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Stadt Kassel schafft neuen Kultur-Ehrenpreis „Das K“
Regional · 11.08.2026 09:07

Stadt Kassel schafft neuen Kultur-Ehrenpreis „Das K“

Kurz: Die Stadt Kassel führt mit „Das K“ einen neuen Kultur-Ehrenpreis ein, um herausragendes Engagement hinter den Kulissen und das Lebenswerk zu würdigen.

Ein neues Zeichen der Wertschätzung für Kassels Kulturszene

Die Stadt Kassel setzt ein deutliches Signal für die Anerkennung kultureller Leistungen. Mit der Einführung des neuen Kultur-Ehrenpreises, der den Namen „Das K“ trägt, schafft die Verwaltung ein Instrument, um Persönlichkeiten auszuzeichnen, die das kulturelle Leben der Stadt über einen langen Zeitraum hinweg maßgeblich geformt haben. Die offizielle Bekanntgabe erfolgte am 11. August 2026. Dabei geht es der Stadt nicht allein um die Repräsentanten auf der Bühne, sondern explizit um jene Akteure, die im Hintergrund wirken. Oftmals sind es diese Menschen, die kulturelle Projekte überhaupt erst möglich machen, organisieren und mit Leben füllen. Bisherige städtische Auszeichnungen deckten diese speziellen Verdienste nicht in ausreichendem Maße ab. Mit der neuen Ehrung schließt die Stadt Kassel nun diese Lücke und rückt das oft unsichtbare, aber für die kulturelle Identität der Stadt unverzichtbare Engagement in den Fokus der Öffentlichkeit. Es handelt sich um eine ideelle Würdigung, die den Stellenwert des kulturellen Schaffens in der nordhessischen Metropole unterstreichen soll.

Die Details der Auszeichnung und ihre Symbolik

Der Name „Das K“ ist bewusst minimalistisch gewählt und trägt eine vielschichtige Bedeutung in sich. Er steht als Initial für die Stadt Kassel selbst, symbolisiert aber gleichzeitig die Kernbegriffe Kreativität, Kunst und Kultur. Im Kontext der Würdigung eines Lebenswerks kommt zudem der Aspekt der Kontinuität hinzu, die für die kulturelle Entwicklung einer Stadt von entscheidender Bedeutung ist. Die Auszeichnung selbst ist als physisches Objekt gestaltet: Es handelt sich um eine etwa zwei Zentimeter große Anstecknadel, die das farbige Kassel-Kultur-Logo mit einer feinen goldenen Umrandung zeigt. Die Stadtverwaltung betont, dass der Preis ausdrücklich undotiert ist. Es geht bei dieser Ehrung nicht um finanzielle Zuwendungen, sondern um die öffentliche Anerkennung und die ideelle Wertschätzung außergewöhnlicher Leistungen. Die Anstecknadel dient dabei als sichtbares Zeichen für den Beitrag, den die Preisträgerinnen und Preisträger für das Gemeinwohl und die kulturelle Vielfalt geleistet haben. Die Entscheidung, den Preis in dieser Form zu gestalten, unterstreicht den Fokus auf die persönliche Leistung und die langfristige Verbundenheit zur Kasseler Kulturszene.

Hintergrund und Motivation der Stadtverwaltung

Die Entscheidung zur Schaffung dieses Preises ist das Ergebnis einer bewussten Auseinandersetzung mit der bisherigen Ehrungskultur in Kassel. Die Stadtverwaltung hat erkannt, dass das kulturelle Ökosystem weit über die auftretenden Künstlerinnen und Künstler hinausgeht. Es bedarf einer Infrastruktur aus Organisatoren, Ideengebern und Ermöglichern, damit Kultur in einer Stadt überhaupt stattfinden kann. Oberbürgermeister Sven Schoeller betont in diesem Zusammenhang, dass Kultur nicht nur von denjenigen lebt, die im Rampenlicht stehen, sondern ebenso von all jenen, die die Bühnen bereiten. Viele dieser Akteure leisten ihre Arbeit im Stillen, ohne dass ihr Beitrag für die Öffentlichkeit sofort sichtbar wäre. Mit der Einführung von „Das K“ möchte die Stadt genau diese Lücke schließen und die vielfältigen Leistungen für das kulturelle Leben der Stadt sichtbar machen. Es ist ein Versuch, die Wertschätzung auf eine breitere Basis zu stellen und den Blick auf die Menschen zu lenken, die durch ihren unermüdlichen Einsatz die kulturelle Landschaft Kassels nachhaltig geprägt haben.

