Ein erfolgreicher Auftakt in die EM-Qualifikation
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ihren Start in die Qualifikationsphase für die kommende Europameisterschaft erfolgreich gestaltet. Am 5. November 2026 trat die DHB-Auswahl in Berlin zum ersten Gruppenspieltag gegen Belgien an. In einer temporeichen Partie, die vor einer begeisterten Kulisse in der Berliner Arena stattfand, setzte sich das Team von Bundestrainer Alfreð Gíslason am Ende deutlich mit 42:32 durch. Während die erste Halbzeit noch von einer gewissen Ausgeglichenheit geprägt war, gelang es den Gastgebern nach dem Seitenwechsel, ihre spielerische Überlegenheit und die größere Tiefe im Kader konsequent auszuspielen. Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt der zweiten Hälfte ernsthaft gefährdet, auch wenn die Belgier, von den Medien als „Rote Wölfe“ bezeichnet, über weite Strecken versuchten, das Spiel offen zu halten. Mit diesem Ergebnis verschafft sich Deutschland eine ideale Ausgangslage für die kommenden Aufgaben in der Gruppe 7, beginnend mit der nächsten Partie am Sonntag in der Slowakei.
Die Dynamik des Spielverlaufs in Zahlen
Der Spielverlauf lässt sich in zwei unterschiedliche Phasen unterteilen. Zu Beginn der Begegnung agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe, wobei die deutsche Defensive noch nicht die nötige Stabilität fand, um die belgischen Angreifer effektiv zu stoppen. Dennoch gelang es der DHB-Auswahl, sich bis zur Halbzeitpause einen Vorsprung von 22:18 zu erarbeiten. Nach dem Wiederanpfiff zeigte sich ein ähnliches Bild, wobei Belgien zwischenzeitlich auf drei Tore verkürzen konnte. Doch die deutsche Mannschaft reagierte mit einer erhöhten Aggressivität in der Abwehr. Spieler wie Marko Grgic, Lukas Zerbe und David Móré trugen mit wichtigen Treffern dazu bei, dass der Vorsprung kontinuierlich anwuchs. In der Schlussphase stellte Miro Schluroff mit dem Treffer zum 42:32 den Endstand her. Besonders hervorzuheben ist die Treffsicherheit von Spielern wie Juri Knorr, Julian Köster und Justus Fischer, die in entscheidenden Momenten die Verantwortung übernahmen und den Vorsprung auf zehn Tore ausbauten.
Der Weg zum Sieg und die taktische Entwicklung
Die Vorgeschichte dieses Duells war geprägt von der Zielsetzung, den Grundstein für die EM-Teilnahme zu legen. Deutschland ging als klarer Favorit in das erste Gruppenspiel, doch die Belgier erwiesen sich als unangenehmer Gegner, der vor allem durch eine hohe Effizienz im Abschluss überzeugte. Besonders Sébastien Danesi stellte die deutsche Abwehr mehrfach vor Probleme. Die deutsche Mannschaft musste sich im Laufe der ersten 30 Minuten erst finden. Bundestrainer Alfreð Gíslason nutzte die Halbzeitpause, um taktische Anpassungen vorzunehmen. Die Defensive wirkte nach dem Seitenwechsel deutlich griffiger, was den Belgiern den Zugang zum Kreis erschwerte. Die Einwechslung von Lasse Ludwig im Tor erwies sich als kluger Schachzug, da er direkt mit Paraden auf sich aufmerksam machte und die deutsche Mannschaft entlastete. Der Sieg ist somit das Resultat einer kontinuierlichen Steigerung über die gesamte Spielzeit hinweg.
