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U21-Kader: Di Salvo nominiert Mika Baur, Paris Brunner und Nicolo Tresoldi
Sport · 06.11.2026 11:03

U21-Kader: Di Salvo nominiert Mika Baur, Paris Brunner und Nicolo Tresoldi

Kurz: U21-Bundestrainer Antonio Di Salvo hat sein Aufgebot für die kommenden Länderspiele bekannt gegeben. Dabei setzt er auf eine Mischung aus Rückkehrern und Talent

Ein wichtiger Testlauf für die U21-Nationalmannschaft

Die deutsche U21-Nationalmannschaft bereitet sich intensiv auf die kommenden sportlichen Herausforderungen vor. U21-Bundestrainer Antonio Di Salvo hat für die anstehenden Länderspiele gegen Belgien und Kroatien einen 23-köpfigen Kader berufen. Nach der bereits erfolgreich absolvierten Qualifikationsphase für die Europameisterschaft liegt der Fokus des Trainerstabs nun darauf, die Mannschaft weiter zu festigen und auf das bevorstehende Turnier einzustimmen. Die Duelle gegen die beiden EM-Teilnehmer dienen dabei als wichtige Standortbestimmung. Di Salvo betonte, dass man diese Begegnungen gezielt nutzen wolle, um das aktuelle Leistungsniveau im direkten Vergleich mit hochkarätigen Gegnern zu evaluieren. Die Auswahl trifft am kommenden Freitag um 18 Uhr zunächst in Essen auf Belgien, bevor es vier Tage später in Rijeka gegen die kroatische U21-Auswahl geht. Diese Spiele markieren einen entscheidenden Schritt in der Vorbereitung, da das Team nach der Qualifikation nun den Feinschliff für die Europameisterschaft erhalten soll, die im kommenden Jahr in Albanien und Serbien ausgetragen wird. Für den Bundestrainer ist es eine Gelegenheit, taktische Abläufe zu verfeinern und die Harmonie innerhalb des Kaders weiter zu stärken.

Die personelle Zusammensetzung des Kaders

Das Aufgebot für die November-Länderspiele zeichnet sich durch eine interessante Mischung aus etablierten Kräften und frischen Gesichtern aus. Besonders im Blickpunkt steht der deutsch-italienische Stürmer Nicolò Tresoldi vom FC Brügge, der weiterhin für die deutsche U21 aufläuft. Neben ihm wurden auch Spieler wie Paris Brunner, der für den AS Monaco aktiv ist, sowie Mika Baur von Celtic Glasgow nominiert. Die Liste der Rückkehrer ist beachtlich: Torhüter Dennis Seimen vom VfB Stuttgart, Muhammed Damar vom VfL Wolfsburg, Anton Kade vom FC Augsburg sowie Cajetan Lenz von der TSG Hoffenheim stoßen wieder zum Team. Ergänzt wird das Aufgebot durch Neulinge wie Torhüter Tom Ritzy Hülsmann von Stade Reims und Hennes Behrens vom FC Augsburg. Letzterer war, ebenso wie Baur, zuvor noch Teil des erweiterten XXL-Kaders von A-Nationaltrainer Jürgen Klopp. Die Kaderstruktur umfasst insgesamt drei Torhüter, elf Abwehrspieler, neun Mittelfeldakteure und drei Angreifer, wobei die Verteilung der Vereine von Eintracht Frankfurt über RB Salzburg bis hin zu Borussia Mönchengladbach eine breite Basis an Talenten aus verschiedenen Ligen widerspiegelt.

Der Weg zur Europameisterschaft und die A-Nationalmannschaft

Der aktuelle Prozess ist eng mit den Entwicklungen in der A-Nationalmannschaft verknüpft. So wurde der Jungstar Wael Mohya von Borussia Mönchengladbach, der erst im September sein Debüt in der U21 feierte, für die A-Nationalmannschaft berufen, um dort erste Erfahrungen zu sammeln. Bundestrainer Jürgen Klopp äußerte sich lobend über die Entwicklung der jungen Talente. Er habe mehrere Gespräche mit Mohya geführt und zeigte sich beeindruckt von dessen Selbstbewusstsein in jungen Jahren. Klopp hat zudem weitere Spieler wie Tom Bischof, Said El Mala, Lennart Karl, Brajan Gruda, Aleksandar Pavlovic und Finn Jeltsch im Blick, die theoretisch noch für die U21 spielberechtigt wären, aber bereits im Fokus der A-Nationalmannschaft stehen. Für die U21-Auswahl bleibt derweil das Ziel, die Zeit bis zur EM 2027 in Albanien und Serbien optimal zu nutzen. Die Qualifikation für das Turnier wurde bereits vor einem Monat erfolgreich abgeschlossen, was dem Trainerstab die nötige Ruhe gibt, um verschiedene taktische Varianten und personelle Konstellationen auszuprobieren, ohne den unmittelbaren Druck eines Qualifikationsspiels verspüren zu müssen.

