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Schwimm-EM in Paris: Freiwasserstaffel um Wellbrock gewinnt Gold
Sport · 08.08.2026 11:21

Schwimm-EM in Paris: Freiwasserstaffel um Wellbrock gewinnt Gold

Kurz: Die deutsche Freiwasser-Staffel triumphiert bei der EM in Paris. Angeführt von Florian Wellbrock sichert sich das DSV-Quartett Gold über die 6-Kilometer-Distanz

Ein goldener Abschluss in der Seine

Bei den Schwimm-Europameisterschaften in Paris hat die deutsche Freiwasser-Staffel ihre Erfolgsserie fortgesetzt. Über die Distanz von 6 Kilometern sicherte sich das Mixed-Quartett des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) die Goldmedaille. Mit einer Zeit von 01:03:39,28 Stunden setzte sich das Team in einem spannenden Wettbewerb gegen die internationale Konkurrenz durch.

Für den DSV markiert dieser Erfolg den vierten Titel bei den laufenden Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Leistung von Florian Wellbrock, der als Schlussschwimmer maßgeblich zum Sieg beitrug. In einem engen Finale auf der Zielgeraden konnte der Magdeburger mehrere Attacken der Verfolger abwehren und den Vorsprung ins Ziel retten.

Teamleistung ebnet den Weg

Der Erfolg war das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Das deutsche Quartett bestand aus:

* Julia Ackermann (EM-Neuling)

* Isabel Gose (Siegerin im Knockout-Sprint)

* Oliver Klemet (Olympiazweiter und Bronzemedaillengewinner über 10 Kilometer)

* Florian Wellbrock (Schlussschwimmer)

Die drei Teamkollegen übergaben an Wellbrock mit einem Vorsprung von etwa acht Sekunden. Dieser Puffer erwies sich als entscheidend, da sich hinter dem deutschen Team ein enger Dreikampf um die weiteren Podestplätze entwickelte. Letztlich sicherte sich Italien die Silbermedaille vor der ungarischen Staffel.

Wellbrock als prägende Figur der EM

Für Florian Wellbrock endet die EM in Paris als äußerst erfolgreiches Kapitel. Nachdem er bereits über die 10-Kilometer- und die 5-Kilometer-Distanz triumphiert hatte, krönte er seine Leistung mit dem Staffelsieg. Damit sicherte er sich drei Goldmedaillen in vier Rennen. Einzig beim Knockout-Sprint am Vortag blieb das deutsche Team ohne Edelmetall; Wellbrock belegte dort nach einem starken Turnierverlauf im Finale den siebten Platz.

Die aktuelle Dominanz in der Seine ist bemerkenswert, wenn man die Historie des 28-Jährigen an diesem Ort betrachtet. Vor zwei Jahren erlebte Wellbrock bei den Olympischen Spielen in Paris eine Enttäuschung, als er sowohl im Becken als auch im Freiwasser die Medaillenränge deutlich verpasste. Mit dem diesjährigen Auftritt konnte er diese Bilanz eindrucksvoll korrigieren.

Ausblick auf die kommenden Herausforderungen

Die Schwimm-EM in Paris ist für das deutsche Freiwasser-Team eine Erfolgsgeschichte. Mit insgesamt fünf Medaillen, davon vier in Gold, unterstreicht der Verband seine derzeitige Stärke. Für Wellbrock bleibt jedoch wenig Zeit zur Regeneration. Da er sich nicht für die Beckenwettbewerbe im Centre Aquatique Olympique qualifiziert hatte, richtet sich sein Fokus bereits auf die nächste internationale Aufgabe.

In der kommenden Woche reist der Athlet nach Long Beach, Kalifornien. Dort stehen die Pan Pacifics auf dem Programm. Der Wettkampf dient primär dazu, sich frühzeitig mit den Bedingungen für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles vertraut zu machen. Damit stellt der Schwimmer bereits jetzt die Weichen für den nächsten großen Zyklus seiner Karriere.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/wasser-sport-pool-reflektierung-18090695/ · Foto: Ali Alcántara
Quelle: https://www.sportschau.de/schwimmen/freiwasserstaffel-um-wellbrock-gewinnt-gold,freiwasser-6km-mixed-relay-100.html