Die Akteure auf dem Spielfeld
Im Zentrum des Geschehens standen neben den etablierten Kräften wie Juri Knorr und Julian Köster auch einige Debütanten, die ihre Chance eindrucksvoll nutzten. David Móré zeigte bei seinem ersten Einsatz im DHB-Trikot eine bemerkenswerte Treffsicherheit, insbesondere bei Tempogegenstößen. Auch Niklas Theiß konnte sich in die Torschützenliste eintragen. Auf der Torhüterposition wechselten sich David Späth und Lasse Ludwig ab, wobei beide in ihren jeweiligen Phasen wichtige Impulse setzten. Auf belgischer Seite war es vor allem Sébastien Danesi, der mit einer hohen Erfolgsquote aus sieben Metern und aus dem Rückraum glänzte. Trainer Chérif Hamani versuchte durch gezielte Auszeiten und taktische Wechsel, den Spielfluss der Deutschen zu unterbrechen, konnte jedoch die individuelle Klasse des deutschen Kaders nicht dauerhaft neutralisieren. Auch die Disziplin spielte eine Rolle, da die Belgier durch Zeitstrafen gegen Zico Oosters, Raphael Koetters, Dre Riske und Joris Gillé phasenweise in Unterzahl agieren mussten.
Einordnung der Leistung
Einzuordnen ist das Ergebnis als Pflichtsieg, der jedoch wichtige Erkenntnisse für die weitere Qualifikationsphase liefert. Den Berichten zufolge war die Offensive der deutschen Mannschaft bereits in einer sehr guten Verfassung, was sich in der hohen Trefferanzahl von 42 Toren widerspiegelt. Die Defensive hingegen bleibt laut den Beobachtungen vor Ort eine Baustelle, an der Bundestrainer Gíslason weiter arbeiten muss. Dass Belgien 32 Tore erzielen konnte, deutet auf Abstimmungsprobleme in der Abwehrarbeit hin, die gegen stärkere Gegner zu einem Problem werden könnten. Dennoch ist die Souveränität, mit der das Team in der zweiten Halbzeit den Vorsprung verwaltete und sogar ausbaute, positiv zu bewerten. Die Stimmung in der Berliner Arena, die durch eine La-Ola-Welle unterstrichen wurde, zeigte, dass das Team die Fans mit seinem Offensivhandball hinter sich bringen konnte. Die größere Kaderbreite war letztlich der entscheidende Faktor für den deutlichen Erfolg.
Offene Fragen nach dem Abpfiff
Der Quelltext lässt einige Aspekte der Partie unbeantwortet, die für die weitere Analyse von Bedeutung sein könnten. So bleibt unklar, welche spezifischen taktischen Anweisungen Gíslason in der Kabine gab, um die Defensive zu stabilisieren. Auch über die genaue Schwere der Verletzung von Miro Schluroff, der nach einem Foul von Zico Oosters schmerzhaft mit dem Kopf auf den Boden prallte, gibt es keine detaillierten medizinischen Informationen, außer dass er die Partie fortsetzen konnte. Zudem wird nicht explizit thematisiert, wie der Bundestrainer die Leistung der Debütanten im Hinblick auf den Kader für die kommenden Spiele bewertet. Auch die langfristigen Auswirkungen der Abwehrschwächen auf die Aufstellung für das nächste Spiel in der Slowakei bleiben offen. Es ist nicht bekannt, ob es personelle Konsequenzen oder Umstellungen geben wird, um die Defensive gegen den nächsten Gegner kompakter zu gestalten.
Ausblick auf die kommenden Herausforderungen
Der Blick richtet sich nun unmittelbar auf die nächste Aufgabe. Die deutsche Nationalmannschaft hat wenig Zeit, um den Sieg gegen Belgien zu verarbeiten, denn bereits am kommenden Sonntag steht das nächste Qualifikationsspiel in der Slowakei an. Für das DHB-Team gilt es, die positiven Aspekte der Offensive mit in die nächste Partie zu nehmen und gleichzeitig an der defensiven Stabilität zu feilen. Die Spieler, die gegen Belgien Spielpraxis sammeln konnten, haben sich für weitere Einsätze empfohlen. Die Verantwortlichen werden die nächsten Tage nutzen, um die Partie in Berlin aufzuarbeiten und die Mannschaft auf die spezifischen Anforderungen des Auswärtsspiels in der Slowakei vorzubereiten. Das Ziel bleibt die souveräne Qualifikation für das Turnier, wofür der Sieg gegen Belgien ein erster, wichtiger Schritt war. Die Fans dürfen gespannt sein, ob die Mannschaft die gezeigte Form bestätigen kann.