Ein Meilenstein mit Hindernissen
Nachdem der 13. Testflug des Starship-Systems von SpaceX mehrfach verschoben werden musste, hob die Rakete am 24. Juli 2026 schließlich erfolgreich ab. Der Start, der ursprünglich für Mitte Juli geplant war, verzögerte sich zunächst durch den Ausfall mehrerer Triebwerke und anschließend durch widrige Wetterbedingungen. Als die Rakete schließlich alle 33 Triebwerke zündete und erfolgreich abhob, markierte dies einen wichtigen Fortschritt für das Raumfahrtunternehmen.
Erfolgreiches Aussetzen der Starlink-Satelliten
Ein zentrales Ziel der Mission war die Erprobung der Nutzlastkapazitäten. In einer Höhe von knapp 200 Kilometern setzte das Starship planmäßig 20 Starlink-Satelliten aus. Ingenieure von SpaceX bestätigten im Anschluss, dass sowohl die Laser- als auch die Funkverbindungen zu den Satelliten stabil aufgebaut werden konnten und die Telemetriedaten erfolgreich übertragen wurden. Dieser Teil der Mission verlief nach Angaben des Unternehmens reibungslos.
Landung im Golf von Mexiko
Im Gegensatz zum 12. Testflug im Mai 2026, bei dem das Starship nach der Wasserung explodierte, blieb die Rakete diesmal bei der Landung im Golf von Mexiko intakt. Dennoch verlief das Manöver nicht völlig reibungslos. Beim Versuch, die Triebwerke für den Wiedereintritt in die Atmosphäre erneut zu zünden, kam es zu Ausfällen bei mehreren der 13 vorgesehenen Triebwerke. Die Landung fiel dadurch härter aus als ursprünglich berechnet. Trotz dieser technischen Schwierigkeiten werteten Verantwortliche bei SpaceX den Flug als Erfolg und bezeichneten das Szenario als „aufregend“.
Die Herausforderung des Hitzeschildes
Ein kritischer Punkt für die Zukunft des Starship-Programms bleibt der Hitzeschild. Nach der Landung wurden an den Kacheln deutliche Beschädigungen festgestellt, insbesondere im mittleren Bereich der Rakete, der während des Wiedereintritts besonders hohen Belastungen ausgesetzt ist. Diese Schäden stellen eine erhebliche Hürde für das langfristige Ziel der schnellen Wiederverwendbarkeit dar.
Das Konzept von SpaceX sieht vor, dass Starship und der Super-Heavy-Booster nach dem Flug von einem Fangturm, dem sogenannten „Mechazilla“, sicher aufgefangen werden. Wenn jedoch nach jedem Flug umfangreiche Reparaturen am Hitzeschild notwendig sind, müsste die Rakete zur Instandsetzung transportiert werden. Dies würde die Startrampe für längere Zeit blockieren – ein Szenario, das dem angestrebten effizienten Betrieb widerspricht. SpaceX steht somit vor der technischen Aufgabe, die Widerstandsfähigkeit der Hitzeschutzschicht signifikant zu erhöhen.
Wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens
Parallel zu den technischen Herausforderungen steht die SpaceX-Aktie unter Druck. Nach einem Börsengang bei 135 US-Dollar und einem zwischenzeitlichen Höchststand von 225 Dollar verzeichnet das Papier seit geraumer Zeit einen Abwärtstrend. Auch der erfolgreiche 13. Testflug konnte den Kurs nicht stabilisieren: Am Tag des Starts schloss die Aktie mit einem Minus von 2,7 Prozent bei 115 Dollar und verlor im nachbörslichen Handel weiter an Wert, womit sie unter die Marke von 114 Dollar rutschte. Die Anleger scheinen trotz der Fortschritte bei der Hardware skeptisch auf die noch zu lösenden Probleme bei der Wiederverwendbarkeit zu blicken.