Die Akteure und ihre Zukunftsentscheidungen

Ein zentrales Thema innerhalb der Mannschaft ist die langfristige Bindung einiger Leistungsträger. Nicolò Tresoldi, der als einer der wichtigsten Akteure im Angriff gilt, hat sich noch nicht endgültig zwischen Deutschland und Italien entschieden. Diese Entscheidung soll erst im Sommer 2027 fallen. Laut Aussagen von Jürgen Klopp findet hierzu eine gute und offene Kommunikation statt, bei der alle relevanten Aspekte besprochen wurden. Es gibt derzeit keine neuen Entwicklungen oder finalen Entscheidungen zu vermelden. Diese Situation verdeutlicht die Herausforderung, vor der der DFB bei Spielern mit doppelter Staatsbürgerschaft steht. Neben den Spielern sind es vor allem die Trainerstäbe um Antonio Di Salvo und Jürgen Klopp, die eng zusammenarbeiten, um den Übergang der Talente in den Seniorenbereich zu moderieren. Die Koordination zwischen den verschiedenen Altersklassen ist dabei ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des DFB, um sicherzustellen, dass die vielversprechendsten Talente kontinuierlich gefördert werden und den Sprung in den Profifußball sowie in die Nationalmannschaften erfolgreich bewältigen können.

Einordnung der aktuellen Situation

Den Berichten zufolge ist die aktuelle Nominierung als gezielte Maßnahme zur Vorbereitung auf die U21-EM zu verstehen. Einzuordnen ist das so, dass Di Salvo den Kader nicht nur nach aktuellen Leistungen zusammenstellt, sondern auch strategische Überlegungen für das Turnier im nächsten Jahr einfließen lässt. Die Spiele gegen Belgien und Kroatien werden als Gradmesser für das Leistungsvermögen angesehen. Dass Spieler wie Hennes Behrens und Mika Baur nach ihrer Zeit im erweiterten Kreis der A-Nationalmannschaft nun wieder in der U21 zum Einsatz kommen, unterstreicht die Durchlässigkeit zwischen den Teams. Die U21-EM dient zudem als Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles, was den Stellenwert des Turniers zusätzlich erhöht. Die Auslosung der Gruppen für die EM findet am 26. November in Belgrad statt, was den zeitlichen Rahmen für die weitere Planung vorgibt. Die sportliche Leitung scheint bestrebt zu sein, eine homogene Einheit zu formen, die in der Lage ist, gegen europäische Spitzenmannschaften zu bestehen und sich für das olympische Turnier zu qualifizieren.

Offene Fragen und kommende Schritte

Trotz der klaren Nominierung bleiben einige Aspekte unbeantwortet. So ist offen, welche taktischen Schwerpunkte Di Salvo in den beiden Testspielen genau setzen wird und wie die Einsatzzeiten zwischen den Torhütern und den verschiedenen Feldspielern verteilt werden. Auch die langfristige Kaderplanung über den Sommer 2027 hinaus, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung von Spielern wie Tresoldi, bleibt ein Punkt, der erst in der Zukunft geklärt wird. Die konkreten sportlichen Ziele für die EM in Albanien und Serbien wurden zwar durch die Qualifikation für Olympia definiert, doch wie der Kader bis dahin im Detail aussehen wird, ist aufgrund der Dynamik im Profifußball noch nicht absehbar. Als nächste Schritte stehen nun die beiden Länderspiele in Essen und Rijeka an. Nach diesen Partien wird die Auslosung der EM-Gruppen am 26. November in Belgrad ein wichtiger Meilenstein sein, um die Gegner für das kommende Jahr zu identifizieren. Danach wird sich die Vorbereitung verstärkt auf die spezifischen Anforderungen der zugelosten Kontrahenten konzentrieren, wobei die Integration weiterer Talente aus dem A-Kader oder aus den Vereinen weiterhin ein fortlaufender Prozess bleibt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/feld-manner-gras-sport-18787402/ · Foto: Omar Tube
Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/u21/di-salvo-nominiert-baur-brunner-und-tresoldi,u21-kader-november-100.html