Die beteiligten Akteure und ihre Perspektiven

Die treibende Kraft hinter dieser Initiative ist die Stadt Kassel als Institution, vertreten durch Oberbürgermeister Sven Schoeller. Er fungiert als Sprachrohr der Stadt und unterstreicht die Bedeutung der neuen Auszeichnung für die städtische Identität. Schoeller hebt hervor, dass die Würdigung des Lebenswerks ein zentraler Bestandteil des Preises ist. Betroffen von dieser Neuerung sind alle Personen, die sich in besonderer Weise um das kulturelle Leben der Stadt verdient gemacht haben. Dies schließt sowohl ehrenamtlich Tätige als auch beruflich in der Kulturbranche Engagierte ein. Die Stadt Kassel fungiert hierbei als Entscheidungsträgerin, die künftig über die Vergabe des Preises befinden wird. Durch die explizite Einbeziehung der Menschen „hinter den Kulissen“ erweitert die Stadt den Kreis der potenziell zu Ehrenden erheblich. Die Äußerungen des Oberbürgermeisters machen deutlich, dass die Stadtverwaltung ein tiefes Verständnis für die komplexen Strukturen der Kulturarbeit entwickelt hat und diese nun aktiv fördern und würdigen möchte.

Einordnung und offene Fragen

Einzuordnen ist diese Neuerung als Versuch der Stadt, die kulturelle Teilhabe und die Anerkennung von Kulturarbeit zu professionalisieren und zu institutionalisieren. Den Berichten zufolge ist die Einführung von „Das K“ eine Reaktion auf die Erkenntnis, dass bisherige Formate zu kurz griffen. Dennoch bleiben einige Aspekte der Umsetzung im Unklaren. Der vorliegende Quelltext beantwortet beispielsweise nicht, nach welchen konkreten Kriterien die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgen wird. Es ist unklar, ob es ein Gremium gibt, das Vorschläge sichtet, oder ob die Vergabe rein durch die Stadtverwaltung erfolgt. Auch die Frage nach der Häufigkeit der Verleihung – ob jährlich oder in anderen Intervallen – bleibt offen. Ebenso ist nicht spezifiziert, ob es eine Begrenzung der Anzahl der Preisträger pro Jahr gibt. Diese Lücken in der Informationslage lassen Raum für zukünftige Entwicklungen und zeigen, dass die konkrete Ausgestaltung des Auswahlprozesses noch nicht im Detail kommuniziert wurde.

Ausblick auf die weitere Umsetzung

Die Stadt Kassel hat bereits einen konkreten Zeitplan für den Start der neuen Auszeichnung kommuniziert. „Das K“ soll erstmals noch im laufenden Jahr 2026 verliehen werden. Dies bedeutet, dass die Vorbereitungen für die erste Preisverleihung bereits in vollem Gange sein müssen. Auch wenn noch keine Details zu den nominierten Personen oder dem genauen Termin der ersten Verleihung bekannt gegeben wurden, ist der Rahmen für die Zukunft gesetzt. Die Stadt Kassel hat mit der Ankündigung eine Erwartungshaltung geschaffen, die nun durch die erste Verleihung eingelöst werden muss. Es bleibt abzuwarten, wer die ersten Träger dieser neuen Auszeichnung sein werden und wie die Öffentlichkeit auf die Etablierung des Preises reagieren wird. Die Stadtverwaltung hat mit dieser Initiative einen klaren Weg eingeschlagen, um das kulturelle Engagement in der Stadt langfristig zu würdigen und die Bedeutung der „unsichtbaren“ Akteure in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/nachtansicht-der-strassenszene-in-der-innenstadt-von-hamburg-30716070/ · Foto: Frank Rietsch
Quelle: https://www.kassel.de/pressemitteilungen/august/das-k.php