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung in Köln-Mülheim mit vier Verletzten wurden am Tatort nachträglich weitere Beweismittel durch ein Medienteam entdeckt.

Gewaltsame Auseinandersetzung in Köln-Mülheim

In Köln-Mülheim kam es am Montagabend zu einem folgenschweren Zwischenfall, bei dem vier Personen verletzt wurden. Nach Angaben der Behörden war ein Streit zwischen zwei Familien aus den Stadtteilen Kalk und Dellbrück der Auslöser für die Gewalteskalation auf der Berliner Straße. Gegen 22 Uhr alarmierten Zeugen die Polizei, woraufhin ein umfangreicher Einsatz eingeleitet wurde. Eine Mordkommission übernahm noch in der Nacht die Ermittlungen.

Nachträglicher Fund von Beweismitteln

Die polizeiliche Spurensicherung geriet am Folgetag in die Kritik, nachdem ein Reporterteam des WDR am Tatort mehrere Patronenhülsen entdeckte. Die Journalisten stießen etwa 15 Stunden nach dem Vorfall auf vier leere Hülsen, während sie mit Anwohnern und Geschäftsleuten sprachen. Nach der Benachrichtigung der Polizei wurde der Bereich erneut abgesperrt und kriminaltechnisch untersucht. Die Beamten fanden daraufhin eine weitere, fünfte Hülse auf dem Parkplatz eines nahegelegenen Supermarktes.

Ob diese Beweisstücke bereits unmittelbar nach der Tat an den Fundorten lagen, ist Gegenstand der laufenden Prüfung. Die Polizei Köln lehnte eine Stellungnahme zu der Frage ab, wie es zum Übersehen der Patronenhülsen kommen konnte. Eine Sprecherin erklärte, man wolle nicht spekulieren, zeigte sich jedoch erleichtert, dass die Gegenstände nun für die weiteren Ermittlungen zur Verfügung stehen.

Stand der Ermittlungen und Hintergründe

Bei der Auseinandersetzung erlitten eine 39-jährige Frau und ein 42-jähriger Mann Schussverletzungen. Zwei weitere Männer im Alter von 24 und 48 Jahren wurden durch Stichwaffen verletzt. Drei der Opfer werden derzeit weiterhin stationär in Krankenhäusern behandelt.

Neben den Verletzten nahm die Polizei drei weitere Tatverdächtige im Alter von 19 und 21 Jahren vorläufig fest. Die Staatsanwaltschaft prüft aktuell, ob gegen diese Personen Haftbefehle beantragt werden. Polizeisprecher Benno Groß betonte, dass die Ermittlungen in alle Richtungen geführt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen den Behörden keine Erkenntnisse vor, die auf einen Zusammenhang mit Rocker-Gruppierungen, Clan-Kriminalität oder anderen organisierten Strukturen hindeuten.

Einordnung der Sicherheitslage

Obwohl der Vorfall in der Bevölkerung für Unruhe sorgte, betonte ein Polizeisprecher bereits am Dienstagmorgen, dass keine unmittelbare Gefahr für die Allgemeinheit bestanden habe. Die Ermittlungsbehörden konzentrieren sich nun auf die Auswertung der gesicherten Spuren und die Befragung weiterer Zeugen, um den genauen Hergang des Familienstreits zu rekonstruieren. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die nun sichergestellten Patronenhülsen entscheidende Hinweise zur Identifizierung der Schützen liefern können.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/brucke-deutschland-dom-kathedrale-6631819/ · Foto: Fabian Willer, Follow my Instagram📸😁
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/koeln-vier-verletzte-nach-schuessen-100.html